Nach TrunkenheitsfahrtBritney Spears "würde alles tun, um Haftstrafe zu vermeiden"

Anfang März wird Britney Spears beim Fahren unter Alkoholeinfluss erwischt und festgenommen. Nun droht ihr unter Umständen nicht nur der Entzug ihres geliebten Führerscheins. Auch eine Haftstrafe könnte drin sein. Das soll der 44-Jährigen Angst bereiten.
Am Abend des 4. März ist Britney Spears in der Nähe ihres Hauses in Thousand Oaks außerhalb von Los Angeles von einem Polizeibeamten gestoppt worden, weil sie in Schlangenlinien gefahren war. Im Krankenhaus testete man ihr Blut auf Alkohol und Drogen. In den frühen Morgenstunden des 5. März kam sie Berichten zufolge "aufgewühlt und weinend" in eine Zelle, ehe sie drei Stunden später wieder freigelassen wurde.
Man soll bei Spears das verschreibungspflichtige Amphetamin Adderall gefunden haben, das nun auf mögliche illegale Beimischungen untersucht wird. Sollte Spears verurteilt werden, wäre es ihre erste "Driving Under the Influence" (zu Deutsch: Fahren unter Einfluss, kurz: DUI)-Verurteilung inklusive Fahrverbot. Werden illegale Substanzen nachgewiesen, liegt eine Gefängnisstrafe im Ermessen des Richters.
Unterstützer rudern zurück
Dreizehn Jahre lang hatte Spears' Vater Jamie die Vormundschaft für die Popsängerin, die schon früher mit psychischen Problemen kämpfte. Er kontrollierte ihre Finanzen, ihre Karriere und ihr Privatleben. Zeitweise durfte Spears nicht einmal ihre Schlafzimmertür schließen oder allein ein Bad nehmen. 2021 wurde die Vormundschaft nach jahrelangem Kampf seitens ihr selbst und der Social-Media-Bewegung #FreeBritney aufgehoben.
Nun mehreren sich aber selbst bei ihren langjährigen Unterstützern die Stimmen, die eine erneute Vormundschaft befürworten würden. Andere dagegen halten weiter an ihrer Position fest: "Britney ist ein Erwachsener und hat das Recht, ihr Leben selbst zu leben - einschließlich Fehler zu machen", sagt beispielsweise Jordan Miller, Gründer der größten Britney-Fanseite "BreatheHeavy". Doch auch er räumt ein: "Ich glaube, es wäre fair zu sagen, dass Britney von professioneller Unterstützung profitieren könnte."
Sängerin will keine Hilfe
Laut dem US-Klatschportal "TMZ" hatte die Sängerin kurz vor ihrer Verhaftung ihre sogenannten "Sober Coaches" entlassen, also Betreuer, die sie von Alkohol und Drogen fernhalten sollten. Ihre Beziehung zu Paul Soliz, ihrem früheren und vorbestraften Haushaltshelfer, soll zuletzt in die Brüche gegangen sein, was sie weiter destabilisiert habe. Ihr Alltag, so "TMZ", bestehe aus halbnacktem Tanzen und dem Posten von Videos auf Instagram. "Sie redet mit sich selbst und lebt in ihrer eigenen Welt", zitiert das Portal eine Quelle. In den vergangenen zwei Jahren soll die Polizei 14 Mal zu ihrem Haus gerufen worden sein.
Ein Freund der Sängerin schilderte ihre aktuelle Verfassung gegenüber der "Daily Mail" so: "Sie hat Angst. Sie weiß, dass Gefängnis möglich ist, und das hat ihre Aufmerksamkeit. Sie würde alles tun, um das zu vermeiden. Aber sie fürchtet, dass die Leute denken, sie müsse wieder unter eine Vormundschaft gestellt werden. Andere Prominente haben DUIs und niemand schlägt das vor. Sie empfindet das als sehr ungerecht. Freiheit bedeutet ihr alles."
Mutter Lynne kümmert sich
Ihre Mutter Lynne Spears ist inzwischen in Los Angeles eingetroffen, trotz zuvor jahrelanger Spannungen zwischen den beiden. Aus dem Umfeld der Familie heißt es, man diskutiere, ob Britney Spears vor ihrem Gerichtstermin am 4. Mai eine Reha-Klinik aufsuchen solle, um dem Richter ihren guten Willen zu demonstrieren. Sie selbst soll dagegen sein und darauf bestehen, keine Behandlung zu benötigen.
Ebenfalls schmerzhaft wäre für Britney Spears wohl ein Fahrverbot. "Britney ist keine gute Fahrerin und war es nie, aber sie liebt das Fahren", so ein Insider, den "Daily Mail" zitiert. "Für sie steht es für Freiheit." Während der Vormundschaft war ihr das Autofahren weitgehend verwehrt. So wurde es zum Symbol für alles, was ihr genommen worden war.
Die Behörden des Ventura County in Kalifornien haben nach ihrer Verhaftung das Fahndungsfoto übrigens nicht veröffentlicht, während es solche Bilder von Stars wie Lindsay Lohan und Paris Hilton durchaus gibt. Die 44-Jährige hatte Glück, wenn man es so nennen mag, dass in Kalifornien seit 2024 diesbezüglich schärfere Gesetze gelten. Strafverfolgungsbehörden dürfen Mugshots von Personen, die wegen nicht-gewalttätiger Verbrechen festgenommen wurden, nicht mehr einfach so herausgeben.