Unterhaltung

Eine Woche vor Tod des Sängers Prince-Freundin spricht über Notlandung

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Versehentliche Überdosis: Schon Wochen vor seinem Tod soll Prince zu Schmerzmitteln im Übermaß gegriffen haben.

(Foto: AP)

Im April erschüttert der Tod der Musiklegende Prince die Pop-Welt. Bereits eine Woche vor der Schreckensnachricht sorgt der US-Sänger für Schlagzeilen, als sein Privatjet notlanden muss. Mit an Bord ist auch sein musikalischer Schützling Judith Hill.

Der im April gestorbene US-Sänger Prince hat eine Woche vor seinem Tod ganz plötzlich das Bewusstsein verloren. Judith Hill, eine mit Prince befreundete Sängerin, berichtete der "New York Times", wie sie zusammen mit dem Musiker im Flugzeug saß und sich mit ihm unterhielt, als er plötzlich bewusstlos wurde. Der Vorfall löste eine Notlandung aus.

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In der Schicksalsnacht an der Seite des Pop-Sängers: Judith Hill.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach dem letzten Konzert von Prince am 15. April in Atlanta begleitete Hill den Sänger in dessen Privatflugzeug zurück nach Minneapolis, Princes Heimatstadt. Die beiden unterhielten sich bei Pasta und Gemüse, als plötzlich "seine Augen stillstanden" und der Sänger eingenickt zu sein schien, wie die 32-Jährige berichtete. "Zum Glück sah ich direkt in sein Gesicht", sagte Hill. So habe sie erkannt, dass er bewusstlos war und nicht eingenickt war.

Hill und der einzige andere Passagier im Flugzeug, Princes Freund und Mitarbeiter Kirk Johnson, gelang es nicht, den Musiker aufzuwecken. Sie alarmierten den Piloten, der daraufhin eine Notlandung in Moline im Bundesstaat Illinois einlegte.

"Er wollte das Richtige tun"

"Wir wussten, dass es eine Frage der Zeit war, dass wir landen mussten", sagte Hill der "New York Times". "Wir hatten nichts im Flugzeug, um ihm zu helfen." Bei der Landung stand bereits ein Krankenwagen bereit. Prince wurde dem Bericht zufolge mit einem Medikament behandelt, das bei einer Überdosis von Opiaten eingesetzt wird - dies war auch kurz nach seinem Tod berichtet worden.

Nach mehreren Stunden im Krankenhaus setzte der Sänger seine Heimreise fort. In der Öffentlichkeit begründete der 57-Jährige die Notlandung anschließend mit einer Grippe. Laut "New York Times" wollte Prince anfänglich keine weitere medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, ließ sich dann aber doch von einem Spezialisten in Kalifornien untersuchen.

"Er tat das, weil er besorgt war, und weil er das Richtige für seinen Körper tun wollte", sagte Hill. "Und das ist das, was mir das Herz bricht, weil er es versucht hat. Er hat es versucht." Am 21. April wurde Prince in seinem Anwesen Paisley Park tot aufgefunden. Nach offiziellen Angaben starb er an einer versehentlichen Überdosis eines Schmerzmittels.

Hill sagte, sie habe trotz ihrer engen Freundschaft zu Prince nichts von dessen gesundheitlichen Problemen gewusst. Seine Todesumstände seien "sehr schockierend".

Quelle: ntv.de, ath/AFP

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