Unterhaltung

Bombendrohung bei Rap-Show Mero muss Konzert abbrechen

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Mero bei seinem Auftritt in Ludwigsburg - die Show wurde abgebrochen.

(Foto: imago images/7aktuell)

"Baller los, 'ne Wumme aufm Schoß", rappt Mero in einem seiner bekanntesten Songs. Doch diese Art von Ballerei hat er sich vermutlich nicht gewünscht. Der 19-Jährige muss nach einer telefonischen Bombendrohung einen Auftritt in Ludwigsburg abbrechen.

Ein Konzert des Rappers Mero in der Ludwigsburger MHP Arena musste vorzeitig beendet werden. Wie das dortige Polizeipräsidium mitteilte, sei am Donnerstagabend bei der Rettungsleitstelle in Stuttgart eine telefonische Drohung eingegangen. Zwar seien die Behörden aufgrund des Wortlautes nicht von einer ernsten Bedrohungslage ausgegangen, dennoch wurde das Konzert in Absprache mit den Veranstaltern verkürzt.

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Einsatzkräfte sicherten das Areal, gefunden wurde jedoch nichts.

(Foto: imago images/7aktuell)

Alle Konzertbesucher hätten geordnet, gegen 21.15 Uhr die Halle verlassen, heißt es. Eine anschließende Durchsuchung der Polizei sei "mit negativem Ergebnis" durchgeführt worden.

Der Rapper Mero zählt zu den Shootingstars der Szene und vereint allein auf Instagram 2,5 Millionen Follower hinter sich. Der Musiker mit türkischen Wurzeln stammt gebürtig aus Rüsselsheim. Sein Debütalbum "Ya Hero Ya Mero", das in dem Label der berühmt-berüchtigten Genre-Legende Xatar erschienen ist, kletterte im Frühjahr 2019 auf den ersten Platz der Charts, das Nachfolgewerk "Unikat" ist seit Ende September erhältlich.

Viel Talent, viel Xatar

In seinen Texten reitet der 19-Jährige auf üblichen Rap-Klischees mit Anspielungen auf Gewalt, Sex und Geld herum. So heißt es in seinem Song "Baller los", der vor knapp einem Jahr seine Debütsingle darstellte, etwa: "Baller los, 'ne Wumme aufm Schoß. Und mein Name wird bald groß. Bruder, Rüsselsheim, Schüsse fallen wie gewohnt."

Die Frage, wie Mero binnen kürzester Zeit so erfolgreich werden konnte, beantwortete das Magazin "Stern" im März wie folgt: "Viel Talent, noch mehr Marketing und ganz viel Xatar". Zugleich kursieren jedoch Gerüchte, Mero habe - wie andere Rapper auch - Klicks bei Streamingdiensten wie Spotify gekauft. Xatar wies die Vorwürfe stellvertretend für seinen Schützling zurück.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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