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"Die hässlichste Kardashian" Khloé erträgt den Druck nicht mehr

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Wurde jahrelang als "hässlichste Kardashian" oder "fette Schwester" beleidigt: Khloé Kardashian.

(Foto: imago images/MediaPunch)

"Mein Körper, meine Entscheidung" - mit diesen Worten erklärt Khloé Kardashian, weshalb sie derzeit juristisch gegen ein vermeintlich unvorteilhaftes Bild von ihr vorgeht. Lange genug habe sie ertragen müssen, dass andere Menschen sich über sie und ihren Körper lustig machen.

Khloé Kardashian hat sich auf Instagram zu einem unretuschierten Bikinifoto von sich geäußert, das derzeit im Netz kursiert. Die Reality-Darstellerin rechtfertigt sich in dem Post gegen die Kritik, dass sie juristisch gegen die Verbreitung des Bildes vorgeht, das versehentlich und ohne ihre Erlaubnis in sozialen Medien geteilt worden sein soll. Demnach wolle sie den Hatern im Internet nicht noch mehr Angriffsfläche bieten, sich aufgrund der vermeintlich unvorteilhaften Aufnahme über sie lustig zu machen.

In dem ersten Video steht die 36-Jährige nur in einem hautfarbenen Tanga gekleidet vor ihrem Badezimmerspiegel. Sie präsentiert ihren durchtrainierten Körper und springt ein paar Mal in die Luft. Mit einer Hand hält sie ihr iPhone, die andere bedeckt ihre Brüste. In dem zweiten Video hat sie einen Jogginganzug an, zieht sich jedoch die Hose runter und den Pullover hoch, um ihren stählernen Bauch zu zeigen.

"Hey Leute, das bin ich und mein Körper unretuschiert und ungefiltert", stellt Khloé Kardashian gleich zu Beginn ihres langen Eintrags klar. Sie fände den Anblick auch wunderschön, jedoch habe sie bereits ihr ganzes Leben mit ihrem Körperbild zu kämpfen. "Wenn jemand dann ein Foto von dir macht, das wegen schlechter Lichtverhältnisse nicht schmeichelhaft ist oder den Körper nicht so darstellt, wie er ist, nachdem du so hart gearbeitet hast, um ihn an diesen Punkt zu bringen - und dieses dann mit der Welt geteilt wird - solltest du auch das Recht haben, zu verlangen, dass es nicht geteilt wird - unabhängig davon, wer du bist", rechtfertigt sie sich.

Khloé Kardashian steht durch die Reality-Show "Keeping Up with the Kardashians" seit knapp 15 Jahren im Rampenlicht und musste stets fiese Spitznamen wie die "hässlichste Kardashian" oder "fette Schwester" ertragen. Daraufhin nahm sie durch exzessiven Sport und eine Umstellung ihrer Essgewohnheiten mehr als 20 Kilo ab. Anderen Menschen half sie mit ihrer TV-Show "Khloés Revenge Body" ebenfalls beim Abnehmen. Es wird allerdings auch gemunkelt, dass sie hier und da den Schönheitschirurgen an sich herangelassen hat.

"Es ist fast unerträglich"

Der ständige Druck, Spott und die Verurteilung ihres Aussehens seien mittlerweile zu viel, um es weiter zu ertragen, schreibt Kardashian nun in ihrem Instagram-Post weiter. Auch das böse Gerücht, dass ihr Vater - der verstorbene O.J.-Simpson-Anwalt Robert Kardashian - nicht ihr richtiger Vater sein könne, "weil sie so anders aussieht" als ihre Schwestern Kim und Kourtney Kardashian, erwähnt Khloé, um zu zeigen, was sie seit Jahren in der Boulevardpresse und in gehässigen Kommentaren im Internet über sich lesen muss. Dabei sei den Verfassern völlig egal, wie sie sich dabei fühle, da sie mit vielen Privilegien aufgewachsen und in einer Reality-TV-Show zu sehen sei, beklagt sie sich.

Sie erwarte kein Mitgefühl, sondern bitte nur darum, als Mensch anerkannt zu werden. "Es ist fast unerträglich, zu versuchen, den unmöglichen Standards gerecht zu werden, die die Öffentlichkeit für mich festgelegt hat", schreibt Khloé Kardashian weiter. "Auf Fotos wird jeder einzelne Makel und jede Unvollkommenheit mikroanalysiert und sich bis ins kleinste Detail darüber lustig gemacht, und ich werde jeden Tag wieder von der Welt daran erinnert." Irgendwann glaube man die Kritik, unattraktiv und nicht genug zu sein.

Sie werde jedoch weiterhin versuchen, sich nicht unterkriegen zu lassen, schreibt Khloé Kardashian und macht auch anderen Menschen Mut, die in einer ähnlichen Position sind wie sie. Sie liebe gute Filter, gutes Licht und die ein oder andere Bildbearbeitung ebenso wie gutes Make-up oder ihre High Heels, um sich der Welt so zu präsentieren, wie sie gesehen werden will. "Mein Körper, mein Aussehen, wie ich aussehen und was ich von mir teilen möchte, ist meine Entscheidung."

Quelle: ntv.de, lri

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