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Letztes Interview des Fotografen Peter Lindbergh hat zu sich selbst gefunden

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"Negative Gefühle habe ich sowieso nicht", sagte Lindbergh in seinem letzten Interview.

(Foto: imago/Future Image)

Der plötzliche Tod Peter Lindberghs bestürzt die Mode- und Promiwelt. Ein wenig Trost gibt es für seine Fans dennoch: Die "Vogue" veröffentlicht ihr letztes Interview mit dem Star-Fotografen. Darin spricht er über sein Leben, das Älterwerden und wie er zu sich selbst gefunden hat.

Der deutsche Star-Fotograf Peter Lindbergh starb am vergangenen Dienstag im Alter von 74 Jahren. In der Woche davor gab er das letzte Interview vor seinem Tod, das nun veröffentlicht wurde. Im Podcast "Vogue Stories" der deutschen "Vogue"-Ausgabe sprach er unter anderem darüber, wie er zu sich selbst gefunden habe.

"Ich meditiere seit 40 Jahren. Dadurch weiß man ein bisschen besser, wer man ist. Man muss einfach den Zugang zu allen Sachen finden, die man so gesehen hat. Alles, was man sieht, alles, was man hört und riecht und alles, was man sagt, bleibt in einem drin. Das ist da, in einem selber, und das muss man benutzen. Die meisten Leute wissen das nicht. Den größten Schatz der Welt schleppen sie mit sich herum."

Es gebe auch schon lange nichts mehr, wovor er Angst habe, sagte Lindbergh. "Negative Gefühle habe ich sowieso nicht. Aber das ist toll, finde ich, wenn man weiß, dass man unverletzlich ist. Ich wüsste nicht, was mir jemand antun könnte, was mich auf den Boden schmeißt. Es gibt ja Leute, die haben ein Hautkrebschen am dicken Zeh und springen aus dem Fenster." Es gebe nur eine Sache, die ihn aus dem Gleichgewicht bringen könne: "Das Einzige wäre, wenn irgendwas Brutales mit den Kindern passiert."

Älterwerden ist "nichts Tragisches"

Lindbergh sprach mit der "Vogue" auch über sein Alter und ob er in seinem Leben etwas bereut habe. "Die falsche Entscheidung war, dass ich zu viel gearbeitet habe. Zu wenig Zeit gehabt zu haben für alles um sich herum", sagte der Fotograf. Das Älterwerden sei für ihn "eigentlich gar nichts Tragisches. Was die Arbeit angeht oder auch den Kopf angeht, ist einiges sehr viel toller als früher. Man denkt so anders über Dinge nach." In seiner Karriere habe er eine große Lektion gelernt: "Nie zu denken, dass man irgendetwas Tolles gemacht hat."

Neben seiner Frau Petra und seiner ersten Frau Astrid hat Lindbergh seine vier Söhne Benjamin, Jérémy, Simon und Joseph sowie sieben Enkelkinder hinterlassen. Für die "Vogue" hatte er zuletzt starke Frauen fotografiert, unter anderem Greta Thunberg, Schauspielerin Salma Hayek und die Premierministerin von Neuseeland, Jacinda Ardern.

Viele Stars trauern in den sozialen Medien um den bedeutenden Modefotografen. Unter ihnen sind neben Herzogin Meghan und Prinz Harry auch Lara Stone, Linda Evangelista, Victoria und David Beckham sowie Diane Kruger und Charlize Theron.

Quelle: ntv.de, lri/spot