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Die Cover der Titanic hatten es schon mehr als nur einmal in sich.
Die Cover der Titanic hatten es schon mehr als nur einmal in sich.(Foto: Facebook / Titanic-Magazin)
Freitag, 29. Juli 2016

"Titanic" macht den Böhmermann: Satiremagazin holt Erdogans Penis raus

Schon die Causa Böhmermann sorgte für gewaltige Verstimmungen zwischen Berlin und Ankara. Ob der türkische Präsident Erdogan wohl nun über die neueste Satire-Attacke aus Deutschland lachen kann? Die kommt von der "Titanic" und geht unter die Gürtellinie.

Die Macher des Satiremagazins "Titanic" sind bekanntlich ziemlich schmerzfrei. Und so provozierten sie schon in der Vergangenheit so manche Skandale und Skandälchen.

Wie Erdogan das wohl findet?
Wie Erdogan das wohl findet?(Foto: Titanic Verlag)

Da war zum Beispiel das Titelbild, das den früheren SPD-Politiker Björn Engholm an der Stelle des toten Ex-Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel, in der Badewanne zeigte. Oder die Fotomontage von Papst Benedikt XVI. mit einem gelben Fleck auf seiner Soutane unter der Überschrift "Halleluja im Vatikan - Die undichte Stelle ist gefunden!".

Der Vatikan ging daraufhin 2012 sogar mit rechtlichen Mitteln gegen das Magazin vor. Letztendlich jedoch gab der Pontifex klein bei. "Nach eingehenden Beratungen ist der Heilige Stuhl zur Entscheidung gelangt, eine Rücknahme des Antrags auf einstweilige Verfügung gegen den 'Titanic'- Verlag zu veranlassen", teilte die Deutsche Bischofskonferenz mit, bevor es zu einem Prozess kommen konnte.

"Erdogan im Stress"

Ob der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wohl ähnlich umsichtig auf den jüngsten Satire-Streich der "Titanic" reagieren wird? Der zielt nämlich unter seine Gürtellinie. So zeigt das Cover der August-Ausgabe des Magazins ein Foto Erdogans, auf das auf Höhe des Genitalbereichs eine nach unten zeigende Bratwurst montiert wurde. Die Überschrift dazu lautet: "Erdogan im Stress: Jetzt putscht auch noch sein Penis!"

Auf der Facebook-Seite des Magazins ist das Cover ebenfalls zu sehen. Hier wird es noch mit Blick auf den bekannten Platz in Istanbul um die Frage ergänzt: "Nie mehr schnackseln am Taksim?"

Bislang ist nichts über eine offizielle Reaktion aus Ankara bekannt. Im Falle der sogenannten "Schmähkritik", die der ZDF-Moderator Jan Böhmermann in seiner Sendung "Neo Magazin Royale" vortrug, wollte Erdogan die Sache jedoch nicht auf sich beruhen lassen. Er erwirkte die Einleitung eines Strafverfahrens wegen Beleidigung gegen den Satiriker.

Quelle: n-tv.de

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