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"Das erste Pony heißt Günther" Altenpflegerin zockt grandios für den Ponyhof

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Aufrichtiger "WWM"-Moderator Jauch: Das Leben ist doch kein Ponyhof, oder doch?

(Foto: TVNOW / Guido Engels)

Günther Jauchs Leben ist kein Ponyhof und das ist auch gut so. Da hat er die Rechnung aber ohne Nicole Hermann gemacht. Was die sich vom Gewinn kaufen will? Einen Ponyhof! Für diesen Traum zockt die Altenpflegerin, dass sich die Balken biegen.

So aufrichtig entsetzt hat man Günther Jauch selten gesehen. "Welche Wünsche haben Sie?", wollte der "Wer wird Millionär?"-Gastgeber blauäugig von Kandidatin Nicole Hermann wissen. "Einen Ponyhooof!", schallte es zurück. "Nein." "Dooch!" "Nein, bitte", versuchte Jauch das Grauen zu leugnen. "Oh, bitte schooon. Einen Ponyhooof!" Dann griff Hermann zum Trick aus der Leon-Windscheid-Mottenkiste: "Ich nenne das erste Pony auch Günther." Zu dieser Taufe kommt der Moderator garantiert nicht.

Die Altenpflegerin aus dem Örtchen Moringen bei Göttingen hat mit ihren Minipferden große Pläne. Sie will sie für die Therapie demenzkranker Menschen ausbilden und therapeutisches Reiten anbieten. Wenn Hermann mit dieser Idee einen ebenso guten Instinkt beweist wie auf dem heißen Stuhl, dürfte das Geschäft bestens laufen. Denn die Norddeutsche hatte zwar häufig nicht wirklich eine Ahnung. Dafür verfügte sie über ein verlässliches Bauchgefühl und den Mut, alles auf eine Karte zu setzen.

Siegen mit Wembley-Tor

Überhangkandidat Joachim Lauterbach war zu Beginn gleich bei der 8000-Euro-Frage ausgestiegen. Er hatte keine Ahnung, welches Bauwerk wohl nur 50 Jahre alt ist: Dresdner Zwinger (kannte er nicht), Kölner Dom, Hamburger Hafen oder Berliner Fernsehturm. Nachfolgerin Hermann hingegen ließ Logik walten und kam damit über die Runden. Dass Hans Tilkowski einst das Wembley-Tor kassierte, wusste die Altenpflegerin zwar nicht, konnte aber auf eine Schar von Fußballfans im Studio zurückgreifen.

Bei der Frage für 64.000 Euro beschlich sie eine leise Ahnung, dass Ryan Gosling und nicht etwa Leonardo DiCaprio einst mit Britney Spears beim "Mickey Mouse Club" vor der Kamera gestanden hatte. Sicher war sie aber nicht. Es drohte der Sturz auf 500 Euro. "Ich möchte so gern C nehmen", hauchte Hermann und loggte plötzlich die Antwort ein. Sie war richtig. "Ich hab schon wieder eine Vermutung", verkündete die Kandidatin in der nächsten Runde. Gefragt war, welcher Roman als Taschenbuch auf mehr als 1200 Seiten kam. Hermann tippte schwer auf "Die Säulen der Erde", stieg aber aus und verzichtete damit auf 61.000 Euro. Das wäre eine ganze Pony-Armada gewesen, die Jauch vermutlich endgültig Albträume ohne Ende beschert hätte.

WWM-Kandidat stürzt ab

Nachfolger Sven Hausdorf aus Potsdam hatte ebenfalls ein Bauchgefühl. Das war aber leider nicht so zuverlässig wie das von Hermann. Er versteifte sich bei der 8000-Euro-Frage darauf, dass die gut 60 Meter hohen "Kranhäuser" im Hamburger Hafen stehen müssen. Trotz Jauchs Winks mit dem Zaunpfahl, dass das Publikum im Kölner Studio sicher helfen könnte, beharrte der selbst ernannte "Lebenskünstler" mit der knallgelben FDP-Gedächtniskrawatte (passenderweise übersät mit kleinen Kreuzen) auf seiner Antwort und stürzte auf 500 Euro ab.

Das würde bei Sabrina Heinicke im Ikea-Bistro für 500 Hot Dogs reichen. Die Wuppertalerin kam in der Doppelfolge am Montagabend bis zur 16.000-Euro-Frage. Was sie mit ihrem Gewinn anstellen möchte? Das erfahren wir nächste Woche. 

Quelle: ntv.de