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Keine Antwort auf Epstein-FragePrinz William geht in Saudi-Arabien mit Frauen kicken

11.02.2026, 10:54 Uhr
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Kick it like William - der Prinz beim Fußball in Saudi-Arabien. (Foto: getty/ Aaron Chown - Pool / Getty Images / Spot On)

Möglicherweise ist Prinz William ganz froh, dass er sich seit Wochenbeginn fern der britischen Heimat befindet: auf einer Stippvisite in Saudi-Arabien. Doch der Jeffrey-Epstein-Skandal holt ihn auch hier ein - sogar am Rande des Fußballplatzes.

Prinz William befindet sich seit Anfang der Woche zu einem offiziellen dreitägigen Besuch in Saudi-Arabien. Nun unternahm der britische Thronfolger im Rahmen seines Aufenthaltes einen Abstecher zum Training junger Fußballerinnen in der saudischen Hauptstadt Riad. Er schaute bei der Übungseinheit zu und tauschte sich anschließend mit den Athletinnen über ihre Erfahrungen im Sport aus.

Frauen durften in dem Land bis 2018 keine Sportveranstaltungen in Stadien besuchen, auch Sportunterricht für Mädchen wurde erst 2017 eingeführt. Dass ausgerechnet Fußball am zweiten Tag im Zentrum von Williams Besuch stand, ist kein Zufall: Der Prinz von Wales ist Schirmherr des englischen Fußballverbands und nutzt seine Rolle oft, um den Sport als verbindendes Element hervorzuheben.

Zuvor hatte William dem Kronprinzen von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman, bereits ein Fußballtrikot der englischen Nationalmannschaft geschenkt. Dieses hatte dereinst der Kapitän der Three Lions, Harry Kane, getragen.

Elfer verwandelt

Auf dem Fußballplatz beschränkte sich William nicht auf die Zuschauerrolle. Stattdessen stieg er ins Training mit ein. Er schoss einen Elfmeter, den er sicher verwandelte - es stand allerdings auch niemand im Tor.

Zudem besuchte Prinz William ein E-Sports-Turnier in Riad und erkundete einen Abschnitt des 135 Kilometer langen Sports Boulevard. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk aus Sportanlagen, Grünflächen sowie Rad- und Wanderwegen, das auch für die von William initiierte Umweltschutz-Auszeichnung Earthshot Prize nominiert wurde.

William sprach mit Anwohnern, die das Stadtentwicklungsprojekt nutzen, darunter Reem Alrowaili und ihre siebenjährige Tochter Eliana Mufti. Alrowaili berichtete: "Ich habe die alten Zeiten erlebt, in denen wir nichts tun durften. Jetzt bin ich wirklich froh für meine Tochter, dass sie ein gutes, besseres Leben haben wird."

Ein Reporter fragte Prinz William am Rande des Fußballplatzes in Riad zweimal: "Inwieweit glauben Sie, dass die königliche Familie im Fall Epstein genug getan hat?" Ob der Prinz die Frage aus der Entfernung überhaupt gehört hat, ist unklar. Er reagierte nicht darauf. William und Kate hatten am Montag erstmals öffentlich zu dem Skandal Stellung genommen. Sie erklärten, sie seien "zutiefst besorgt" über die neuesten Enthüllungen und ihre Gedanken seien bei den Opfern.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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