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Show nach Sex-Vorwürfen abgesagt R. Kelly weicht nach Bayern aus

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In Baden-Württemberg nicht willkommen: US-Musiker R. Kelly will jetzt im bayerischen Neu-Ulm auftreten.

(Foto: picture alliance/dpa)

In einer Dokumentation erheben Frauen schwere Missbrauchsvorwürfe gegen den US-Sänger R. Kelly. Eine Online-Petition mit 41.000 Unterschriften macht gegen Kellys Auftritte in Deutschland mobil. Nach einer Absage in Baden-Württemberg weicht der Sänger jetzt nach Bayern aus.

Der umstrittene US-Musiker R. Kelly will nach Protesten gegen sein Konzert in Baden-Württemberg nun in Bayern auftreten. Für den 12. April ist ein Auftritt in Neu-Ulm geplant. Die Homepage der Ratiopharm Arena in der schwäbischen Stadt bewirbt das Konzert, Tickets sind für rund 100 Euro zu haben. Eine Sprecherin der Arena bestätigte den geplanten Auftritt des Musikers, der in den USA unter Missbrauchsverdacht steht.

Gegen den R&B-Künstler ("I Believe I Can Fly") waren Anfang Januar in der amerikanischen TV-Dokumentation "Surviving R. Kelly" Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erhoben worden. Die Vorwürfe reichen bis in die 90er-Jahre zurück. Kelly hat die Taten mehrfach abgestritten.

Ein geplantes Konzert in Sindelfingen bei Stuttgart hatten zuvor Zehntausende Menschen mit einer Online-Petition verhindert. Kelly plant im Frühling zwei Konzerte in Deutschland. Zwei Tage nach dem Auftritt in Neu-Ulm will er am 14. April in Hamburg auf der Bühne stehen. Die Petition gegen seine Deutschlandkonzerte hatte am Donnerstagvormittag fast 41.000 Unterzeichner.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

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