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Pitti und Co im frischen Gewand Neue Puppen für Sandmännchen-Klassiker

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Norman Schneider hat sich für die Neuauflage stark an den Originalpuppen orientiert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit 1962 flimmern die Geschichten von Pittiplatsch und Schnatterinchen über die Fernsehschirme. Für neue Folgen der beliebten Freunde des Sandmännchens hat ein Figurenbauer die Originalpuppen nachgebaut und mit einigen Neuerungen versehen.

Für neue Pittiplatsch-Folgen innerhalb der Kinderserie "Unser Sandmännchen" hat ein Figurenbauer aus dem Münsterland dem beliebten Kobold und seinen Freunden neues Leben eingehaucht. Die neuen Handpuppen von Pittiplatsch, der Ente Schnatterinchen und dem Hund Moppi sind die Helden in 13 neuen Abendgruß-Folgen. Sie sollen zum 60. Geburtstag des "Sandmännchens" im November im RBB-Fernsehen und beim Kika ausgestrahlt werden. Der Klassiker Pittiplatsch wird damit erstmals seit 1991 wieder neu produziert.

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Erstmals wird Pittiplatsch ein bewegliches Mündchen haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Puppenbauer aus Sassenberg bei Warendorf, Norman Schneider, hat sich stark an den Originalen orientiert, setzt aber auch auf einige effektvolle Neuerungen. Für den Nachbau von Sandmännchens Freunden musste er auf alte Folgen und Fotos als Anschauungsmaterial zurückgreifen, denn die Originalpuppen sind längst nicht mehr im Fundus. Und so sind Pitti, Moppi und Schnattchen nur auf den ersten Blick die, die sie immer waren: "Heutzutage achtet man darauf, dass die Figuren möglichst so lebendig aussehen, dass man als Betrachter vergisst, dass es Handpuppen sind. Sie sollen zum Leben erwachen", erklärt Schneider.

So ist der neue Kobold Pittiplatsch aus weicherem Material als sein Vorgänger und wird erstmals ein bewegliches Mündchen haben. Statt der einst einfach bemalten Halbkugeln als Augen strahlen jetzt Glasaugen aus seinem Gesicht, die je nach Lichteinfall bernsteinfarben funkeln. Durch das mit einem Seilzug bewegliche Mündchen und die weiche Struktur habe der Puppenspieler viel mehr Möglichkeiten für Mienenspiele des Kobolds.

Mehr Möglichkeiten für Mienenspiel

Mit ihren neuen Flügelchen wird Schnatterinchen künftig zupacken können. Je nach Szene kann das Entchen demnächst sogar Bein zeigen. Moppis früher leicht hängende Mundwinkel und ein schräg nach oben gerichteter Blick sind korrigiert worden. Dadurch kann er nun aus vollem Halse lachen, die Brauen hochziehen und im nächsten Moment grimmig oder erstaunt gucken. "Es ist ein großes Glück, wenn es gelingt, die Figuren so ausdrucksstark zu machen", sagt Schneider.

1962 hatte Pittiplatsch seinen ersten Abendgruß-Auftritt und wurde schnell ein Renner im Kinderfernsehen der DDR. Für viele heutige Eltern und Großeltern im Osten gehörten seine Sendungen zu den ersten Fernseherfahrungen. Bis heute ist das Streiche ausheckende Trio um Pittiplatsch beliebt bei Kindern. Und das, obwohl seit 1991 nur Wiederholungen zu sehen waren.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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