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"Wirst nie einen Cent verdienen" Niemand glaubte an Anistons Erfolg

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Hörte zum Glück nicht auf die Ratschläge ihrer Eltern: Jennifer Aniston.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

Sie gehört zu den bestbezahlten Schauspielerinnen der Welt und die halbe Welt liegt ihr zu Füßen: Jennifer Aniston hat erreicht, wovon viele nur träumen können. Doch mit diesem irren Erfolg hätte die "Friends"-Darstellerin nie gerechnet - und ihre Familie schon gar nicht.

Mit der Rolle der Rachel Green in der Hitserie "Friends" wurde Jennifer Aniston im Jahr 1994 über Nacht weltberühmt. Seitdem hat die 50-Jährige eine Wahnsinnskarriere hingelegt. Als Fernseh- und Filmstar gehört sie mit einem geschätzten Vermögen von mindestens 250 Millionen US-Dollar zu einer der erfolgreichsten Schauspielerinnen aller Zeiten. Umso erstaunlicher ist daher die Bombe, die sie jetzt im "People"-Magazin platzen ließ.

Denn dort verriet Aniston nun, dass sie selbst nie an einen Erfolg im Showbusiness geglaubt hatte. Doch damit nicht genug - auch von ihrer Familie erhielt sie demnach in der Anfangszeit nicht viel Unterstützung. Erst in ihren Zwanzigern, als "Friends" mitten im Gange war, habe sie es endlich geschafft, an sich selbst zu glauben. Wie sie das geschafft hat? "Indem ich in Bezug auf meine Beziehung zu meiner Familie ehrlich zu mir selbst war", so Aniston.

Nachdem sie angefangen habe, ehrlich mit ihrer Familie zu sein, hätte sich dies auch in ihrer Arbeit widergespiegelt, sagte sie "People" nun. Es habe sie angespornt, ihren Verwandten mit Selbstbewusstsein gegenüber zu treten: "Wenn es in meiner Familie irgendwelche Pessimisten gab, die sagten: 'Du wirst nie einen Cent verdienen' - beobachtet mich einfach. Droht mir nicht auf diese Art. Gott weiß, jetzt werde ich ein paar Cent verdienen!"

"Werd' lieber Ärztin"

Aniston wuchs in einer zerrütteten Hollywood-Familie auf. Von ihren Ambitionen, Schauspielerin zu werden, hielten die Eltern nach eigenen Angaben nicht viel. "Der Rat meines Vaters war immer: 'Tu es nicht. Werd' lieber Ärztin oder Awältin.' Er wollte nicht sehen, wie mir das Herz gebrochen wird, weil er wusste, wie hart das Business ist", sagte Aniston der britischen "Daily Mail" vor einigen Jahren. Ihre Mutter sei dagegen übermäßig kritisch und unversöhnlich mit ihr gewesen - aus Enttäuschung, nicht die "Modeltochter" bekommen zu haben, die sie sich immer gewünscht hatte.

Ihr Vater, John Aniston, ist seit 1985 in der Seifenoper "Days of Our Lives" zu sehen. Er verließ seine Frau, Schauspielerin und Model Nancy Dow, und Tochter sehr früh. Die Mutter-Tochter-Beziehung sei immer angespannt gewesen, verriet Aniston der "Daily Mail" weiter. "Sie war ein Model und es ging ihr nur um die Präsentation und darum, wie sie aussah und wie ich aussah." Das habe sie jedoch nur weiter angespornt, noch härter zu arbeiten.

Nachdem Dow 1999 ungefragt ein Buch über Aniston schrieb mit dem Titel "From Mother and Daughter to Friends: A Memoir", brach Aniston den Kontakt ab. Viele Jahre später habe sie erst gemerkt, dass ihre Mutter es nur gut gemeint habe. Kurz vor Dows Tod im Jahr 2016 näherten sich die beiden Frauen wieder an.

Quelle: ntv.de, lri