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"Gipfel der Quizgiganten" Jauch schmeißt WWM-Sieger raus

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Beim "Gipfel der Quizgiganten" sind erstmals drei erfolgreiche Quiz-Master zusammen zu Gast.

(Foto: RTL / Felix Krüger, Stefan Gregorowius , Kirsten Nijhof, Patrick Liste)

Palina Rojinski meint, der "Gipfel der Quizgiganten" sei härter als WWM. Günther Jauch macht zwischen Goethe und Wanderhure kurzen Prozess mit Ex-Sieger Jan Stroh, scheitert seinerseits aber an der Nationaltorhüterin und dem "Maximiser".

Etwas Häme konnte sich Palina Rojinski nicht verkneifen. "'Wer wird Millionär?' war anscheinend etwas leichter als 'Die Quizgiganten'. Viel Erfolg weiterhin", verabschiedete die Gastgeberin der neuen RTL-Rateshow den WWM-Champion Jan Stroh. Der Jurist war 2019 bei Günther Jauch zum Millionär geworden. Beim "Gipfel der Quizgiganten" am Montagabend aber scheiterte der 38-Jährige am Triumvirat aus Jauch, Johannes B. Kerner und Guido Cantz. Auch Jauch trat noch etwas nach. Beim Torschuss aber schwächelte der ehemalige "Aktuelles Sportstudio"-Moderator.

Stroh ging erwartungsfroh in den Wettkampf gegen die Quizmaster, die gemeinsam gegen die Rateshow-Champions antraten. "Es ist mir eine große Ehre, jetzt hier zu stehen", meinte der Hamburger. Schnell aber geriet er in Rückstand. In sieben Fragen aus ebenso vielen Themenbereichen mussten Stroh und die drei weiteren Kandidaten des Abends gegen das Trio antreten. Die Moderatoren durften untereinander beraten, welche der vier angebotenen Antworten richtig war, während der Kontrahent akustisch unter Kopfhörern abgeschirmt selbst zur hoffentlich korrekten Schlussfolgerung kommen musste. Bei der Frage nach einem 2021 neu in der Europäischen Union zugelassenen Lebensmittel tippte Stroh fälschlicherweise nicht auf die Wanderheuschrecke. "Die gab es früher schon", vermutete der Jurist. "Nein", korrigierte ihn Cantz. "'Die Wanderhure' - die gab es früher. Bei Sat.1. Sehenswerte Produktion."

Jauch schlägt WWM-Champion

Bereits bei Frage Nummer sechs war klar: Der WWM-Champion hat den Einzug auf den "Gipfel der Quizgiganten" verpasst. Rojinski wollte wissen, mit welchen Worten die erste Strophe der Ballade "Erlkönig" von Johann Wolfgang von Goethe endet. Für Jauch war klar: "Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm." Stroh loggte hingegen eine falsche Option ein. "Ich war mir nicht sicher, wo die erste Strophe genau aufhört", versuchte er sich zu rechtfertigen. "Na: da", verwies Jauch trocken auf seine richtige Antwort.

Zumindest in finanzieller Sicht brauchte sich Stroh nicht allzu sehr zu grämen. Der Gewinn hielt sich verglichen mit "Wer wird Millionär?" in Grenzen. Der Jackpot begann bei 50.000 Euro. In mehr oder minder sportlichen Einlagen zwischen den Kandidatenrunden konnten die Moderatoren die Summe um jeweils bis zu 15.000 Euro in die Höhe treiben. Sie traten unter anderem gegen den deutschen Dartspieler Max Hopp alias "Maximiser" an oder mussten beim Elfmeterschießen Nationaltorhüterin Almuth Schult überwinden. "Ich schieße nicht als Erster", stellte Jauch sofort klar und schnitt denn auch mit lediglich einem Treffer bei fünf Versuchen am schlechtesten ab.

Jauch verliert bei "Quizgiganten"

Das hatte das Studiopublikum aber auch so erwartet. Es stimmte vor den Sporteinlagen jeweils darüber ab, wie die Moderatoren wohl abschneiden würden. Lagen die Zuschauer beim Sieger richtig, gab es 15.000 Euro zusätzlich für den Jackpot. Wurde ihr Favorit Letzter, gab es nur 500 Euro extra. Auch dieses Beispiel zeigt: So mancher Aspekt war bei der neuen Show unnötig kompliziert. Selbst Profis wie Jauch, Kerner und Cantz gerieten da manchmal ins Trudeln.

So oder so blieb der "Gipfel der Quizgiganten" trotz des hohen Anspruchs im Titel weit unter dem Niveau von "Wer wird Millionär?". Gerade einmal 85.500 Euro waren am Ende der ersten Folge im Jackpot. Um den spielten im Finale nach der "RTL Direkt"-Pause die beiden Quiz-Champions Dorothée Zensen und Thomas Kinne Seite an Seite. Sie hatten im Gegensatz zu Stroh und Annette Biller aus Bayreuth das Moderatorentrio in den Vorrunden schlagen können.

Insbesondere Kinne, der 1996 bereits Deutschland im US-"Jeopardy" vertreten hat, machte in der Tempo-Buzzer-Schlussrunde aus maximal 20 Fragen den Sieg der Kandidaten perfekt. Der Übersetzer aus dem hessischen Nauheim wusste unter anderem, dass "Wellenbrecher" zum Wort des Jahres 2021 gekürt worden war und dass sich das Ausrufezeichen auf deutschen PC-Tastaturen über der "1" befindet. Er und seine Mitstreiterin freuten sich im Konfettiregen ausgiebig über den Sieg. Dabei stellte Rojinski erst ganz am Schluss zumindest für die Zuschauer daheim klar, dass sich die Kandidaten die Gewinnsumme teilen müssen. Insofern hatte Strohs Ausscheiden sogar sein Gutes. Und zum Glück braucht der ehemalige Jauch-Champion das Geld offenbar nicht wirklich. "Es ist noch was da", sagte der Jurist über seinen WWM-Gewinn.

"Der Gipfel der Quizgiganten" geht am nächsten Montag mit einer weiteren dreistündigen Ausgabe in die Fortsetzung. Danach kehrt Jauch mit "Wer wird Millionär?" auf den angestammten Sendeplatz zurück.

Quelle: ntv.de

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