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Prinz Alexander wird getauft Schwedens Royals sind sympathisch wie nie

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Die Taufe ist ohne Geschrei überstanden.

(Foto: AP)

Das schwedische Könighaus erlebt derzeit einen Babyboom. Der jüngste Spross erhält nun die Taufe. Dabei beginnt die Liebe seiner Eltern alles andere als königlich. Doch die Schweden wissen schlechte Presse wegzulächeln.

Der jüngste Spross im schwedischen Könighaus erhält die Taufe. Prinz Alexander Erik Hubertus Bertil, Herzog von Södermannland - so der imposante Titel des Babys - wird damit keine fünf Monate nach seiner Geburt in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. Zu diesem Anlass werden hochrangige Vertreter aus den europäischen Adelsfamilien erwartet. Wie gewohnt präsentieren sich die Schweden offen und modern, aber auch traditionell.

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Spielen unter Cousins: Oscar und Alexander.

(Foto: AP)

So wird Alexander jenes Taufkleid tragen, das am schwedischen Hof bereits seit 1906 verwendet wird. Das Satin-Spitzen-Kleid trugen bereits König Carl-Gustaf, Kronprinzessin Victoria und ihr Sohn Prinz Oscar, der erst im Mai dieses Jahres getauft wurde. Zudem findet die Taufe in der Kirche im Schloss Drottningholm statt, die bereits für alle Taufzeremonien seit den 50er-Jahren genutzt wurde.

Neben Alexanders Eltern, Carl-Philip und Sofia von Schweden, werden fünf Paten am Taufbecken stehen und dem kleinen Prinzen in der Zukunft gemäß ihrer Aufgabe christliche Werte vermitteln. Dafür auserkoren sind Carl-Philips Schwester Victoria und Sofias Schwester Lina Frejd. Zudem gehört Jan-Åke Hansson, ein Freund des Paares, zu den Paten. Hansson trat bereits bei der Hochzeit von Carl-Philip und Sofia als Trauzeuge in Erscheinung. Das Quintett komplettieren Carl-Philips Cousin Victor Magnusen und Sofias Freundin Cajsa Larsson.

Sofias Cinderella-Story

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Auf diesem Foto trägt Sofia ein Kleid für knapp 50 Euro.

(Foto: Kungahuset)

Kennengelernt haben sich Sofia und Carl-Philip eher unglamourös in einem Nachtklub. Die 31-Jährige brachte damals wenige Eigenschaften für eine Prinzessin mit. Als Fotomodell für das Männermagazin "Slitz" und Teilnehmerin eines schwedischen Reality-TV-Formats stand Sofia zwar im Fokus der Öffentlichkeit, sorgte allerdings für einen Skandal, nachdem ihre Beziehung zu dem schwedischen Prinzen öffentlich wurde.

Mittlerweile hat sich die Wahrnehmung Sofias komplett geändert. Seit ihrer Hochzeit mit Carl-Philip im Juni 2015 widmet sie sich Wohltätigkeitsprojekten - wie es typisch für Mitglieder der Königsfamilie ist. Von dem einstigen Mädchen vom Land ist allerdings einiges haften geblieben. Die Schwedin tritt bescheiden und unkompliziert auf, trägt Kleidung von der Stange und setzt sich für das Wohl von Kindern ein.

Ihrer Aufgabe als Prinzessin ist sie bereits mit der Geburt von Alexander am 19. April 2016 - und damit exakt zehn Monate nach der Heirat - gerecht geworden. Die Thronfolge ist gesichert, auch wenn der derzeit jüngste Prinz vermutlich nie den schwedischen Thron besteigen wird. Zwar stand sein Vater Carl-Philip bei seiner eigenen Geburt in der Thronfolge noch an erster Stelle, wurde aber durch eine Gesetzesänderung von seiner älteren Schwester Victoria verdrängt. Nun werden ihre Kinder Estelle und Oscar noch vor Alexander in der Erbregelung für die Krone gelistet.

Der schwedische Hof hat es verstanden, die Begeisterung für die Monarchie zu steigern. Das liegt nicht alleine an den offenen und herzlichen Auftritten der Royals, sondern vor allem an den bürgerlichen Partnern der Königskinder. Mit ihrer Partnerwahl hat Victoria ihren jüngeren Geschwistern den Weg geebnet. Lange Zeit musste sie darum kämpfen, die Liebe zu ihrem Fitnesstrainer offiziell machen zu dürfen. Auch Prinzessin Madeleine hat sich vom strengen Hofprotokoll gelöst, einen amerikanischen Geschäftsmann geheiratet und ihren Lebensmittelpunkt nach London statt Stockholm verlegt. Sofia komplettiert das Bild. Mit ihrer Cinderella-Story und dem Happy End durch Baby Alexander beweist sie, dass auch Menschen aus dem Volk mit einer belebten Vergangenheit in den königlichen Palast einziehen können und dort glücklich werden.

 

Quelle: ntv.de