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Schwere Vorwürfe vor GerichtMutmaßliches Høiby-Opfer: "Er wirkte wie besessen"

18.02.2026, 15:22 Uhr
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Marius Borg Høiby steht seit Anfang Februar unter anderem wegen Vergewaltigung in Oslo vor Gericht.

Im Prozess gegen Marius Borg Høiby erhebt ein mutmaßliches Opfer schwere Vorwürfe. Der Sohn von Mette-Marit soll sie im Intimbereich berührt und gefilmt haben, während sie schlief. Vor Gericht schildert die Frau verstörende Details der Nacht.

Im Prozess gegen Marius Borg Høiby hat ein mutmaßliches Opfer schwere Vorwürfe erhoben und detailliert geschildert, was sich in einem Hotelzimmer in Oslo abgespielt haben soll. Der älteste Sohn von Mette-Marit soll die Frau 2024 im Intimbereich berührt und gefilmt haben, während sie schlief. "Ich bin mehrfach davon aufgewacht, dass er seine Finger in mir hatte" sagte die Frau laut der norwegischen Zeitung Verdens Gang am zehnten Prozesstag vor Gericht.

Den Angaben zufolge war die Frau im November 2024 mit Freunden für ein Wochenende in Oslo, um ein Konzert der Band Aqua zu besuchen. Bei einem Bekannten lernte sie Høiby kennen. Über Trinkspiele, bei denen sie Kleidungsstücke tauschen sollten, und Gespräche seien sich die beiden nähergekommen.

27 Videos soll es geben

Später hätten sie in dem Hotel, in dem die Frau übernachtete, einvernehmlichen Sex gehabt. Doch die Situation habe sich abrupt verändert, schilderte das mutmaßliche Opfer laut "Verdens Gang": "Er wirkte, als sei er von meinem Unterleib besessen und würde niemals aufhören." Zwischenzeitlich habe sie Blitzlichter wahrgenommen und sofort vermutet, dass sie von Høibys Kamera stammten.

Erst nachdem sie von weiteren mutmaßlichen Betroffenen erfahren habe, habe sie sich an die Polizei gewandt, sagte sie laut "Verdens Gang". Dort sei festgestellt worden, dass aus der Nacht und dem frühen Morgen insgesamt 27 Videos existieren sollen.

Gegen Høiby werden nach norwegischem Recht vier Fälle von Vergewaltigung verhandelt. Die Anklage in dem Prozess, der am 3. Februar in Oslo begonnen hat, umfasst insgesamt 38 Punkte. In drei Fällen soll es zu sexuellen Handlungen ohne Geschlechtsverkehr gekommen sein, in einem Fall zu Geschlechtsverkehr. Sämtliche mutmaßlichen Taten sollen sich laut Staatsanwaltschaft im Anschluss an zunächst einvernehmliche sexuelle Kontakte ereignet haben - meist nach starkem Alkoholkonsum, bei dem die betroffenen Frauen nicht mehr in der Lage gewesen sein sollen, sich zu wehren.

Quelle: ntv.de, lpe/dpa

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