Kino

Body-Switch-Slasher "Freaky" Körpertausch mit blutigen Folgen

2535_D021_00144R_CROP.jpg

Tauschen unfreiwillig ihre Körper: Der Blissfield Butcher (Vince Vaughn) und Millie Kessler (Kathryn Newton

(Foto: 2020 Universal Studios)

Für "Freaky" kombiniert Regisseur Christopher Landon das Horror-Genre Slasher mit einer Body-Switch-Komödie. So entsteht ein kurzweiliger Trip zwischen Blutvergießen und Gag-Stakkato. In den Hauptrollen überzeugen Vince Vaughn als Teenager Millie und Kathryn Newton als Serienkiller.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Regisseur Christopher Landon an die Kombination zweier eher weit voneinander entfernt angesiedelter Filmgenres wagt und damit goldrichtig liegt. Unter anderem erschuf er für "Happy Deathday" eine Symbiose aus morbidem Horror und Zeitschleifen-Comedy à la "... und täglich grüßt das Murmeltier".

Nun hat er sich für "Freaky" des Slasher-Movies in der Tradition von "Freitag, der 13." angenommen und ihn mit der Körpertausch-Idee aus Filmen wie "Big" und "Freaky Friday" zusammengewürfelt. Und so lautete der Arbeitstitel des Streifens wohl nicht ganz zufällig "Freaky Friday the 13th". Das war aufgrund der Rechtelage dann aber wohl doch etwas schwierig und wurde kurzerhand auf "Freaky" heruntergekürzt.

Ein verhängnisvoller Dolch

Los geht es mit einer Zeiteinordnung per leinwandfüllender Texteinblendung: "Mittwoch, der 11.". An diesem Tag - also zwei Tage vor Freitag, dem 13. - fallen vier Highschool-Freunde dem Serienkiller Blissfield Butcher (Vince Vaughn) in klassischer Slasher-Manier zum Opfer. Trotz aller Blutrünstigkeit beginnt der eigentliche Horror aber erst danach, stiehlt der Killer im Mordhaus doch einen antiken Dolch, auf dem ein Fluch lastet, von dem er nichts ahnt.

Als er die Waffe bei seinem nächsten Opfer, Millie Kessler (Kathryn Newton), einsetzen will, geschieht das Unglaubliche: Die zwei tauschen ihre ungleichen Körper. Nun hat Millie mit dem Aussehen des von der Polizei bereits fieberhaft gesuchten Psychopathen nur 24 Stunden Zeit, um den Bann zu brechen und die Ordnung wieder herzustellen. Mit vollem Körpereinsatz überzeugt sie ihre Freunde Nyla (Celeste O’Connor) und Joshua (Misha Osherovich) sowie ihren Schwarm Booker (Uriah Shelton) davon, dass sie es ist, die plötzlich in der massigen Gestalt des Killers daherkommt. Gemeinsam versuchen die vier, den im hübschen Teenager-Körper steckenden Serienmörder aufzuhalten und den Fluch rückgängig zu machen.

Jede Menge Gags und noch mehr Kunstblut

2535_TFP_00317AR.jpg

Erstmal kommt die neue Millie gut an.

(Foto: 2020 Universal Studios)

Gleich mal vorweg: Einige Szene sind nichts für Zartbesaitete, denn der Butcher ist eben genau das: ein Serienkiller, der seine Opfer regelrecht abschlachtet. Fällt das Hinschauen auch nicht immer leicht, lohnt es sich, denn die Szenen sind nicht nur blutig, sondern die Tötungsarten auch durchaus originell. Zudem sind sie nicht etwa am Rechner entstanden, sondern in der Tradition der altbekannten Slasher-Hits mit jeder Menge Fake-Blut und einem kunstvollen Effekt-Make-up.

Und von dieser Kreativität und dem Temporeichtum lebt "Freaky", doch auch Spannung kommt gelegentlich auf. Aber natürlich ahnt man schon, dass am Ende doch irgendwie alles gut wird. Oder nicht? Jedenfalls brilliert nicht nur der fast zwei Meter große Vince Vaughn mit dem für einen weiblichen Teenager typischen Gebaren. Auch Kathryn Newtons böser Blick, mit dem sie als Butcher im Millie-Körper mit hölzernem Gang über die Schulflure streift, lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Insgesamt gibt es mit "Freaky" 102 Minuten geballte Slasher-Comedy-Power mit mindestens so vielen Gags wie Litern vergossenem Kunstblut.

"Freaky" läuft ab dem 24. Juni im Kino.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.