Unterhaltung

Star aus "Babylon Berlin" Volker Bruch will wohl in "Querdenker"-Partei

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In der Fernsehserie "Babylon Berlin" verkörpert Volker Bruch den Kommissar Gereon Rath.

(Foto: imago images/SKATA)

Der Schauspieler Volker Bruch ist eines der bekanntesten Gesichter der #allesdichtmachen-Aktion, mit der Filmschaffende gegen die Corona-Politik protestierten. Nun wird bekannt: Der Star aus "Babylon Berlin" sympathisiert offenbar mit einer Partei aus dem Umfeld der "Querdenken"-Bewegung.

Mit ihrer Video-Aktion #allesdichtmachen und ihrer darin vorgetragenen Kritik an der Corona-Politik sorgten jüngst rund 50 deutsche Filmschaffende für Aufregung: Während die einen die Aktion als zynisch verurteilten, fühlten sich andere in ihrer Ablehnung der Schutzmaßnahmen bestätigt, vor allem von den sogenannten "Querdenkern" gab es Zustimmung.

Hatten sich im Nachhinein noch mehrere Schauspieler von der "Querdenken"-Bewegung distanziert, legt nun eine Recherche von netzpolitik.org nahe, dass mit Volker Bruch einer der mutmaßlichen Initiatoren der Kampagne einen Mitgliedsantrag bei der Corona-Protest-Partei "Die Basis" gestellt hat. Das Online-Portal berichtet von einer auf Mitte April datierten Mitgliederliste, als Eintrittsdatum Bruchs sei der 13. März 2021 aufgeführt. Das Dokument stamme aus einem Datenleck.

Bruch, der in seinem #allesdichtmachen-Video an die Regierung appelliert, "mehr Angst" zu machen, ist einer der Hauptdarsteller der preisgekrönten Fernsehserie "Babylon Berlin". Dort verkörpert der deutsch-österreichische Schauspieler den Kommissar Gereon Rath.

Ein Prozent bei Landtagswahl

Wie netzpolitik.org berichtet, sei das Eintrittsverfahren des 41-Jährigen laut David Claudio Siber, dem Medienbeauftragen von "Die Basis", noch nicht abgeschlossen. Siber gab demnach jedoch zu verstehen, dass mit Gewissheit gesagt werden könnte, dass es sich bei dem Antragssteller um Volker Bruch handelte.

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"Die Basis" wurde im Juli 2020 unter anderem von dem Rechtsanwalt Ralf Ludwig gegründet. Zu ihren Mitgliedern gehört der emeritierte Professor für Mikrobiologie Sucharit Bhakdi, der laut Parteiangaben bei der nächsten Bundestagswahl im Herbst kandidieren wird. Auch der Anwalt Markus Haintz, eines der prominenten Gesichter der "Querdenken"-Bewegung und Aktivist des vom Verfassungsschutz beobachteten Ablegers in Ulm, ist der Partei beigetreten.

Auf ihrer Homepage kritisiert die Partei "die Maßnahmen, die 2020 getroffen wurden" - mit ihnen gehe "der Verlust unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung auf dem Wege des Notstandsrechts einher". Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im vergangenen März holte "Die Basis" ein Prozent der Stimmen.

Quelle: ntv.de, mbe

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