Unterhaltung

"Jauch gegen Sigl" Thomalla schlägt Jauch bei Fußballfrage

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Günther Jauch (l.), Quizmaster, trat gegen Hans Sigl (r.), TV-Arzt, an. In der Mitte steht Moderator Oliver Pocher.

(Foto: RTL / Frank W. Hempel)

Fast scheint Jauchs Revanche gegen Sigl zu gelingen. Aber der DDR-"Schulmädchenreport" wird zum bösen Omen. Als Sophia Thomalla den Ex-"Sportstudio"-Moderator bei der Fußballfrage schlägt, ist dessen Schicksal besiegelt.

Sophia Thomalla hat nicht gelogen. Die Schauspielerin hat sich als Sportexpertin für das Team von Günther Jauch empfohlen und wahrhaftig in dieser Kategorie geglänzt – leider nicht zugunsten ihres Kapitäns. Dabei brauchte der alle Hilfe, die er kriegen konnte. Jauch war bei der Premiere der neuen RTL-Quizshow "Jauch gegen Sigl" gegen den "Bergdoktor"-Darsteller und dessen vier prominente Unterstützer untergegangen.

"Das war eine sehr schwierige Woche für mich. Er hat mich mit seinem Team so nass und platt gemacht", räumte Jauch ein. Bei der Revanche am Montag standen seine Chancen allerdings gut, 50.000 Euro für seine Zuschauer zu erspielen. Schließlich durfte er sich dieses Mal vier Unterstützer an die Seite holen. Am Ende blieb Jauch nur die bittere Erkenntnis: "Hans Sigl nimmt mir jetzt die Frauen weg."

Jauch hatte neben Thomalla noch die Komiker Wigald Boning und Torsten Sträter sowie Sängerin Patricia Kelly in sein Team berufen. Sie durften sich in den zehn Runden beraten, welche der jeweils vier Multiple-Choice-Antworten die richtige war. Kelly punktete gleich zu Beginn, als sie rein aus melodischer Sicht darauf tippte, dass der Hit der US-Newcomerin Gayle wohl eher "abcdefu" als "XS-S-M-LXL-XYZ" heißen dürfte. Boning wusste, dass in den belgischen Reisepässen Motive aus berühmten Comics abgebildet sind. Und Sträter konnte bestätigen, dass Bonbons traditionell in Kupferkesseln gekocht und anschließend gewalzt werden. Bei der Softporno-Aufklärung à la Ostdeutschland versagte Team Jauch hingegen auf ganzer Linie.

"Ob hier gleich bei RTL gebumst wird?"

Moderator Oliver Pocher fühlte sich unverhofft in längst verloren geglaubte Zeiten bei dem Kölner Privatsender zurückversetzt. "Ob hier gleich bei RTL gebumst wird?", fragte Pocher in Runde vier. Jauchs Team sollte wissen, mit welcher Sendung der DDR-Kulthit "Sieben Sommersprossen" oft verglichen wurde: "Sesamstraße", "Fernsehlotterie", "Hitparade" oder "Schulmädchenreport". "Wir fragen die Einzige, die in der DDR geboren wurde", gab Jauch an Thomalla weiter. Die Schauspielerin war leider keine Hilfe. "Ich wurde einen Monat vor der Wende geboren", verteidigte sie sich. "Damit bist du ein Vollossi für mich", wies Pocher den Einwand zurück.

Jauch loggte schließlich die unschuldige "Sesamstraße" ein. Seine Logik: Die richtige Antwort wird stets in einem Einspielerfilmchen präsentiert – und RTL zeigt doch wohl keine erotischen Szenen mit Schülern? Da hat der "Wer wird Millionär?"-Moderator seinen Arbeitgeber jedoch unterschätzt. "Jauch gegen Sigl"-Zuschauer wurden kurz ins DDR-Ferienlager von "Sieben Sommersprossen" entführt und im Studio durfte zumindest eine Dame, die sich noch vage an den Film erinnerte, in Erinnerungen schwelgen.

Am Ende der zehn Runden lag Jauch zwar deutlich mit 46 zu 22 Punkten vor Sigl. Der Kontrahent hatte jedoch alle vier Zwischenduelle für sich entschieden und jedes Mal einen von Jauchs Helfern für das Finale eliminiert. "Günther Jauch versucht jetzt, wenigstens mit Sophia Thomalla ins Finale zu gehen", erklärte Pocher, aber auch das gelang dem Platzhirsch nicht. Er musste deshalb in der Endrunde doch wieder allein gegen den "Bergdoktor" antreten. Aber dieses Mal siegte Jauch und erspielte damit die 50.000 Euro Preisgeld für seine Hälfte des Studiopublikums. Damit aber nicht genug in der Show, deren teils aufwändiger Aufbau Jauch mal wieder eins ums andere Mal aus dem Tritt brachte. Denn auf das Finale folgte der Showdown, um den endgültigen Sieger der beiden Sendungen zu ermitteln.

Thomalla schlägt Jauch

Der sichtlich nervöse Jauch zeigte in den Schnellschuss-Buzzer-Runden Nerven. "Wer war der bisher letzte deutsche Fußballmeister, der nicht Bayern München hieß?", sollten die Kontrahenten beispielsweise wissen. Österreicher Sigl war hier draußen. Der ehemalige "Sportstudio"-Moderator Jauch haderte sichtlich mit sich, kam aber zum Schluss: "Das wage ich nicht." Seine Sportexpertin Thomalla rief hingegen die korrekte Antwort in die Runde: Borussia Dortmund.

Sigl kombinierte am Ende Nervenstärke mit Schnelligkeit und taktischem Geschick. Zweimal gab er die richtige Antwort, noch ehe Pocher die Fragen komplett vorgelesen hatte. So ging der Schauspieler schließlich als endgültiger Sieger aus dem Duell "Jauch gegen Sigl" hervor und wurde auf der "Wall of Fame" verewigt. Auf der blieben noch vier Plätze frei. Pocher kündigte folgerichtig an: "Wir sehen uns im Mai wieder, mit einem neuen Gegner. Seien Sie gespannt."

Quelle: ntv.de

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