Unterhaltung

"Dschungelcamp" - Tag 14 Vom "Tee-Werken" und "Alpaka-Schweinen"

Anwärterin auf die Krone - Tina.jpg

Anwärterin auf die Krone - Tina.

Tag 14: Alle haben einen guten Lauf: Tina lernt Twerken, Daniele überwindet seine Ängste und Davids Frisur sitzt. Das Glück ist zum Schneiden dick. Es gibt Rippchen vom "Alpaka-Schwein" und feinstes Gesöff. Am Ende muss trotzdem einer gehen.

"Wir müssen schlauer sein", sagt Heilsbringerin Tina, die gerade aus dem Dschungeltelefon tapert und als Teamchefin ihre Crew zusammenpfeift, um den Larrys ein paar gepfefferte Ansagen zu machen. Alle schauen sie entgeistert an. Okay, alles klar: Sparsam mit den Regelverstößen sein, kriegen wir in den letzten drei Tagen garantiert - nicht mehr hin. Doch plötzlich zaubert die heimlich designierte Dschungelkönigin die seit Tagen kläglich vermisste Rauchware aus ihrem klammen Jackentäschchen hervor.

Während Daniele - der Wiedergeborene - Tina freudetrunken um den Hals fällt, schlägt MaMas Frühwarnsystem Alarm: "Aber nicht gleich wieder alle quarzen!" Übel, so eine Kippensucht. Ist wie mit dem Picheln. Das Ärgerliche am Saufen ist ja nicht das Saufen selber, sondern dass man nachts und bei Hundewetter vierzig Kilometer zur Tanke torkeln muss, weil der Sprit alle ist. David, seit drei Tagen smokefrei überlegt, auf das Fluppennuckeln ganz zu verzichten. "Wir haben doch jetzt schon so lange durchgehalten." Doch Daniele - in seiner Ekstase - stiftet seinen Schlotkumpan inbrünstig zum Mitmachen an. Darauf der Mann, dessen Frisur auch an Tag 14 perfekt sitzt: "Ach, komm, scheiß drauf!"

"Mir geht der Stift!"

Daniele - Jacques Cousteau des Madencamps. jpg.jpg

Rauch bläst in die dunklen Lungen, das Herz arbeitet schneller, das Hirn wird endlich ordentlich frei gepustet. Exzellente Prüfungsvoraussetzungen. Daniele geht zwar vor Anspannung "der Stift", aber wenn selbiger in 20 Jahren von der Dauerbequarzung erschöpft durchhängt, werden sehnsüchtige Reminiszenzen an diesen besonderen 14. Tag im Dschungel noch früh genug aufflackern.

Der Luftikus darf sich an MaMas abgebrochener Spaßbadprüfung versuchen und – unglaublich - seine wiedererlangte Liebe verleiht ihm magische Kräfte. Spielend und mit der Leichtigkeit eines runtergebrannten Zündholzes gleitet Daniele wie der Aquaman durch die tierischen Unterwasserweltkammern und sammelt alle Sterne ein. ALLE.

Zurück im Camp wird wieder die leidige aber top performte Sorry-Guys-Null-Sterne-Nummer durchgezogen und siehe da: Sie funktioniert immer noch. Sie wird wahrscheinlich noch in 15 Jahren funktionieren, wenn Alessio und Emil Ocean ins Camp ziehen. Mangiapane, ob des dramaturgisch übertriebenen Geflunkers sichtlich angesäuert, gibt sich empört und beschreibt - sich selber: "Er hat allen extrem unter die Nase gerieben, wie gut er das gemacht hat. Nicht mein Humor - ist mir Rille."

"C'est la vie - wie der Engländer sagt"

Das Pantomimenspiel des Mangiapane.jpg

Das Pantomimenspiel des Mangiapane.

Wie sehr aber auch MaMa das Komödiantische anhaftet, beweist der Parvenü auf der gemeinsamen Schatzsuche mit Tina. Als Pierrot verkleidet spielen sie Pantomime. MaMa beginnt, Tina rät. Er stöckelt ein bisschen hin und her, deutet das Tragen eines Handtäschchens an, legt sich vor Tina hin und spreizt die Beine. Schön den Schritt umkreisen, der spielt ja eine zentrale Rolle. Tina so: "Hä? Beine breit? Eine Nutte?" Gemeint ist natürlich der Frauenarzt, "Nutten müssen ja auch zum Frauenarzt, die gehen ja nicht zum Nuttenarzt."

Sie erraten ihre Mitcamper, sich selber und Schweißfüße. Probleme macht die "Klospülung" oder um es mit einem yorkschen Aphorismus zu bekunden: "C'est la vie - wie der Engländer sagt." Die Schatzsuche macht mächtig Lunte, vor allem, weil Tina sich entzückend unwissend an dem Wort "Twerken" abrackert: "Tee-Werken? T-Werk? Mm, was heißt Tee-Werken? Ist das was Technisches?" Ja, möchte man Tina zuraunen, das auch.

Überglücklich dackeln die Mimiker mit der Schatztruhe in heimatliche Gefilde und bescheren dem Camp - "juhu, Kaffee!" Aber nicht den billigen Instant-Mist mit Hasenköttel, nein, richtig guter. Doch höret auf Tinas weise Worte: "Der Kaffee ist bestimmt stark - hier in Kolumbien ..."

"Rippchen vom Alpaka-Schwein"

Was für ein Abend: "der beste seit Langem". Daniele ist ein ganz neuer Mensch, es gibt duftende "Rippchen vom Alpaka-Schwein", Süßkartoffeln und Wein. Ein besonderes Essen von einem besonderen Tierchen. Doch zu später Stunde ziehen am Harmonie-Firmament erneut Gewitterwolken auf: Der ganz neue Mensch ist wieder der alte, als es heißt, das Feuer zu behüten.

Tina bemüht sich redlich, den stillgelegten Schornstein zu wecken: "Daniel? Daniele? Danny? ... DAVID?" Doch der hat keine Lust, Doppelschicht zu schieben und macht Jenny an, die ja sowieso "den ganzen Tag pennt." Ruckizucki herrscht im Schunkelverein feinste Eskalationsgefahr: Jenny (während sie wütend mit dem Finger auf Daniele zeigt), sagt: "Nimm deinen Finger runter!"

Es werden Wetten abgeschlossen, wer wann wie lange pennt. Ausgeträumt ist der Traum vom "Rokoko-Appläuschen" für Mangiapane. Nie wieder wird ein Mann einen Maiskini mit dieser monegassischen Anmut tragen. Möge ihm diese Ehre auf immer und ewig zuteilwerden.

Heute Abend ist Halbfinale. Oder wie Tina sagen würde: "Ich will heim."

 

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema