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Erneut: Campino vs Böhmermann "Wenn jemand 'Ziegenficker' sagt ..."

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Campino kann es nicht lassen: In einem Interview ätzt er mal wieder über Jan Böhmermann.

(Foto: picture alliance / dpa / Collage: n-tv.de)

Wieso das Kriegsbeil begraben, wenn man auch weiterstreiten kann? Sänger Campino und TV-Schlitzohr Jan Böhmermann halten nicht sonderlich viel von einander. Einer zieht nun nochmal vom Leder.

Der Streit mit Jan Böhmermann lässt Campino offenbar keine Ruhe. Das zeigt der 54-jährige Frontmann der Toten Hosen im Gespräch mit dem "DB MOBIL"-Magazin. "Wenn jemand 'Ziegenficker' sagt und dann albern loslacht vor lauter Selbstbegeisterung, jetzt was ganz Schlimmes und Verbotenes gesagt zu haben ... Das habe ich in der Analphase hinter mir gelassen", heißt es da.

Campino nimmt damit Bezug auf Böhmermanns populäre wie skandalöse Schmähkritik am türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Böhmermann betreibe "zynischen Pipihumor", stänkerte Campino dem Blatt gegenüber.

Der Grund für Campinos Frust liegt schon eine ganze Weile zurück. Als er Weihnachten 2014 mit der Band Aid für Hilfsprojekte in Afrika aufrief, machte sich TV-Satiriker Böhmermann darüber öffentlich lustig. "Wegen Leuten wie ihm haben viele nicht gespendet", ärgert sich Campino.

"Lieber uncool als ein cooles Arschloch"

Wie sehr die Geschichte den Musiker noch heute wurmt, wurde jüngst bereits deutlich. Bei der diesjährigen Echo-Verleihung war Campino über den 36-jährigen Böhmermann hergezogen. Er sprach bei der Veranstaltung von "Böhmermannschem Zeitgeistgeplapper" und konnte sich einiger Unterstützung sicher sein, hatte Böhmermann im Vorfeld des Events doch scharfe Kritik an der dort gefeierten Musik geübt.

Auch konnte Campino nicht davon lassen, sich selbst mit Böhmermann zu vergleichen: "Lieber uncool sein als ein cooles Arschloch, das nicht in der Lage ist, sich konstruktiv einzubringen", lautete sein Fazit. Wer in dem Streit zuletzt lacht, wird sich wohl noch zeigen. Auf Campinos aktuelles Interview hat Böhmermann noch nicht reagiert.

Quelle: n-tv.de, ame/spot