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Finale bei "The Masked Singer" Sarah Lombardi verzückt als Glitzer-Skelett

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(Foto: Willi Weber)

Ein ehemaliger BRAVO-Boy im Aggro-Modus, ein TV-Koch mit dicken Hippo-Backen und ein Ex-"DSDS"-Sternchen im Gruselrausch: Beim großen "The Masked Singer"-Finale fallen die letzten Masken. Erst ganz zum Schluss lässt das Glitzer-Skelett die Hüllen fallen - Gewinnerin ist tatsächlich Sarah Lombardi.

Wer folgt den beiden Vorzeige-Versteckspielern Max Mutzke und Tom Beck in den "The Masked Singer"-Olymp? Nach Wochen der demaskierenden Vorfreude und des Hochlebens etwas in Vergessenheit geratener ehemaliger Entertainment-Granden steht es endlich an: das große Finale von Deutschlands pelzigster Primetime-Show. Und Ex-Autobahnpolizist Tom Beck, der diesmal die Ehre hat, neben Sonja Zietlow und Bülent Ceylan im Rateteam mitzuwirken, ist auch schon ganz hibbelig und aufgeregt: "Diese Staffel finde ich besonders spannend, weil ich bei mindestens zwei Masken noch völlig im Dunkeln tappe", gibt der Champ der letzten Staffel zu Protokoll.

Nun, Fakt ist: Die Damen und Herren Veronica Ferres, Sylvie Meis, Vicky Leandros, Wigald Boning und Jochen Schropp stehen ratetechnisch nicht mehr zur Verfügung. Hier wurde in den vergangenen Wochen bereits als Katze, Frosch, Alpaka und Co. erfolglos (bezüglich einer erhofften Finalteilnahme) abgeliefert. So wirklich gelichtet hat sich das Feld der möglichen Finalnamen dadurch aber nicht. Noch immer ist der imaginäre Ratetopf randvoll. Mittlerweile gesellen sich sogar die Namen von Branchenhochkarätern hinzu. Steckt im Kostüm des eisigen Skeletts vielleicht Schlagerkönigin Helene Fischer? Und poltert Klaas Heufer-Umlauf hinter der Maske des Anubis?

"Das wird die Nacht der Nächte!"

Moderator Matthias Opdenhövel ist mindestens genauso gespannt wie alle anderen Augen- und Ohrenzeugen. "Das wird die Nacht der Nächte!", verspricht der Showbegleiter vollmundig. Kurz darauf bebt auch schon die Bühne. Mit wuchtigen Rock-Klängen aus der Karaoke-Retorte und aus tiefstem Herzen geschmetterten Gesängen setzen der stampfende Anubis, das röhrende Alien, das Pirouetten drehende Nilpferd, die hibbeligen Erdmännchen und das mystische Skelett die ersten Final-Ausrufezeichen.

Die Gesangsleistungen sind aber nur ein kleines Puzzlestück des großen Ganzen. Viel mehr Wirbel entfachen die wieder einmal beeindruckenden Kostüme der Kandidaten, und natürlich die alles andere in den Schatten stellende Frage: Wer steckt hinter welcher Maskerade?

"Die Katze" im Erdmännchen-Kostüm

Die Ersten, die sich nach vielen Wochen der Geheimhaltung endlich ihrer zweiten, dritten und vierten Haut entledigen dürfen, sind Daniela Katzenberger und Ehemann Lucas Cordalis. Als Erdmännchen-Duo war sich das TV-Pärchen für keinen Spaß-Move zu schade: "Wenn ich nicht singen kann, aber mit dem Arsch wackeln kann ich allemal!", resümiert Katzenberger mit einem flauschigen Grinsen im Gesicht.

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Als Erdmännchen-Duo auf der Bühne und auch im echten Leben ein Paar: Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis.

(Foto: dpa)

Für das anschließende Halbfinale machen sich der Anubis und das Alien auf der einen und das Nilpferd und das Skelett auf der anderen Bühnenseite bereit. Angefeuert vom prominenten Rateteam, das "wie weggeblasen" jede Performance "richtig geil" findet und alle "Gestalten" des Abends ordentlich "abfeiert", gibt das Quartett noch einmal richtig Vollgas.

Ein auf dem Ratepult moschender Bülent Ceylan und eine mit den Tränen kämpfende Sonja Zietlow können ihre Emotionen kaum noch im Zaum halten. Fluffige Plüschgitarren und plötzlich ein Eigenleben entwickelnde Mikrofone fliegen durchs Bild. Dann ist es an der Zeit, die letzten Entscheidungen kundzutun.

Cowboy-Rocker Alec Völkel zieht im Finale den Kürzeren

Krawallo-Attitüde und luftiger Hippo Hop müssen sich leider verabschieden. Soll heißen: "BRAVO"-Boy-Veteran Ben Blümel (Anubis) und Koch-Maestro Nelson Müller (Nilpferd) melden sich im richtigen Leben zurück. Im alles entscheidenden Final-Duell stehen sich nun also das "Tortenöhrchen"-Alien und das mit Abstand am professionellsten trällernde Skelett gegenüber. Nach einer vierstündigen Karnevalssause in Dur und Moll muss sich auch Deutschlands Vorzeige Cowboy-Rocker Alec Völkel (Alien) eingestehen, dass gegen den mystischen Charme und die gesangliche Stärke des Skeletts kein Kraut gewachsen ist.

In einem letzten dramatischen Akt trennt sich die Maske vom Rest des schauerlich schönen Gruselkostüms. Und zum Vorschein kommt: das strahlende Gesicht von Siegerin Sarah Lombardi. Applaus, Applaus! Alessios Mama hat es immer noch drauf. Darauf gönne ich mir jetzt eine "Hui Buh"-Hörspielfolge. Kiste aus, Augen zu. Wünsche eine erholsame Nachtruhe.

Quelle: ntv.de