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Statement nach Merz-ÄußerungMotsi Mabuse: "Gewalt gegen Frauen hat keine Nationalität"

26.03.2026, 16:27 Uhr
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"Let's Dance"-Jurorin Motsi Mabuse äußert sich zum Fall Collien Fernandes. (Foto: picture alliance / Panama Pictures)

Der Fall Collien Fernandes löst eine Debatte über Gewalt gegen Frauen aus. Friedrich Merz verortet einen "beachtlichen Teil" der Schuld dafür bei Zuwanderern. "Let's Dance"-Jurorin Motsi Mabuse mahnt zum Faktencheck.

Die schweren Vorwürfe, die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes in einem "Spiegel"-Interview gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben hat, haben deutschlandweit für Entsetzen und Diskussionen gesorgt. In mehreren Großstädten gehen Tausende Menschen gegen sexualisierte digitale Gewalt auf die Straßen. 250 prominente Frauen legten einen Zehn-Punkte-Plan zum Schutz vor männlicher Gewalt vor, in dem sie unter anderem fordern, das Prinzip "Ja heißt Ja" im Sexualstrafrecht zu verankern. Auch in den sozialen Medien haben sich seit Veröffentlichung des "Spiegel"-Artikels viele Personen des öffentlichen Lebens solidarisch mit Fernandes gezeigt.

Nun meldet sich auch "Let's Dance"-Jurorin Motsi Mabuse in ihren Instagram-Storys zu Wort - mutmaßlich in Reaktion auf Aussagen, die Friedrich Merz bei einer Diskussion im Bundestag zum Thema digitale Gewalt getätigt hat. Der Bundeskanzler verordnet nach eigener Aussage einen "beachtlichen Teil" der Gewalt in der Gruppe der Zuwanderer in die Bundesrepublik Deutschland. Im Plenum des Bundestags lösten Merz' Äußerungen empörte Zwischenrufe aus. Linken-Fraktionsvize Clara Bünger warf dem Kanzler "pauschale Stimmungsmache gegen Zugewanderte" vor. 

Auch Motsi Mabuse will die Aussagen so nicht stehen lassen. "Eine Frau wird digital von ihrem eigenen Ehemann angegriffen. Ihre Bilder werden missbraucht, ihre Würde verletzt. Und statt über diese Gewalt zu sprechen, wird die Debatte plötzlich auf 'Ausländer' gelenkt, ohne Fakten, ohne Grundlage", schreibt sie bei Instagram. Ein solches Narrativ lenke ihrer Meinung nach "vom eigentlichen Problem" ab: "Gewalt gegen Frauen hat keine Nationalität. Verantwortung schon."

Mabuse zeigt sich "erschüttert" darüber, dass das Thema in eine Debatte "über Herkunft und 'Fremdheit' verwandelt wurde". Als "Frau mit Migrationsgeschichte, die seit über zwei Jahrzehnten in diesem Land lebt, arbeitet und hier ihre Familie großzieht", mache sie das "zutiefst traurig". Sie schreibt: "Wir sind Menschen. Wir gehören zu dieser Gesellschaft. Auch, wenn manche versuchen, uns etwas anderes einzureden."

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Motsi Mabuse meldet sich in ihren Instagram-Storys zum Fall Collien Fernandes zu Wort. (Foto: Instagram / motsimabuse / Collage ntv.de)

Die "Let's Dance"-Jurorin mahnt, das Wesentliche im Blick zu behalten, nämlich den Schutz der Frauen und die Verantwortung für die Opfer. Sie wünsche sich eine Debatte, in der Menschen "nicht gegeneinander ausgespielt" werden. Die zentrale Frage sollte lauten, wie Frauen vor Gewalt geschützt werden können - nicht, woher der Täter kommt: "Lasst uns darüber sprechen, worum es wirklich geht: Schutz für Betroffene und Konsequenzen für die Täter."

Vorwurf der "virtuellen Vergewaltigung"

"Traumschiff"-Star Collien Fernandes hatte vor wenigen Tagen in einem Bericht des "Spiegel" ihrem Ex-Mann Christian Ulmen "virtuelle Vergewaltigung" vorgeworfen. Der "Jerks"-Schauspieler soll unter anderem jahrelang Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Aufnahmen verbreitet haben, die vermeintlich seine Frau selbst hochgeladen hatte. Ende 2025 hatte Fernandes in Spanien Anzeige erstattet.

Christian Ulmen hat sich bislang nicht persönlich zu den von seiner Ex-Frau erhobenen Vorwürfen geäußert. Den "Spiegel"-Bericht bezeichnete sein Anwalt als "rechtswidrig". Es handele sich "in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung". Zudem würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet". Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. 

Quelle: ntv.de, csp

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