Rolle ging an Margot Robbie"Nicht hübsch genug": Jennifer Lawrence über Tarantino-Casting

In einem Interview spricht Jennifer Lawrence darüber, für eine Hauptrolle im Tarantino-Film "Once Upon a Time... in Hollywood" im Gespräch gewesen zu sein. Doch wegen Kritik an ihrem Aussehen im Internet habe sie die Rolle nicht bekommen. Tarantino selbst beschreibt das Ganze etwas anders.
Jennifer Lawrence sorgt mit einer pikanten Enthüllung für Aufsehen: Die Oscar-Preisträgerin behauptet, dass sie eigentlich für eine Hauptrolle in Quentin Tarantinos Film "Once Upon a Time... in Hollywood" aus dem Jahr 2019 vorgesehen war. Doch statt an der Seite von Leonardo DiCaprio und Brad Pitt zu spielen, ging die Rolle der Sharon Tate an Margot Robbie. Der Grund? Angeblich habe das Internet sie schlicht für nicht attraktiv genug befunden.
Im Podcast "Happy Sad Confused" von Moderator Josh Horowitz stellte sich Lawrence den Fragen zu ihrer Hollywood-Karriere. Als Horowitz das Gerücht ansprach, Tarantino habe sie ursprünglich besetzen wollen, reagierte die Schauspielerin überraschend direkt. Ja, das stimme, erklärte Lawrence. "Aber dann hieß es überall: 'Sie ist nicht schön genug, um Sharon Tate zu spielen.'"
Kritische Äußerung über Lawrence' Aussehen
Der Podcast-Gastgeber wollte das nicht gelten lassen und widersprach seiner prominenten Gesprächspartnerin. Doch Lawrence blieb bei ihrer Version der Ereignisse und zeigte sich überzeugt davon, dass die Geschichte so passiert sei: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass es stimmt. Oder es ist so, dass ich die Geschichte schon so lange so erzähle, dass ich sie selbst glaube." Vielleicht habe Tarantino die "Hunger Games"-Darstellerin auch nie wirklich für die Rolle in Betracht gezogen, "und das Internet hat mich einfach so als hässlich bezeichnet", ergänzte sie sarkastisch.
Was Jennifer Lawrence in dem Gespräch nicht explizit erwähnte: Es gab tatsächlich eine sehr konkrete Quelle für die Kritik an ihrer Besetzung. Debra Tate, die Schwester der 1969 ermordeten Schauspielerin Sharon Tate, hatte sich 2017 in einem Interview mit "TMZ" zur Besetzungsfrage geäußert. Tate erklärte damals, sie halte Margot Robbie für die ideale Wahl - wegen ihrer physischen Schönheit und der Art, wie sie sich bewege. Über Jennifer Lawrence hingegen sagte sie wörtlich, diese sei zwar eine talentierte Schauspielerin, aber schlicht "nicht hübsch genug", um ihre Schwester zu spielen. "Das ist zwar eine schreckliche Aussage, aber ich habe meine Standards", so Tate.
Regisseur Quentin Tarantino selbst erklärte im Podcast "WTF" aus dem Jahr 2021, er habe durchaus mit dem Gedanken gespielt, Lawrence für "Once Upon a Time... in Hollywood" zu besetzen - allerdings nicht als Sharon Tate. Vielmehr habe er sie sich in der Rolle der Sekten-Anhängerin Squeaky Fromme vorstellen können, die letztlich von Dakota Fanning gespielt wurde. Lawrence sei sogar zu ihm nach Hause gekommen, um das Drehbuch zu lesen, doch dann habe "etwas nicht funktioniert".