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Gerangel mit der Polizei Prinz Ernst August landet in der Psychiatrie

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Opfer oder Täter? Prinz Ernst August von Hannover.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Erinnern Sie sich noch an Prinz Ernst August von Hannover? Einst war er regelmäßig für einen Skandal gut, doch inzwischen ist es um den krebskranken 66-Jährigen ruhig geworden. Bis jetzt. Aus Österreich liefert der Welfen-Sohn Stoff für eine irre Geschichte.

Es gab eine Zeit, in der produzierte Prinz Ernst August von Hannover eine skandalträchtige Schlagzeile nach der anderen. Sein bis heute bekanntestes Husarenstück war vermutlich die Affäre, die ihm den unschönen Beinamen "Pinkelprinz" einbrachte. So wurde er während der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover dabei abgelichtet, wie er an den türkischen Pavillon urinierte.

Doch seit geraumer Zeit ist es deutlich stiller um den Prinzen aus dem Geschlecht der Welfen geworden. Ein Grund dafür dürften auch die gesundheitlichen Probleme des 66-Jährigen sein. Anfang 2019 wurde bei ihm Krebs diagnostiziert.

Nun jedoch liefert Ernst August mal wieder den Stoff für eine ansehnliche Skandal-Geschichte. Oder ist womöglich er das Opfer der Ereignisse, die sich am frühen Mittwochmorgen in Österreich zugetragen haben? Die Schilderung des Prinzen weicht von der Darstellung der Polizei dann doch ein klein wenig ab.

Von Polizisten zusammengeschlagen?

So viel scheint klar: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es zu einem Polizeieinsatz auf dem Grundstück des Prinzen im österreichischen Grünau, nachdem Ernst August selbst die Beamten alarmiert hatte. Der österreichischen "Kronen"-Zeitung erklärte der Welfe hierzu, er habe den Notruf getätigt, weil er unterzuckert gewesen sei. Doch anstatt ihm in seiner Situation zu helfen, hätten ihn die eintreffenden Ordnungshüter grundlos attackiert, will er sich erinnern.

"Er hat gemeint, er wäre von zwei Polizisten bei ihm zu Hause zusammengeschlagen worden. Diese hätten ihm Handschellen angelegt, ihm die Hose runtergezogen und ihn über den Boden geschliffen", erläutert "Kronen"-Redakteur Philipp Zimmermann im Gespräch mit RTL die Aussagen des Prinzen gegenüber seiner Zeitung.

Polizist ins Gesicht geschlagen?

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Glaubt man dagegen den Ordnungskräften, lief der Vorfall komplett anders ab. Laut ihrer Darstellung der Ereignisse zeigte sich Ernst August gegenüber den Polizisten, die er selbst gerufen hatte, äußerst aggressiv. Demnach "schlug der Prinz einem Beamten ins Gesicht und wurde erst daraufhin fixiert", weiß "Kronen"-Journalist Zimmermann zu berichten. Angeblich bedrohte Ernst August die Polizisten sogar mit einem Messerschleifer.

Welche Version auch immer zutrifft, fest steht: Am Ende landete Ernst August sogar für mehrere Stunden in der Psychiatrie. Aus Sicht der Polizei wurde der Prinz aus Gründen des "Selbstschutzes" dorthin gebracht. Ernst August indes sieht das natürlich völlig anders. Er denkt darüber nach, jetzt Polizei und Klinik zu verklagen. Mit anderen Worten: Der Skandal geht womöglich schon bald in die nächste Runde.

Quelle: ntv.de, vpr