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"Fade, geistlos, Plastik" Russell Brand zieht über Katy Perry her

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Die Schöne und das Biest: Katy Perry und Russell Brand bei den MTV Video Music Awards 2011 in Los Angeles.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Sie heirateten mit allem Pomp - doch nach 14 Monaten war die Ehe von Katy Perry und Russell Brand schon wieder am Ende. Das scheinbare Glamour-Traumpaar entpuppte sich als Horror-Duo. In einer Dokumentation zieht Brand jetzt über seine Ex vom Leder.

Okay, ein bisschen wirkten sie von Anfang an wie die Schöne und das Biest: US-Pop-Schnuckel Katy Perry und der britische Chaos-Komiker Russell Brand. Doch Gegensätze ziehen sich ja angeblich an - und so hätte man dem ungleichen Paar durchaus zugetraut, eine dauerhafte Beziehung zu führen. Zumal die beiden auch wirklich alles dafür taten, ihre Verbindung nach allen Regeln der Kunst zu zelebrieren.

Die Hochzeit im Oktober 2010 fand nicht etwa irgendwo im schnöden Großbritannien oder den USA statt, sondern im indischen Bundesstaat Rajasthan. Brand ritt - begleitet von Elefanten und Kamelen - auf einem Pferd zur Feier. Dann ließ er sich auf einem Thron nieder, ehe sich er und die mit Henna bepinselte Perry nach hinduistischem Ritual das Jawort gaben.

Trennung per SMS

Klotzen statt kleckern, lautete also die Devise. Doch allem Pomp und Kitsch zum Trotz zeigten sich schon alsbald Risse in der scheinbaren Traumpaar-Fassade. Nur 14 Monate später war es dann auch schon so weit: Brand reichte die Scheidung ein. Perry behauptete später, er habe sie darüber per SMS informiert. Im Mai 2015 erklärte sie gegenüber dem "Daily Telegraph" zudem, sie habe seit dem Erhalt der entsprechenden Text-Mitteilung kein Wort mehr mit ihrem Ex gewechselt.

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Ja, irgendwann war es auch mal Liebe.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Statt miteinander sprachen die beiden in den vergangenen Jahren häufiger übereinander. Auch Brand öffnete etwa in einem Gespräch mit Talkradio-Moderator Howard Stern 2012 sein Herz - ohne dabei ein schlechtes Wort über seine Verflossene zu verlieren. "Es war eine wunderbare Beziehung. Ich habe sie so sehr geliebt, dass die Heirat einfach vernünftig erschien", schwärmte Brand da noch von Perry, auch wenn sie sich dann auseinandergelebt hätten. "Ich möchte ihr auf keinen Fall irgendwie wehtun. Sie ist jünger als ich, sie ist eine junge Frau. Sie ist schön und sensibel - und liegt mir sehr am Herzen."

"Hart getroffen"

Wenn man nun jedoch die Äußerungen Brands, die in der neuen Dokumentation "Brand: A Second Coming" zu hören sind, vernimmt, kommen an seiner angeblichen Wertschätzung für die Ex durchaus Zweifel auf. Der Filmemacher Ondi Timoner hatte den Komiker mit der Kamera begleitet, in einer Zeit, als dieser noch mit der Popsängerin zusammen war. Und schon damals hatte der Brite offenbar einige Probleme mit dem Leben an der Seite von Perry.

*Datenschutz

"Die Erlebnisse in Amerika haben mich wirklich hart getroffen", zitiert die "Daily Mail" Aussagen Brands in dem Film. "Ich werde mit Dingen in Verbindung gebracht, die ich zutiefst verabscheue: Fade, leere, Plastik-, konstruierte, geistlose Promis. In diesem See schwimmen wir nun. 'Oh, wer ist er?' - 'Er ist der Mann von Katy Perry.'"

In einer weiteren Szene ist Brand zu sehen, wie er im Gespräch mit seinem Freund Stephen Merchant bereits über das Ende seiner Ehe spekuliert: "Ich habe den Verdacht, dass ich, um glücklich zu sein, an einem bestimmten Punkt gehen muss." Auch der ebenfalls mit dem Komiker befreundete Ex-Oasis-Musiker Noel Gallagher wird in einem Moment gezeigt, in dem er Zweifel an der Beziehung von Brand und Perry äußert.

Katy Perry tief "verletzt"

Die Sängerin soll auf die Veröffentlichung des Filmmaterials aufgebracht und verletzt reagiert haben. Das britische Magazin "Grazia" zitiert einen angeblichen Insider mit den Worten: "Es schmerzt Katy wie die Hölle, ihre leidvolle Ehe noch einmal so durchleben zu müssen."

Zu Brands Ehrenrettung sei gesagt, dass er wohl gegen eine Aufnahme der entsprechenden Passagen in den Film war. Es sei für ihn "unangenehm" gewesen, die Dokumentation anzuschauen, erklärt der heute 40-Jährige auf seiner Webseite. Dennoch halte er Timoner für "eine wunderbare Person und einen unvergleichlich integren Regisseur". Der Filmemacher selbst erklärte: "Ich habe für Russell aus ethischen Gründen einige Sachen aus dem Film genommen." Womöglich hat Brand also während der Dreharbeiten sogar noch derber vom Leder gezogen, als nun in der Endfassung des Streifens ohnehin schon zu sehen ist. Nicht unbedingt die feine englische Art.

Quelle: n-tv.de, vpr

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