Lily Collins als Audrey HepburnSohn der Hollywood-Ikone meldet sich zu Wort

In einem Biopic über die Entstehung von "Frühstück bei Tiffany" wird Lily Collins die Hollywood-Ikone Audrey Hepburn verkörpern. Deren ältester Sohn äußert sich zur Besetzung - und verrät, warum seiner Mutter das Ganze wohl peinlich gewesen wäre.
Lily Collins wird die Hollywood-Legende Audrey Hepburn in einem neuen Biopic verkörpern, doch diese Nachricht sorgt nicht überall für Begeisterung. Während sich der "Emily in Paris"-Star auf Instagram begeistert zeigte, meldete sich nun auch deren ältester Sohn zu Wort.
Sean Hepburn Ferrer sagte der britischen "Daily Mail", dass seine Mutter sich bei dem Titel des zugrunde liegenden Buches wohl gewunden hätte. Das Biopic basiert auf Sam Wassons Buch "Fifth Avenue, 5 A.M.: Audrey Hepburn, Breakfast at Tiffany's and the Dawn of the Modern Woman", das als erste vollständige Darstellung der Entstehungsgeschichte des Kultfilms "Frühstück bei Tiffany" von 1961 gilt. "Ich glaube, dass meine Mutter sich bei 'Dawn of the Modern Woman' (zu deutsch: 'Morgendämmerung der modernen Frau') gewunden hätte", erklärte Hepburn Ferrer - und fügte hinzu: "Aber sie wand sich bei jedem Kompliment." Ein ganzer Film zu ihren Ehren? Das wäre der bescheidenen Ikone schlicht unangenehm und peinlich gewesen.
Zehn Jahre in der Entwicklung
Collins hatte die Neuigkeit am Dienstag auf Instagram verkündet und dazu ein Foto von Hepburn aus "Frühstück bei Tiffany" gepostet. "Fast zehn Jahre Entwicklung und ein Leben voller Bewunderung und Verehrung für Audrey" steckten in dem Projekt, schrieb die Golden-Globe- und Emmy-Nominierte. Die lange Entwicklungszeit sei laut Hepburn Ferrer vor allem auf Collins' vollen Terminkalender mit "Emily in Paris" zurückzuführen. "Zehn Jahre in der Entwicklung scheint etwas übertrieben, aber es lag vermutlich hauptsächlich an Lily Collins' Drehplan", so der 65-Jährige.
Die 36-jährige Collins wird den Film gemeinsam mit ihrem Ehemann Charlie McDowell produzieren. Das Drehbuch übernimmt Alena Smith, die für die Apple-TV-Serie "Dickinson" verantwortlich zeichnete. Ein Regisseur wurde bislang noch nicht bekannt gegeben, ebenso wenig die Besetzung weiterer Schlüsselrollen wie Truman Capote, Regisseur Blake Edwards oder Kostümdesignerin Edith Head.
Kritik an der Besetzung
Die Ankündigung löste in den sozialen Medien eine kontroverse Debatte aus. Kritiker warfen Collins vor, lediglich aufgrund einer gewissen äußeren Ähnlichkeit und nicht wegen ihres schauspielerischen Könnens besetzt worden zu sein. "Eine Legende wie Audrey verdient mehr als nur ein Lookalike", schrieb etwa ein User. Hepburn Ferrer hingegen hat keine Einwände gegen die Wahl. Auf die Frage, was er von Collins halte, antwortete er der "Daily Mail" knapp: "Ich liebe sie." Er selbst sei nicht gefragt worden: "Ich schaue gerne von der Seitenlinie zu, solange sie der Historie treu bleiben." Er sei sich allerdings nicht sicher, wie ein solcher historischer "Schnappschuss" letztlich in einen Film übersetzt werden könne.
In "Frühstück bei Tiffany" hatte Hepburn als Holly Golightly eine junge New Yorker Lebedame gespielt - der Film unter der Regie von Blake Edwards wurde 1962 für fünf Oscars nominiert, darunter der als beste Hauptdarstellerin für Hepburn. Die als Tochter einer niederländischen Baronin und eines britisch-österreichischen Geschäftsmannes geborene Schauspielerin gewann 1953 den Oscar als beste Hauptdarstellerin für "Ein Herz und eine Krone" und gilt bis heute als einer der größten Stars der goldenen Hollywood-Ära.
Hepburn Ferrer, dessen Vater Hepburns erster Ehemann Mel Ferrer war, und seine Tochter Emma wirkten an der Dokumentation "Audrey" (2020) mit. Hepburn hinterließ neben Sean auch ihren jüngeren Sohn Luca Dotti aus ihrer zweiten Ehe mit dem italienischen Psychiater Andrea Dotti. Sie starb 1993 an den Folgen einer Krebserkrankung.