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Gestählter Sozialbetrug Der Wiener "Tatort" im Schnellcheck

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Haben mit zwielichtigen Fitnessstudio-Mitarbeitern zu kämpfen: Fellner (Adele Neuhauser) und Eisner (Harald Krassnitzer, Mitte)

(Foto: ARD Degeto/ORF/Allegro Film/Hube)

Endlich wieder Mord und Totschlag im TV: Der "Tatort" meldet sich zur Jubiläumssaison mit einem Fall aus Wien zurück aus der Sommerpause - und hat noch ordentlich Luft nach oben. Warum das so ist, lesen Sie hier.

Das Szenario

Ein junger, durchtrainierter Mann wird irgendwo an der Wiener Peripherie von einem Güterzug überrollt. Alles sieht zwar nach Selbstmord aus, doch der Zugführer ist überzeugt: Dieser Tote wollte gar nicht sterben. Obwohl die Ermittler Eisner (Harald Krassnitzer) und Fellner (Adele Neuhauser) zuerst nicht so ganz von der These überzeugt sind, unterstützt eine Reihe von Indizien die Mordtheorie - und so stürzen sich die Kommissare Hals über Kopf in die Fitnessszene der österreichischen Hauptstadt, in der der Tote höchst aktiv war.

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(Foto: ARD Degeto/ORF/Allegro Film/Hube)

"Arnis Fitness" heißt das Heimatstudio des Ermordeten, das die Kommissare nach kurzer, intensiver Suche finden - und sowohl Chef Arni selbst als auch seine Mitarbeiter stecken bis zum ausdefinierten Nacken in schmutzigen Aktivitäten. Doch anders als erwartet bildet der illegale Handle mit Steroiden nur einen kleinen Teil der geschäftlichen Aktivitäten der Pumpermafia ab.

Die eigentliche Botschaft

Wer zu viel in den Armen hat, dem fehlt es im Kopf und im Herzen. Das wäre jedenfalls eine mögliche Interpretation des "Tatort"-Saisonauftakts. Die andere hat damit zu tun, dass das österreichische Sozialsystem anscheinend die eine oder andere Macke hat.

Darüber wird in der Mittagspause geredet

Über gestählte Körper, von Güterzügen sauber halbiert.

Der Plausibilitätsfaktor

Mehr zum Thema

Anabolika in der Pumperhölle? Ja, sicher. Sozialbetrug durch gestählte Muckibrüder? Eher nicht. Aber irgendein Thema braucht man ja dann doch, wenn man vom offensichtlichen ablenken möchte.

Die Bewertung

6 von 10 Punkten. "Pumpen" ist ein eher schwacher Auftakt in die "Tatort"-Saison zum 50. Jubiläum der Serie.

Quelle: ntv.de

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