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Besonderer Dank aus Manchester Popstar Ariana Grande wird "Mancunian"

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Für Ariana Grande änderte der Stadtrat eigens die Regeln für die Ernennung von Ehrenbürgern.

(Foto: imago/UPI Photo)

Nach dem Terroranschlag auf ihr Konzert in Manchester organisiert US-Sängerin Ariana Grande ein Benefiz-Konzert für die Opfer und ihre Angehörigen: Die Stadt bedankt sich auf besondere Weise - und kürt die US-Amerikanerin zu einer von ihnen. Ehrensache.

US-Sängerin Ariana Grande wird Ehrenbürgerin der Stadt Manchester. Grande "spendete Tausenden Trost und sammelte Millionen mit ihrem One Love Manchester Benefiz-Konzert", sagte Ratschef Richard Leese nach einer Abstimmung. An der Versammlung im Rathaus der nordenglischen Stadt nahmen auch Angehörige der Opfer des Terroranschlags vom 22. Mai teil. Ein Selbstmordattentäter hatte sich nach dem Konzert der Sängerin in die Luft gesprengt. Dabei hatte er 22 Menschen getötet und viele weitere verletzt.

Es war der schwerste Anschlag in Großbritannien, seit im Juli 2005 52 Menschen in London bei einer Attentatsserie in U-Bahnen und Bussen getötet wurden. Die Stadt hatte für Grande eigens eine Regeländerung beschlossen, nach der auch Menschen Ehrenbürger von Manchester werden können, die nicht in der Stadt wohnen. Die Einwohner der Stadt nennen sich selbst "Mancunians". Leese hatte erklärt, dies sei ein passender Moment, die Regeln für die Ehrenbürgerschaft zu ändern.

Alle könnten stolz darauf sein, wie die Stadt reagiert habe, "mit Liebe und Mut anstatt Hass und Angst", so Leese. Ariana Grande habe diese Reaktion beispielhaft vorgelebt. Nach dem Anschlag hatte Grande ihre Konzerttour zunächst unterbrochen. Am 4. Juni organisierte sie dann ein Benefiz-Konzert mit 50.000 Teilnehmern, das umgerechnet 3,4 Millionen Euro für die betroffenen Familien einbrachte und Stars wie Pharrell Williams, Robbie Williams, Katy Perry oder Miley Cyrus nach Manchester brachte.

Anschlagsdrohung in Costa Rica

Die 23-jährige Grande selbst sang zum Abschluss des Benefiz-Konzerts den Musikklassiker "Somewhere over the Rainbow" - sichtlich bewegt und mit Tränen in den Augen. Die Botschaft kam an. Für ihr Engagement erntete die Sängerin nicht nur in Manchester viel Lob.

Dennoch verfolgte sie der Anschlag, nachdem sie ihre Welttournee fortgesetzt hatte. Erst am vergangenen Sonntag war in Costa Rica ein Mann festgenommen worden, der mit einem Anschlag auf das Konzert von Grande vor 14.000 Fans gedroht hatte. Trotz der Festnahme des 22-jährigen Kolumbianers hatte das Konzert unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden müssen.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa

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