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"Die Definition von Coolness" Hollywood trauert um Harry Dean Stanton

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Harry Dean Stanton 2012 bei einer Filmpremiere.

(Foto: REUTERS)

Als Außenseiter und Gangster begeisterte Harry Dean Stanton in seinen Filmen, nun stirbt er in Los Angeles. Dabei arbeitete der Schauspieler bis ins hohe Alter. So können sich Fans diesen Winter noch auf einen letzten Film mit ihrem Idol freuen.

US-Schauspieler Harry Dean Stanton ist tot. Der Star in Wim Wenders' Roadmovie "Paris, Texas" starb bereits am Freitag im Alter von 91 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles. Stanton spielte im Laufe seines Lebens in rund 250 Filmen mit, häufig verkörperte er Außenseiter und Gangster.

Der Regisseur David Lynch, mit dem Stanton zuletzt gedreht hatte, würdigte ihn als "großartigen Schauspieler und fantastischen Menschen". Lynch fügte hinzu: "Ein Großer ist von uns gegangen." Ihr gemeinsamer Film "Lucky" kommt in Kürze in den USA in die Kinos und läuft ab dem Jahresende auch in Europa. Darin spielt Stanton einen gealterten Atheisten, der sich auf eine spirituelle Reise begibt.

Stantons dunkle Augen und sein vom Leben gezeichnetes Gesicht prädestinierten ihn für Rollen eines Anti-Helden in Independent- und Kult-Filmen. Neben bekannten Rollen in "Twin Peaks", "Big Love", "Pretty in Pink" und "Repoman" begeisterte er in Wenders' "Paris, Texas" von 1984. Dort spielt er einen Vater, der an Gedächtnisverlust leidet und nach langem Herumirren in der Wüste zurück in die Stadt findet. Der Film gewann in Cannes die Goldene Palme.

Daneben spielte Stanton viele Nebenrollen in Western und Mafia-Filmen. Er arbeitete mit großen Regisseuren wie Martin Scorsese und Francis Ford Coppola zusammen und war mit Schauspielern wie Jack Nicholson und Sean Penn befreundet. Auch für junge Menschen war er ein Idol. Die Schauspielerin Olivia Wilde schrieb auf Twitter: "Harry Dean Stanton war die Definition der Coolness."

Quelle: ntv.de, lou/AFP