Unterhaltung

Dreharbeiten in der Ukraine Sean Penn wollte selbst zur Waffe greifen

221584253.jpg

Mit seiner Organisation "Core" hilft er gerade auch ukrainischen Flüchtlingen: Sean Penn.

(Foto: picture alliance / Chris Pizzello/Invision/AP)

Hollywood-Star Sean Penn dreht gerade einen Film über den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, als der Krieg ausbricht. Nun fragt er sich nicht nur, in welchem Jahrhundert er eigentlich lebt. Er räumt auch Fantasien ein, selbst ein Gewehr in die Hand zu nehmen.

Sean Penn hat den russischen Angriffskrieg in der Ukraine vor Ort hautnah miterlebt. Seitdem engagiert er sich für die zahllosen Opfer. Der Schauspieler dachte dabei sogar daran, selbst zur Waffe zu greifen. Das verriet er nun dem Magazin "Hollywood Authentic".

Wenn man in der Ukraine gewesen sei, kämen solche Gedanken ganz automatisch in einem hoch, erklärt der 61-Jährige in dem Interview. Er frage sich manchmal, in welchem Jahrhundert er eigentlich lebe. "Gerade war ich noch an einer Tankstelle in Brentwood (Los Angeles) und nun denke ich daran, in den Krieg gegen Russland zu ziehen. Was zum Teufel ist hier los?", so Penn. "Der einzige Grund, beim letzten Mal länger in der Ukraine zu bleiben, wäre der gewesen: dass ich ein Gewehr in der Hand gehabt hätte", fügt er hinzu.

Der Oscar-Preisträger war zu Beginn der russischen Invasion gerade in der Ukraine. Penn arbeitet seit Jahren an einer Dokumentation über den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Durch den Krieg erhielt der Film, der eigentlich Selenskyjs Werdegang vom Schauspieler und Comedian zum Staatschef beleuchten sollte, eine neue Wendung. Von Polen aus kümmert sich Penn nun mit seiner Hilfsorganisation "Core" um Kriegsflüchtlinge aus dem Nachbarland.

Engagement in Krisengebieten

Sean Penn spielt in dem Interview seine mögliche Teilnahme im bewaffneten Kampf konkret durch. Er würde auf eine Schutzweste verzichten, sagt er. "Als Ausländer würde man die Schutzweste einem der zivilen Kämpfer geben wollen, der keine hat", erklärt er, "einem Kämpfer mit mehr Fähigkeiten als ich, oder einem jüngeren Mann oder einer jüngeren Frau, die länger kämpfen könnten".

Wie ernst es Penn wirklich mit seinen Gedankenspielen meint, bleibt dahingestellt. Der Hollywood-Star ist allerdings dafür bekannt, sich in Krisengebieten zu engagieren. Er nutzt dabei nicht nur seinen prominenten Namen, um Aufmerksamkeit auf die Lage zu lenken, sondern packt auch gerne selbst mit an, zum Beispiel nach dem Erdbeben in Haiti 2010.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen