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Menschenblut in der Sohle Nike beendet Streit um "Satan-Schuhe"

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Rapper Lil Nas X verkaufte 666 Exemplare der "Satan-Schuhe".

(Foto: dpa)

Passend zu seinem aktuellen Musikvideo verkauft Rapper Lil Nas X "satanische Sneaker". Doch die Schuhe, die einen Tropfen Menschenblut in der Sohle beinhalten sollen, treten einen höllischen Streit los: Nike passt das überhaupt nicht und klagt - mit Erfolg.

Nike hat in den USA mit einer Klage wegen Markenrechtsverletzung um Sneaker mit satanischen Motiven gegen ein kleines Unternehmen Erfolg gehabt. Die Firma, MSCHF Product Studio, einigte sich mit dem Sportartikelhersteller und bietet an, die an Verbraucher verkauften Schuhe zurückzuerwerben, wie Nike mitteilte. MSCHF hatte in Zusammenarbeit mit dem Rapper Lil Nas X ein individualisiertes Paar Sneaker mit satanischen Motiven herausgebracht.

Die rot-schwarzen Schuhe, die ein Nike-Logo an der Seite tragen, sorgten in den sozialen Medien für Aufregung. 666 Paare waren zum Einzelpreis von 1018 US-Dollar schnell ausverkauft, wie die auf virales Produktmarketing spezialisierte Firma aus Brooklyn mitteilte. Die Turnschuhe haben eine rote Flüssigkeit in der Sohle, die laut MSCHF einen Blutstropfen enthält. An der Seite ist ein Verweis auf die Bibelstelle Lukas 10, Vers 18, aufgenäht und ein bronzenes Pentagramm an den Schnürsenkeln abgebildet.

Nike hatte sich von dem Produkt distanziert. "Die Satan-Schuhe wurden ohne die Zustimmung oder Autorisierung von Nike produziert, und Nike steht in keiner Weise mit diesem Projekt in Verbindung", hatte es in einer Erklärung des Sportartikelherstellers geheißen. Nike habe auch keine Beziehung zu Lil Nas X oder MSCHF.

Besonders in konservativen Kreisen erregte die Marketingaktion Aufsehen. Die republikanische Senatorin des US-Bundesstaats South Dakota, Kristi Noem, erzürnte sich über den Internet-Verkauf. "Wir kämpfen alle für die Rettung der Seele unserer Nation", twitterte Noem. "Wir müssen diesen Kampf verbissen und intelligent fortsetzen. Wir müssen gewinnen." Der 21-jährige Lil Nas X hatte zuletzt ein Video auf YouTube gestellt, auf dem es so wirkte, als wolle er sich entschuldigen. Danach schwenkte das Video auf seinen Clip "Montero", auf dem zu sehen ist, wie er auf den Schenkeln des Teufels einen lasziven Tanz aufführt. MSCHF hatte auch schon einmal "Jesusschuhe" in sein Verkaufsprogramm aufgenommen. Damals klagte Nike nicht.

Quelle: ntv.de, ses/DJ/dpa

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