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Staatsbesuch in den USACharles plant kein Treffen mit Harry

01.04.2026, 16:06 Uhr
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Stehen sich nicht mehr nahe: König Charles III. und Prinz Harry. (Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

In Kürze wird König Charles III. erstmals als Monarch in die USA einreisen. Bei seinem Treffen mit Präsident Trump wird er eine diplomatische Schlüsselrolle übernehmen. Seinen Sohn Harry wird er dagegen nicht sehen.

Der bevorstehende Staatsbesuch von König Charles III. in den Vereinigten Staaten sorgt nicht nur politisch für Aufmerksamkeit - auch privat rückt er die angespannte Beziehung zu seinem Sohn Prinz Harry erneut in den Fokus. Denn obwohl sich beide zur selben Zeit im selben Land aufhalten werden, deutet derzeit alles darauf hin, dass es kein persönliches Wiedersehen geben wird.

Ende April reist Charles gemeinsam mit Königin Camilla zu seinem ersten USA-Besuch als König. Anlass ist der 250. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten - ein Ereignis, das auch diplomatisch große Bedeutung hat. Vom 27. bis 30. April ist das Königspaar offiziell zu Gast, unter anderem sind ein Staatsbankett im Weißen Haus sowie Termine in Washington, D.C. geplant. Auf dem Rückweg wird Charles außerdem Bermuda besuchen. Es handelt sich um den ersten Staatsbesuch eines britischen Monarchen in den USA seit Queen Elizabeth II. im Jahr 2007.

Auch politisch ist die Reise sensibel. Charles trifft auf Donald Trump, der sich bereits im Vorfeld positiv äußerte. Er freue sich auf die Begegnung mit dem König, den er "außerordentlich schätze", und betonte, dass das Treffen "fantastisch" werde. Trump gilt seit Jahren als Bewunderer der britischen Royals. Nach einem Besuch auf Schloss Windsor im vergangenen September hatte er erklärt, der König habe ihn und sein Land "geehrt". Charles übernimmt damit eine wichtige diplomatische Rolle, insbesondere vor dem Hintergrund zuletzt angespannter Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien.

"Harry weiß, wie die Dinge stehen"

Während die politische Bühne also klar definiert ist, bleibt für Privates offenbar kein Raum. Ein Staatsbesuch lasse "keinen Spielraum für persönliche Treffen", heißt es laut dem "People"-Magazin aus dem Umfeld des Königs. "Bei einem Staatsbesuch ist jede Minute verplant - besonders wenn der König als geladener Gast eines Staatsoberhauptes reist", wird eine Quelle zitiert. Auch von Harrys Seite sei kein Vorstoß zu erwarten: "Harry weiß, wie die Dinge stehen, und würde unter diesen Umständen auch nicht danach fragen."

Hinzu kommen praktische Hürden. Harry lebt mit Herzogin Meghan und den gemeinsamen Kindern Prinz Archie und Prinzessin Lilibet in Montecito in Kalifornien - mehrere Tausend Kilometer von Washington, D.C. entfernt, wo sich das offizielle Programm abspielt. Ein spontanes Treffen wäre daher auch logistisch schwierig umzusetzen. Die seltenen Begegnungen zwischen Vater und Sohn unterstreichen die Distanz zusätzlich. Zuletzt trafen sie sich im September 2025 zu einem etwa einstündigen privaten Tee im Clarence House in London - das erste Wiedersehen nach rund eineinhalb Jahren. Davor hatte Harry seinen Vater im Februar 2024 besucht, nachdem dessen Krebsdiagnose bekannt geworden war.

Eine neue Gelegenheit könnte sich allerdings im Sommer ergeben: Für Veranstaltungen rund um die von ihm initiierten Invictus Games wird Harry im kommenden Juli nach Großbritannien reisen. Ob es dann zu einem Treffen kommt, bleibt offen - sicher ist nur, dass die aktuelle USA-Reise diese Chance nicht bieten wird.

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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