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Strenge Sicherheitsvorkehrungen William und Kate beginnen Pakistanreise

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Pakistans Premier Imran Khan hieß die Royals willkommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zum ersten Mal reisen der britische Prinz William und Herzogin Kate nach Pakistan. Es handelt sich um die bislang aufwendigste Reise des royalen Paares - auch aus Sicherheitsgründen. Mehr als 1000 Soldaten und Polizisten kommen zum Einsatz, weil die Royals "so viele Pakistaner wie möglich" treffen wollen.

Mit einem prunkvollen Empfang hat Pakistan den britischen Prinzen William und seine Frau Herzogin Kate zu Beginn ihres fünftägigen Besuchs willkommen geheißen. Premierminister Imran Khan, ein Freund von Williams verstorbener Mutter Diana, begrüßte das royale Paar in seiner Residenz in Islamabad auf einem roten Teppich, wie auf Fotos zu sehen war. Auch ein Gespräch mit Präsident Arif Alvi und dessen Frau im Präsidentschaftspalast stand auf dem Programm.

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William und Kate nahmen sich viel Zeit, um mit Kindern zu sprechen.

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Außerdem besuchte das Paar eine Mädchenschule, wo es sich in den Mathematik-Unterricht setzte und den Schülerinnen bei der Lösung von Aufgaben half, gemeinsam mit den Kindern für Fotos posierte und sich mit den Lehrern unterhielt. Kate trug dabei eine Kurta, ein traditionelles pakistanisches Gewand, in leuchtendem Blau - passend zu den Schuluniformen der Kinder. "Es war ein netter Besuch; beide wollten sich so normal wie möglich mit den Schülerinnen austauschen", sagte die Leiterin einer unabhängigen Bildungsinitiative, Jhadija Bakhtiar.

In Pakistan gehen fast die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen im schulfähigen Alter - rund 23 Millionen - nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef nicht in die Schule. Besonders betroffen sind in dem konservativen und patriarchalisch geprägten muslimischen Land die Mädchen: Nach Angaben des Finanzministeriums konnten im Jahr 2015 weniger als die Hälfte der Frauen lesen und schreiben; bei den Männern waren es 71 Prozent.

Strengste Sicherheitsvorkehrungen

Nach ihrem kurzen Aufenthalt in der staatlichen Grund- und Oberschule reiste das Paar zum Besuch einer Naturschutz-Einrichtung in die Himalaya-Ausläufer am Rand der pakistanischen Hauptstadt weiter. Am Abend sollte das royale Paar nach Angaben von Pakistans Außenministerium an einer Wohltätigkeitsveranstaltung für Jugendliche teilnehmen. Es wird demnach erwartet, dass William und Kate bei dieser Gelegenheit eine Rede halten.

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Der royale Besuch wird von strengen Sicherheitsvorkehrungen begleitet.

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Pakistan und Großbritannien verbindet eine lange gemeinsame Vergangenheit. Das 1947 gegründete Land mit inzwischen knapp 200 Millionen Einwohnern ging aus der Kolonie Britisch-Indien hervor. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wanderten viele Pakistaner nach Großbritannien aus. Dort bilden sie die zweitgrößte ethnische Minderheit nach den Einwanderern aus Indien.

Die gesamte Reise des royalen Paars steht unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. In der Nacht zum Dienstag waren mehr als 1000 Soldaten und Polizisten in einer hochgesicherten roten Zone in der Hauptstadt im Einsatz, wo das Paar nach seiner Ankunft am Montagabend untergebracht war. Einzelheiten zum Reiseplan der Royals und zu den geplanten Treffen werden nur tageweise bekannt gegeben. Nach Angaben des Kensington Palasts ist es ihr bislang "aufwendigster" Auslandsbesuch. Das ließen sich die Eltern von drei Kindern allerdings nicht anmerken.

"So viele Pakistaner treffen wie möglich"

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Auch Prinzessin Diana hatte im Jahr 1991 eine Moschee in Lahore besucht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Tag in Islamabad geht es am Mittwoch für das Paar nach Lahore im Osten des islamischen Landes. Dort stehen Besuche einer Moschee aus dem 17. Jahrhundert und einer Festung auf dem Programm. Am Donnerstag besuchen William und Kate die nördliche Bergstadt Chitral, um mehr darüber zu erfahren, wie die dortigen Gemeinden mit den Herausforderungen des Klimawandels umgehen. Insgesamt werden Kate und William in Pakistan mehr als 1000 Kilometer zurücklegen. Dabei wollen die Royals "so viele Pakistaner treffen wie möglich", hieß es in der Mitteilung des Palasts.

Zuletzt hatten Williams Vater, Prinz Charles, und dessen Frau Camilla 2006 das südasiatische Land besucht. Auch Williams Mutter, Prinzessin Diana, hielt sich 1991 zu einem offiziellen Besuch in Pakistan auf, später half sie Imran Khan und dessen Frau, Spenden für ein Krebs-Krankenhaus in Lahore zu sammeln.

Quelle: n-tv.de, lri/AFP/dpa