Unterhaltung

80 Zimmer mit 160 Betten Maschmeyer mietet Hotel für Ukrainer

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Der niedersächsische Investor Carsten Maschmeyer.

(Foto: imago images/Future Image)

Die meisten Flüchtlinge verlassen die Ukraine über Polen. Deshalb mietet der niedersächsische Unternehmer Maschmeyer im sächsischen Hoyerswerda an der deutsch-polnischen Grenze ein Hotel mit 80 Zimmern. Hier will er für die nächsten Monate Familien unterbringen.

Der Unternehmer Carsten Maschmeyer engagiert sich für Flüchtlinge aus der Ukraine. Der Investor will nach Informationen aus seinem Umfeld ein Hotel im sächsischen Hoyerswerda an der polnischen Grenze für Familien aus der Ukraine anmieten. In 80 Zimmern sollen 160 Betten zur Verfügung gestellt werden, heißt es weiter. Neben den Schlafplätzen können auch die Küche und die Tagungsräume als Aufenthaltsräume für die Kinder genutzt werden. Die Ukrainer werden außerdem mit Frühstück versorgt. Diese Unterstützung soll vorerst für mehrere Monate geplant sein, mit Option auf Verlängerung.

Seit dem Beginn des Angriffs der russischen Armee auf die Ukraine am 24. Februar fliehen vor allem Frauen, Kinder und alte Menschen aus dem osteuropäischen Land. Die meisten Flüchtlinge verlassen ihr Land über die Grenze nach Polen. In den nächsten Wochen sollen laut den Vereinten Nationen schätzungsweise vier Millionen Menschen an den Grenzen ankommen.

Enger Freund von Altkanzler Schröder

Bereits 2015 hatten Carsten Maschmeyer und seine Frau, Schauspielerin und Produzentin Veronica Ferres, zwei aus Syrien geflüchtete Familien für mehrere Wochen in ihrem privaten Wohnhaus aufgenommen. Kürzlich kündigte der 62-jährige Unternehmer zudem an, mit keinem seiner Fonds in Startups zu investieren, an denen russische Investoren beteiligt sind. Bisher investierte er ausschließlich in westliche Startups.

Maschmeyer, der als enger Freund von Altkanzler Gerhard Schröder gilt, sagte gegenüber ntv zum westlichen Umgang mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, die deutsche Politik sei hier lange naiv gewesen. Weil weder russische Medien noch das politische System in Russland transparent seien, könne niemand Putin wirklich einschätzen. In Russland habe man eine "One Person Show", mit dramatischen Auswirkungen. Zu Schröders Weigerung, sich nach dem Angriff auf die Ukraine von Putin zu distanzieren, äußerte sich Maschmeyer nicht.

Gegen den früheren Bundeskanzler gibt es von vielen Seiten scharfe Kritik, auch weil er an seinen Posten in staatlichen oder staatsnahen russischen Energiekonzernen festhält. Gegen Schröder läuft in der SPD deswegen inzwischen auch ein Parteiordnungsverfahren.

Quelle: ntv.de, mau/spot

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