Essen und Trinken

Wie man Männer anlockt Immer eine Prise tlixochitl

Die Indianerinnen wussten, was sie taten. Sie parfümierten Haare, Haut und Kleidung mit tlixochitl, würzten damit den cacahuatl, - und das haute auch den stärksten Mann um.

Die Indianerinnen wussten, was sie taten: Sie mixten tlixochitl (Vanille) in den cacahuatl (Kakao), pfefferten mit Chili nach und sorgten mit ein wenig "Göttertrank" (heute würden wir Tequila dazu sagen) in der Mixtur für die nötige Unbeschwertheit. Dem Azteken-Herrscher Moctezuma wird nachgesagt, dass er täglich 50 Tassen von dem Liebestrank schaffte. Ob er dann aber noch etwas geschafft hat, wage ich zu bezweifeln, er war dann wohl schon zu geschafft.

Lassen wir die Wortspielerei. Heute geht es um ein Küchengewürz, das gerade in der Weihnachtszeit in keiner Küche fehlen sollte: die Vanille. Kenner sagen allerdings, sie ist mehr ein Parfüm, sprechen von der Vanille als einem Duft von Balsam und Moschus. Und tatsächlich ist es so, dass Vanille nicht nur viele Speisen und Getränke würzt, sondern ihre süße Note krönt Kosmetik, Aromaöle und exquisite Parfüms. Die schon erwähnten Aztekinnen rieben sich mit der Vanilleschote über Haare, Haut und Kleidung, um ihre Anziehungskraft zu erhöhen (falls der Schokoladen-Trank nicht ausreichte). Das funktioniert (noch heute), denn der Duftstoff der Vanille ist chemisch verwandt mit den Sexuallockstoffen des Menschen.

Die mexikanische Vanille gilt als die beste. Außerdem gibt es Vanille aus Reunion, Madagaskar und Mauritius. Vanillezucker besteht aus Zucker, der mit Vanillestücken aromatisiert wurde ? im Unterschied zu Vanillinzucker, dem künstliches Vanillin zugesetzt wurde. Den Unterschied merkt man auch am Preis?

Schreiten wir also ans Werk und backen zu Weihnachten, auch fest der Liebe genannt, Vanillekipferl. Falls Sie darüber hinaus noch ein paar "richtungsweisende" Tipps brauchen - lesen Sie der Verführung zweiter Teil am kommenden Donnerstag an gleicher Stelle.

Zutaten:

250 g Mehl
1 Eigelb
1 Vanilleschote
1 Prise Salz
80 g Puderzucker
150 g geriebene Mandeln
150 g Butter oder Margarine

Zum Bestäuben:
4 EL Puderzucker
4 Pä Vanillezucker

Zubereitung:

Mehl mit Butter/Margarine, Eigelb, Puderzucker, Mandeln, Salz und Vanillemark zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig etwa 1 Stunde zugedeckt (z.B. in Folie gewickelt) im Kühlschrank ruhen lassen.

Anschließend den Teig zu einer Rolle formen (etwa 4 cm dick), in ca. 2 cm dicke Stücke schneiden, zu Kügelchen rollen und diese dann zu kleinen, sich an den Enden verjüngenden Röllchen rollen und zu Kipferln biegen.

Auf ein Backblech mit Backpapier legen (nicht zu dicht). Auf mittlerer Schiene bei 190C im vorgeheizten Backherd ca. 10 - 15 min hellbraun backen. Puderzucker und Vanillezucker mischen. Nach dem Backen die noch heißen Kipferln sofort in der Mischung vorsichtig wenden. Anschließend auskühlen lassen.

Viel Spaß wünscht Ihnen Heidi Driesner.

Quelle: ntv.de