Haus auf "gestohlenem Land"?Tongva-Stamm meldet sich nach Billie-Eilish-Rede zu Wort

Popstar Billie Eilish erhebt nach ihrem Sieg bei den Grammys die Stimme gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE. Dabei sagt sie: "Niemand ist illegal auf gestohlenem Land". Schnell wird Kritik laut, da auch Eilishs Haus auf dem ehemaligen Gebiet des Tongva-Stamms liegt. Der äußert sich nun.
Der Tongva-Stamm hat sich auf Anfrage der britischen "Daily Mail" zur Rede von Billie Eilish bei den Grammys geäußert. Der Stamm wisse, dass das Haus des Popstars auf dem "Land ihrer Vorfahren" stehe. "Eilish hat unseren Stamm nicht direkt bezüglich ihres Grundstücks kontaktiert, aber wir schätzen es sehr, wenn Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die wahre Geschichte dieses Landes sichtbar machen", sagte der Sprecher. Darüber hinaus teilte der Stamm mit, dass er Eilishs Team kontaktiert habe, "um unsere Wertschätzung für ihre Äußerungen zum Ausdruck zu bringen".
Auch Singer-Songwriter Finneas O'Connell hat seine Schwester Billie Eilish für ihre Rede bei den Grammys in Schutz genommen. Auf Kritik an ihrer Dankesrede, in der sie die US-Einwanderungsbehörde ICE kritisiert hatte, antwortete er auf der Plattform Threads mit deutlichen Worten. "Ich sehe viele sehr mächtige alte weiße Männer, die empört über das sind, was meine 24-jährige Schwester in ihrer Dankesrede gesagt hat. Wir können eure Namen buchstäblich in den Epstein-Akten sehen", schrieb er in einem Beitrag, den er auch in einer Instagram-Story teilte.
Am Sonntagabend hatte O'Connell, der unter dem Künstlernamen Finneas bekannt ist, zusammen mit Eilish den Grammy für den Song "Wildflower" als Song des Jahres entgegengenommen. In ihrer Rede erklärte Eilish, dass sie dankbar sei, aber lieber darüber sprechen wolle, dass "niemand auf gestohlenem Land illegal ist". Es sei eine schwierige Zeit, doch sie sei hoffnungsvoll und glaube, "dass wir einfach weiterkämpfen, unsere Stimme erheben und protestieren müssen". Eilish ergänzte: "Unsere Stimmen zählen wirklich und die Menschen zählen. Scheiß auf ICE."
Nicht nur mit ihren Worten, auch mit einem "ICE out"-Pin an ihrer Kleidung setzte Eilish bei den Grammys ein klares Zeichen gegen die Behörde. Finneas und viele andere Stars taten es ihr gleich. Bad Bunny kritisierte in seiner Rede ebenfalls ICE.
Billie Eilish und Finneas haben ICE und deren Vorgehen bereits mehrfach kritisiert. Nachdem ein ICE-Beamter die 37-jährige Renée Good erschossen hatte, bezeichnete Eilish die Behörde in einer Instagram-Story als "eine von der Bundesregierung finanzierte und unterstützte terroristische Vereinigung". Nach tödlichen Schüssen auf Alex Pretti kritisierte sie zudem Stars, die still blieben. "Hey, meine lieben Promikollegen, werdet ihr euch dazu äußern?", richtete sich Eilish an sie.