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Küblböck war am Sonntag während einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York bei Neufundland über Bord gegangen.
Küblböck war am Sonntag während einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York bei Neufundland über Bord gegangen.(Foto: picture alliance/dpa)
Donnerstag, 13. September 2018

Familie veröffentlicht Statement: Küblböcks Vater wollte Reise verhindern

Nachdem Daniel Küblböck vergangenes Wochenende über Bord der Aidaluna gegangen ist, meldet sich jetzt erstmals seine Familie zu Wort. Auf der Website des Schauspielers berichtet sein Vater von Wesensveränderungen seines Sohnes.

Zum Schutz von Daniel Küblböcks Privatsphäre hat seine Familie bislang geschwiegen. Mit einem Statement auf der Website seines Sohnes will sein Vater Günther Küblböck jetzt allerdings einige Gerüchte aus der Welt schaffen. "Daniel war nicht depressiv, aber er hatte seit Kurzem psychische Probleme, die man wohl am besten mit einer Art Psychose beschreiben kann", heißt es dort. Er könne für sich zu 100 Prozent ausschließen, dass sein Sohn einen Selbstmord geplant habe oder vorhatte, sein Leben zu beenden. "Dies kann er nur in einem Ausnahmezustand getan haben, ohne sich wirklich im Klaren darüber zu sein, was er tut und welche Folgen das haben wird."

Die Familie habe in den letzten Wochen plötzliche Wesensveränderungen an Küblböck bemerkt, sich große Sorgen gemacht und sogar versucht, die Reise des Schauspielers mit der Aidaluna zu verhindern. Weil Küblböck die Reise jedoch nicht verwehrt werden konnte, wendete sich Günther Küblböck bereits vor der Abreise seines Sohnes an die Aida Gesellschaft und bat darum, ein besonderes Auge auf ihn zu haben.

Die Veränderungen sollen sich zuletzt darin gezeigt haben, dass Küblböck als Frau auftrat. "Ich kann ganz klar sagen, dass Daniel seit seiner Jugend niemals auch nur ansatzweise erwähnt hat, er würde sich wünschen, eine Frau zu sein." Sein Zustand soll sich erst mit den Vorbereitungen auf die Frauenrolle, die er in einem Abschlussstück an der ETI-Schauspielschule spielen sollte, verändert haben. Der 33-Jährige habe die Ausbildung immer sehr ernst genommen, erklärt sein Vater.

Schauspielschule weist Mobbing-Vorwürfe zurück

Küblböck war am Sonntag während einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York bei Neufundland über Bord gegangen und wird seitdem vermisst. Es gebe Grund zur Annahme, dass der inzwischen als Daniel Kaiser-Küblböck auftretende Sänger (erste Staffel "Deutschland sucht den Superstar" 2002/03) gesprungen sei, erklärte der Kreuzfahrt-Veranstalter.  Im Internet kursiert ein angeblich von Küblböck verfasster Internet-Eintrag, in dem von monatelangem Mobbing an seiner Schule die Rede ist und einer Dozentin vorgeworfen wird, nicht eingegriffen zu haben.

Derweil wies die Schauspielschule, an der Kaiser-Küblböck studierte, Spekulationen über Mobbing gegen diesen zurück. "Die Behauptung über Mobbing an unserer Schule weisen wir strikt zurück", heißt es in einer Erklärung auf der Facebook-Seite der Schule. In einem angeblich von Küblböck stammenden Eintrag soll dieser darüber geklagt haben. Die Schule zeigte sich "zutiefst bestürzt und geschockt" über das Verschwinden.

Quelle: n-tv.de