Unterhaltung

BBC-Serie "Peaky Blinders" Kein Drehstopp trotz positivem Test?

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Trotz Ansteckungsgefahr für die Crewmitglieder seien die Dreharbeiten für "Peaky Blinders" nicht direkt unterbrochen worden.

(Foto: imago images/Cinema Publishers Collection)

Nach langer pandemiebedingter Drehpause steht der Cast von "Peaky Blinders" wieder vor der Kamera - mit Corona-Konzept. Als ein Test positiv ausfällt, werden die Arbeiten gestoppt - allerdings wohl erst Stunden später. Mehrere Crewmitglieder erheben schwere Vorwürfe gegen die Produzenten der Serie.

Beim Dreh des BBC-Dramas "Peaky Blinders" soll gegen die Corona-Regeln verstoßen worden sein. Das berichtet die britische Tageszeitung "Guardian" und beruft sich dabei auf Aussagen mehrerer Crewmitglieder. Demnach sollen die Dreharbeiten erst weitergelaufen sein, obwohl ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Die Arbeiten am Set der in Birmingham spielenden Serie wurden vergangene Woche kurzzeitig unterbrochen. Ein Sprecher der Serie begründete das dem "Guardian" zufolge damit, dass ein Crewmitglied "fälschlicherweise positiv getestet" wurde. Doch nach Ansicht mehrerer Beteiligter am Set, soll dieser Schritt erst spät erfolgt sein. Dem Bericht zufolge soll noch Stunden nach dem Ergebnis weiter gedreht worden sein. Erst als ein weiterer Mitarbeiter von dem positiven Testergebnis erfuhr, wurden die Dreharbeiten unterbrochen.

Drehstopp von März 2020 bis Januar 2021

Ein zweiter Test bei dem Crewmitglied soll dann negativ ausgefallen sein und die Dreharbeiten wurden fortgesetzt. Trotzdem äußerten sich einige Crewmitglieder der Zeitung zufolge verärgert darüber, weil die Produktion nicht sofort nach dem ersten Ergebnis unterbrochen wurde. Einer behauptete, dass mehrere Set-Mitarbeiter nichts von dem Testergebnis wussten. Andere hätten deshalb kein Interesse mehr, weiter für "Peaky Blinders" zu drehen.

Die Behauptungen wiegen besonders schwer, da nach dem langen Drehstopp von März 2020 bis Januar 2021 auf der Website der Produktion öffentlich angekündigt wurde, dass die Serie in Pandemie-Zeiten "sicher und verantwortungsvoll und in Übereinstimmung mit den Richtlinien produziert" werde. Zudem drohe den beiden an der Produktion der BBC-Serie beteiligten Unternehmen Caryn Mandabach Productions und Tiger Aspect jetzt Ärger mit der Versicherung, heißt es in dem Artikel. Die Produktionskosten bei Serien wie "Peaky Blinders" belaufen sich laut "Guardian" auf 650.000 bis 1 Million Pfund (750.000 bis 1,15 Millionen Euro) pro Stunde - jede Verzögerung bei den Dreharbeiten ist folglich kostspielig.

Antwort der Produzenten steht aus

Laut "Guardian" untersucht nun die britische Gewerkschaft "Union Bectu" die Vorwürfe. Ein Gewerkschaftsvertreter sagte demnach, die Sicherheitsrichtlinien seien dafür da, "eine sichere Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter" zu schaffen. Die Produzenten hätten deshalb alle sofort informieren und den Dreh stoppen sollen: "Wir warten auf eine Antwort der Produzenten."

Der Abschluss der Erfolgsserie um die Shelby-Brüder wird weltweit mit Spannung erwartet. Besonders ergreifend wird die letzte Staffel der Gangster-Serie auch für viele Fans sein wegen des kürzlichen Krebstods von Helen McCrory, die die Familienmatriarchin Polly Gray spielte.

Quelle: ntv.de, joh

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