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Killerhaie, Dinos und Hitler Schlechter wird es nie mehr: "Sharknado 6"

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Mit "The Last Sharknado: It's about Time" neigt sich die Kult-Reihe über Hai-Tornados dem Ende zu. Doch nicht ohne bombastisches Finale. Nun wird quer durch die Zeitgeschichte gegen feuerspuckende und laserschießende Haie gekämpft.

Vor gerade einmal fünf Jahren wehte der erste Haitornado über die Fernsehbildschirme. Mit einem verhältnismäßig stolzen Budget von zwei Millionen US-Dollar vereinte Regisseur Anthony C. Ferrante 2013 die zwei gängigsten Trash-Klischees - Haie und Tornados - und erschuf tatsächlich etwas Einzigartiges. Etwas einzigartig Schlechtes, mögen viele meinen. Denn sowohl unter Kritikern als auch Zuschauern herrschte der Konsens, dass "Sharknado - Genug gesagt!" der wohl schlechteste Film aller Zeiten sei.

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Doch trotz der Vielzahl an negativen Kritiken sorgte die Asylum-Produktion für riesiges Aufsehen. Denn der Film übertraf selbst die absurdesten Hai-Trash-Fantasien, die immerhin von Haien im Schnee ("Snow Sharks") bis hin zu dreiköpfigen Monster-Haien ("3-Headed Shark Attack") reichten. Angesichts des großen Online-Hypes entwickelte sich "Sharknado" trotz - oder wegen - seiner Qualität zum Kult-Phänomen.

Der Rest ist Geschichte: Es folgten vier Fortsetzungen mit stetig wachsenden Budgets und einer riesigen Fangemeinde, die bis in die höchsten Prominenten-Kreise reicht. Zu dem beachtlichen B-Movie-Kultstatus, den "Sharknado" heute hat, verhalfen nicht zuletzt viele Cameo-Auftritte, wie der von David Hasselhoff oder Kelly Osbourne.

Eine Ära geht zu Ende

Dennoch soll mit der ständigen Bedrohung durch Sharknados nun Schluss sein. "Sharknado 6" markiert das Ende einer Ära voller herrlich mieser Special-Effects, schön flachen Sprüchen und absurd komischen Plots. Für ein gebührendes Finale greifen die Macher auch beim letzten Teil tief in Müll-, äh Trickkiste. Denn um die Welt zu retten, muss der altbewährte Held, Fin Shepard (Ian Ziering), das Übel bei der Wurzel packen und in die Steinzeit reisen, um den allerersten Sharknado zu verhindern.

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Doch es kommt natürlich alles ganz anders: In "Zurück in die Zukunft"-Manier werden Fin und seine Frau April (Tara Reid) mit allen, die gerade nichts Besseres zu tun haben, quer durch die Zeit gewirbelt, um den Haien ein für alle Mal den Garaus zu machen. Dabei begegnen sie nicht nur Dinosauriern, Rittern, Cleopatra und sogar Adolf Hitler, sondern müssen auch gegen Drachenhaie, die Feuer spucken, und Roboterhaie, die Laserstrahlen verschießen können, kämpfen.

So viel sei schon einmal verraten: Das sind nicht die einzigen Hindernisse, mit denen es die Hai-Schlachter zu tun bekommen. Und auch auf die Frage, wie wohl die Menschen in der Zukunft aussehen, liefert der Film eine Antwort. Die schiere Masse an Themen und Figuren, die hier aufgefahren werden, übertrifft somit alle vorherigen Filme der "Sharknado"-Saga. Und zugegebenermaßen dürfte das keine leichte Aufgabe gewesen sein, wenn man bedenkt, dass Fin & Co in "Sharknado 3" bereits einen Hai in den Weltraum geschossen haben.

Trash-Feuerwerk vom Feinsten

Ferrente bietet den hartgesottenen Haiwirbelsturm-Fans genau das, was sie sehen wollen: Ein Trash-Feuerwerk vom Feinsten. Die abwechslungsreich absurd inszenierten Kämpfe zwischen Mensch und Hai entfalten ihren wahren Charme erst in Kombination mit den furchtbar schlechten Computertricks. Man könnte meinen, dass sich die Macher bei den Animationen extra wenig Mühe gegeben hätten – selbst im Vergleich zu den vorherigen Teilen. Die Krönung setzt dem nur noch der aus der Ur-Besetzung bestehende Cast auf, der wie immer hemmungslos theatralisch 'overacted' (übertreibt).

"Sharknado"-Fans werden ihre Freude an diesem letzten Trash-Spektakel haben. Und alle anderen werden es vermutlich eh nicht gucken.

Wie in den letzten Jahren üblich, folgt die Deutschland-Premiere des Hai-Trash-Festes nur wenige Tage nach der US-Ausstrahlung. Der US-amerikanische Nischensender Syfy zeigt "Sharknado 6" am 23. August um 20.15 Uhr. Wer noch etwas Geduld aufbringen kann und die volle Dröhnung Hai-Massaker haben möchte, sieht sich am Wochenende den Sharknado-Marathon "Sharpokalypse Now" an: Am Samstag zeigt Syfy ab 9.30 Uhr die ersten drei Filme der Reihe. Die letzten drei folgen dann am nächsten Tag, ebenfalls pünktlich zum Frühstück.

Quelle: n-tv.de

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