Unterhaltung

"Ich habe genug" Jim Carrey liebäugelt mit Karriereende

Der Komiker und Schauspieler Jim Carrey wird 60.

Genießt sein Leben und die Ruhe: Jim Carrey.

(Foto: Annette Riedl/dpa)

Mit einer Backpfeife beerdigt Will Smith vielleicht seine Karriere, während eine Krankheit Bruce Willis in die Knie zwingt. Noch immer verdaut die Welt die Promi-News der vergangenen Tage, ehe sie sich offenbar bald von einem weiteren Hollywood-Star verabschieden muss.

In der Promi-Welt ist derzeit viel los. Noch immer wird ausführlich über die Backpfeife gesprochen, die Will Smith dem Oscar-Moderator Chris Rock am Sonntag wegen eines Witzes verpasste, kurz bevor er unter stehenden Ovationen den Preis als bester Hauptdarsteller annahm. Wenige Tage später folgte der nächste Schock: Actionstar Bruce Willis leidet an Aphasie und muss wegen der Sprachstörung seine Karriere aufgeben.

Nun ließ "The Truman Show"-Star Jim Carrey die nächste Bombe platzen: Gegenüber "Hollywood Access" kündigte er während eines Gesprächs über Dolly Partons bevorstehendes Biopic an, in Rente gehen zu wollen. Die Country-Sängerin hatte offenbar vergangene Woche in einem Interview mit der Seite den Wunsch geäußert, dass Carrey in dem Film ihren langjährigen Musikpartner Porter Waggoner spiele.

Als die Interviewerin Carrey nun darauf ansprach, zeigte dieser sich zunächst sehr angetan und sagte: "Ich liebe Dolly Parton." Die beiden seien in verschiedenen Epochen geboren worden, was "eine Schande" sei, fuhr er fort. "Denn ich hätte ihr nachgejagt." Außerdem zeigte er sich ziemlich sicher: "Ich hätte sie rumgekriegt."

"Ich bin genug"

Dass Parton an ihm interessiert sei, sei "eine schöne Sache", sagte Carrey weiter und ergänzte plötzlich: "Nun, ich gehe in den Ruhestand". Offensichtlich verwirrt ob des beiläufigen Kommentars fragte die Interviewerin den 60-Jährigen: "Meinst du das ernst oder verarscht du mich?" Dieser entgegnete: "Ich meine das ziemlich ernst."

"Es kommt darauf an", schränkte Carrey seinen Entschluss ein. "Wenn die Engel mir ein Skript bringen, das in Goldtinte geschrieben ist und mir sagen, dass es für die Leute wirklich wichtig wäre, es zu sehen, könnte ich vielleicht weitermachen. Aber ich mache eine Pause." Er genieße sein Leben und die Ruhe derzeit wirklich sehr. Außerdem konzentriere er sich lieber auf seine Malerei und sein "spirituelles Leben".

"Ich habe das Gefühl - und das ist etwas, das du vielleicht nie wieder von einem anderen Promi hören wirst, solange die Zeit existiert -, dass ich genug habe. Ich habe genug getan. Ich bin genug", fasste Carrey zusammen. In Bezug auf Dolly Partons im Raum stehenden Wunsch merkte er aber an, er würde "immer" mit ihr darüber sprechen. "Dolly ist für mich einfach ein jenseitiges Talent, das größer ist, als du dir vorstellen kannst."

"Angeekelt" von den Oscars

Jim Carrey wuchs mit seinen Eltern und drei Geschwistern in sehr armen Verhältnissen auf. Eine Zeit lang war die Familie obdachlos und zog in einen VW-Van. Später lebte er mit seinem Bruder John monatelang in einem Zelt. Mit 16 Jahren entschloss sich der Kanadier, nach Los Angeles zu ziehen, um sich dem Schauspiel zu widmen. Nach einigen erfolgreichen Auftritten als Comedian feierte Carrey 1986 seinen Durchbruch in dem Film "Peggy Sue hat geheiratet". Auch mit "Ace Ventura - Ein tierischer Detektiv", "Die Maske" und "Dumm und Dümmer" (alle drei Filme von 1994) machte er sich einen Namen.

Vor wenigen Tagen sorgte Carrey für Aufsehen, als er sich über Will Smiths Ausraster bei den Academy Awards echauffierte. "Ich war angeekelt. Ich war von den Standing Ovations angeekelt", erklärte Carrey im US-Frühstücksfernsehen und bezeichnete Hollywood als "einfach rückgratlos". Wäre es ihm passiert, hätte er angekündigt, "Will auf 200 Millionen US-Dollar zu verklagen", denn der Ausschnitt des Vorfalls werde für immer existieren und "allgegenwärtig" sein. Diese "Beleidigung" werde eine sehr lange Zeit überdauern.

Quelle: ntv.de, lpe

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