Unterhaltung

"Bierfass-halbvoll-Typ" Matt Damon glänzt als wütender Kavanaugh

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US-Präsident Donald Trump konnte über Matt Damons Auftritt nicht lachen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zur Premiere der neuen "Saturday Night Live"-Staffel schlüpft Hollywood-Schauspieler Matt Damon in die Rolle des umstrittenen Kandidaten für den Supreme Court, Brett Kavanaugh. Das Publikum brüllt vor Lachen. Nur einer kann den Humor nicht teilen.

Seit mehr als 40 Jahren ist "Saturday Night Live" (SNL) in den Vereinigten Staaten eine echte Institution. Für die Premiere der neuen Staffel der Comedy-Show fanden sich wieder einige Promis als Stargäste ein. Neben Adam Driver und Rapper Kanye West war es vor allem Matt Damon, der für eine Überraschung sorgte.

Damon mimte in einem längeren Sketch eine überspitzte Variante des ohnehin umstrittenen US-Richterkandidaten Brett Kavanaugh. Äußerst zornig, weinerlich und angestrengt kam seine Persiflage daher, die während einer Anhörung Kavanaughs spielt. So betonte Damon beispielsweise in seiner Rolle, dass er seine Rede am Vorabend ganz allein geschrieben und dabei in eine leere Chips-Tüte gebrüllt habe.

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Normalerweise sei er ja ein Optimist, ein "Bierfass ist halbvoll"-Typ, wütete Damon weiter. Von dem, was von den "Monstern" dieses Komitees jedoch sehe, könnte er kotzen - "und nicht von Alkohol!" Das Publikum konnte sich kaum noch halten. Durchgängig wurde gekichert, bei den Pointen brüllten die Zuschauer förmlich vor Lachen.

US-Präsident Donald Trump allerdings fand weder Gefallen an dem insgesamt 13-minütigen Sketch noch an SNL. Kavanaugh wurde von Trump als Richterkandidat für den Supreme Court vorgeschlagen. Auf Twitter schrieb er, dass er die Sendung wie viele andere nicht gesehen habe. Sie sei nicht witzig, habe keine talentierten Darsteller und keinen Charme. Er beschuldigte die Comedy-Sendung, nur politische Werbung für die Demokraten zu sein.

Drei Frauen haben Missbrauchsvorwürfe gegen Kavanaugh erhoben. Die Psychologieprofessorin Christine Blasey Ford hatte kürzlich vor einem Ausschuss des US-Senats ausgesagt, dass Kavanaugh sie in den 1980er-Jahren zu vergewaltigen versuchte. Trump und die Republikaner wollen den 53-Jährigen dennoch als Obersten Richter. Sie sehen in den Missbrauchsvorwürfen eine Rache der Demokraten für die Wahlniederlage von Hillary Clinton.

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Quelle: n-tv.de, lri/spot