Unterhaltung

Christian Lindner freut sich Paul van Dyk ist jetzt FDP-Mitglied

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Vom DJ-Pult in die Politik: Paul van Dyk.

(Foto: imago images/POP-EYE)

Mitglieder können die Parteien immer gut gebrauchen. So auch die FDP. Dabei erhalten die Liberalen nun sogar prominente Unterstützung: Star-DJ Paul van Dyk hat bei ihnen angeheuert. Das dürfte auch mit der Kritik des Musikers an der Corona-Politik zu tun haben.

DJ Paul van Dyk ist nach seiner Kritik an der Corona-Politik nun Mitglied in der FDP. Die Partei bestätigte den Eintritt des Künstlers, der damit einer von derzeit etwa 67.000 Freien Demokraten in Deutschland geworden ist.

Der in Eisenhüttenstadt als Matthias Paul geborene van Dyk hatte bereits im September vergangenen Jahres zu den Unterzeichnern eines offenen Briefes gehört, in dem mehr politische Unterstützung für die Kulturschaffenden in der Corona-Pandemie gefordert wurde. "Ignorieren Sie nicht Ihre künftigen Wähler und ignorieren Sie nicht das, was wir geschaffen haben", hieß es darin unter anderem.

"Nicht nur, wenn die Sonne scheint"

Im Februar dann führte er ein Podcast-Gespräch mit FDP-Chef Christian Lindner. "Viele Bürger haben ihre Perspektive verloren, ihr soziales Umfeld verloren. Und es geht dabei um den kompletten Kultur-, Kunst- und Eventbereich, erklärte der 49-Jährige darin. "Kultur kann nicht nur der Kitt der Gesellschaft sein, wenn die Sonne scheint. Sie muss es auch jetzt, in diesen schweren Zeiten, sein", betonte er zudem.

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Dass der DJ nun selbst politische Verantwortung übernehmen will, freut Lindner. "Paul van Dyks Mitgliedschaft bei den Freien Demokraten ist eine Unterstützung für unsere Politik von Freiheit und Verantwortung, die in der Pandemie-Bekämpfung die Bürgerrechte wahrt und die sozialen Folgen des Stillstands nicht vergisst", kommentierte er den Parteieintritt des Musikers. Vor dem Hintergrund der Debatte um die Grundrechte während der Corona-Pandemie verzeichnet die FDP nach eigenen Angaben derzeit generell einen Zuwachs an Mitgliedern.

Paul van Dyk begann seine DJ-Karriere zur Techno-Hochzeit Anfang der 1990er-Jahre. In der Folge stieg er zu einem international gefeierten Star der elektronischen Musik-Szene auf. Schlagzeilen machte er zudem mit einem tragischen Unfall während eines Auftritts 2016 im niederländischen Utrecht, bei dem er von der Bühne sechs Meter in die Tiefe stürzte. Mit den gesundheitlichen Folgen des Unglücks hat er bis heute zu kämpfen.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

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