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"Tapferster Mann der Welt" Witwe spricht über Williams' letzte Monate

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Robin Williams mit seiner Frau Susan Schneider bei der Premiere von "Old Dogs" 2009.

(Foto: imago stock&people)

Sein Selbstmord erschüttert vor zwei Jahren die ganze Welt: Dass Robin Williams an Demenz litt, kommt erst später ans Tageslicht. Nun spricht die Witwe des Schauspielers das erste Mal über die schlimmen letzten Monate im Leben des Hollywoodstars.

Nach dem Tod von Robin Williams hat seine Witwe Susan Schneider erstmals über die letzten Monate im Leben des demenzkranken Hollywood-Schauspielers gesprochen. In einem Gastbeitrag für das Fachblatt "Neurology" schrieb sie über die Krankheit Lewy-Körper-Demenz (LBD), wegen der sich "Mrs. Doubtfire"-Star Williams vor zwei Jahren das Leben nahm. Der Titel des Artikels lautet: "Der Terrorist in dem Gehirn meines Ehemanns".

Detailliert erklärt Schneider darin, an welchen Symptomen der Schauspieler in den zehn Monaten vor seinem Tod litt. Dazu zählten demnach unter anderem Sodbrennen, mangelnder Geruchssinn, Schlaflosigkeit, Paranoia und Wahnvorstellungen. Die Ärzte hatten laut Williams' Witwe zunächst Probleme damit, genau zu bestimmen, was dem Schauspieler fehlte. Im Mai 2014 lautete die Diagnose dann fälschlicherweise Parkinson-Krankheit.

Am 11. August 2014 nahm sich Williams im Alter von 63 Jahren das Leben. Bei der Autopsie wurde dann die Lewy-Körper-Demenz festgestellt. "Ich habe seitdem gelernt, dass Menschen mit LBD, die sehr intelligent sind, anfangs für längere Zeit gesund scheinen, dann ist es aber, als ob der Damm plötzlich bricht und sie können es nicht länger zurückhalten", schreibt Schneider.

Williams selbst sei nicht nur ein Genie gewesen, so seine Witwe, sondern auch ein Schauspieler. Sie werde daher nie genau wissen, wie sehr er gelitten oder wie sehr er gekämpft habe, schreibt sie weiter. Sie hätte aber den "tapfersten Mann der Welt" gesehen, der "die härteste Rolle seines Lebens" gespielt habe.

Quelle: ntv.de, jug/spot