White-Stripes-Frontmann in NötenNach vermeintlicher Kritik an Taylor Swift beschwichtigt Jack White

Jack White bezeichnet Taylor Swift in einem Interview zumindest indirekt als langweilig. Damit löst der Musiker einen Sturm der Entrüstung aus. Jetzt legt der White-Stripes-Frontmann nach und erläutert seine Aussagen. Ob das die Swifties beschwichtigt?
Manchmal reicht ein Satz in einem Interview, um das halbe Internet gegen sich aufzubringen. Der Musiker Jack White hat das gerade am eigenen Leib erfahren. In einem Gespräch mit dem britischen "The Guardian" wurde der White-Stripes-Frontmann gefragt, ob seine Songs autobiografisch seien. Seine Antwort: "Nicht sehr. Heute ist es durch die Taylor-Swift-Methode, bei der Popsänger über all ihre öffentlich ausgetragenen Trennungen schreiben, sehr populär geworden - was ich überhaupt nicht interessant finde. Ich finde es ein bisschen langweilig, über mich selbst zu schreiben." Das Interview verbreitete sich rasend schnell und der Shitstorm der Swifties folgte prompt.
Einen Tag später sah sich der 50-Jährige zu einer Klarstellung gezwungen. Über seine Instagram-Storys ließ er laut "Rolling Stone" ausrichten, was er eigentlich gemeint habe: "Was ich zu sagen versuchte, war, dass ich es für MICH nicht interessant finde, über MICH SELBST zu schreiben - weil es für mich repetitiv sein könnte und für die Zuhörer uninteressant." Imaginäre Figuren seien für ihn als Autor schlicht attraktiver.
Jack White mit Seitenhieb auf die Medien
Ausdrücklich lobte er dabei Swifts "enormen Erfolg" und betonte, dass sein persönlicher Ansatz kein Maßstab für andere sein solle: "Nur weil ich eine bestimmte Methode habe, bedeutet das nicht, dass alle dasselbe tun sollten."
Seinen Ausrutscher schob White dabei auch der Medienlogik zu. Im "Zeitalter der massiven Nachfrage nach Clickbait und Content" sei er zunehmend desinteressiert an Interviews, schrieb er. Jeder "Fetzen von etwas Interessantem" werde für Dramatik genutzt und "als Köder ausgelegt". Auch im "The Guardian"-Interview erklärt er bereits, dass er schmerzhafte Erfahrungen nicht ins Licht der Öffentlichkeit zerren wolle, damit "irgendein Idiot im Internet darauf herumtrampelt".