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"Wer wird Millionär?" Von Querstellern und Absahnern

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Pedro Rodriguez Sanchez hofft und bangt.

(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Das große "Drei-Millionen-Euro-Finale" setzt der eh schon aufregenden WWM-Woche die Krone auf. Während sich manche Kandidaten kurz vor dem ultimativen Showdown "verweigern", legen andere noch einmal eine Quiz-Schippe drauf.

Nach drei spannenden Quiz-Abenden, viel Freud und auch ein bisschen Leid, steht die Tür zum ersehnten "Drei-Millionen-Euro-Woche"-Finale endlich offen. Alles ist angerichtet. Alle Sitze und Flächen im TV-Studio sind blitzeblank und vor dem begehrten Ratepult liegen unzählige Geldbündel zur "Abholung" bereit. Günther Jauch schreitet gut gelaunt durchs Rampenlicht und eigentlich gibt es nichts zu nörgeln. Doch dann ergreift der Moderator das Mikrofon und erklärt der gespannt lauschenden Gesellschaft die Spielregeln.

Kurz zusammengefasst: Die Kandidaten, die um drei Millionen Euro spielen wollen, müssen sich zunächst von ihrer bereits erspielten Gewinnsumme verabschieden. Danach handeln Günther Jauch und der jeweilige Kandidat eine festgesetzte Garantiesumme aus, die der Spieler, unabhängig vom Ausgang seiner Spielrunde, behalten darf. Im Fall von 500.000-Euro-Gewinner Timo Zang lockt Günther Jauch mit einer Garantiesumme in Höhe von 100.000 Euro. Das ist dem Realschullehrer aber viel zu wenig: "Da müsste ich ja erst 14 Fragen richtig beantworten, damit es sich für mich rentiert", stellt Timo Zang fest.

"Das können wir so nicht machen"

Recht hat er, denn laut Final-Gewinnbaum würde ihm die richtige Antwort auf besagte Frage 14 900.000 Euro einbringen. Bei Frage 13 wären es erst 250.000 Euro. Da lässt sich Zang nicht drauf ein. Auch eine Erhöhung der Garantiesumme (150.000 Euro) lockt den Münchner nicht. "Für 350.000 Euro würde ich Platz nehmen", sagt Zang. "Das können wir so nicht machen", lautet die Antwort von Jauch. Und so trennen sich die Wege der beiden Verhandelnden auch schon wieder.

Timo Zang ist aber nicht der Einzige, der sich querstellt. Auch Thomas Lang aus Frankfurt (Gewinnsumme 64.000 Euro) winkt bei einer Garantiesumme in Höhe von 15.000 Euro ab. Chef-Stewardess Anja Beyer murrt ebenfalls, lässt sich dann aber doch auf das Spiel mit dem Feuer ein. Mit einer Garantiesumme in Höhe von 40.000 Euro im Rücken startet die Hessin ihren zweiten WWM-Trip innerhalb einer Woche.

Viel Wissen und lecker Bockbier

Es dauert auch nicht lange, da ist der etwas zähe und holprige Final-Einstieg schon wieder vergessen. Mit viel Wissen und einem mit Bockbier feiernden Ehegatten im Schlepptau quizt und zockt sich Anja Beyer von einem Rate-Gipfel zum nächsten. Als die bisweilen etwas mürrisch und dominant auftretende Kandidatin bei der 900.000-Euro-Frage kurz vor dem Zocker-Abgrund stehend Purzelbäume schlägt, will der Gatte im Hintergrund gar nicht mehr hinsehen. "Ist die daheim auch so drauf?", will Günther Jauch wissen.

"Ja, ziemlich oft. Ich freue mich immer, wenn sie fliegt!", schüttelt der Ehemann den Kopf. Glücklicherweise kommt die Kandidatin doch noch zur Besinnung und pocht nicht weiter darauf, dass der Mont Blanc und die Zugspitze auch "Akren" genannt werden. Anatomie-Experten wissen: Als "Akren" bezeichnet man keine Berge, sondern Finger und Zehen. So freut sich die baldige Poolbesitzerin am Ende über insgesamt 290.000 Euro. Glückwunsch!

Es läuft gut für "Wiki-Pedro"

Neben den beiden 16.000-Euro-Kandidaten Ann-Kathrin Krause (Garantiesumme 5000 Euro, fällt aber auf 1000 Euro zurück) und Michael Wählen (Gewinnsumme: 55.000 Euro) wagt sich auch noch Pedro Rodriguez Sanchez alias "Wiki-Pedro" zum zweiten Mal in dieser Woche auf den Ratestuhl. Auch für den selbsternannten "Schwarzwald-Spanier" läuft es außerordentlich gut.

Bei der 50.000-Euro-Frage muss der Kandidat einen ersten Joker ziehen. Es geht um den "Bravo"-Untertitel der Erstausgabe aus dem Jahr 1956. Während Sanchez vor sich hin grübelt, wird Jauch mit beinahe erschütternden Tatsachen konfrontiert: "Ich höre gerade, dass ich einst viermal den bronzenen 'Bravo'-Otto gewonnen haben soll. Daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern", staunt der Moderator.

Gibt es von Dürers "Feldhase" eine "Version a" und eine "Version b"?

Das Grübeln von Jauchs Gegenüber dauert nicht lange an. Mit der Hilfe des Publikums, viel eigenem Dazutun und etwas Glück steht auch Sanchez irgendwann vor der 900.000-Euro-Hürde. "Wovon schuf der Urheber zwei Fassungen, die man unter der Bezeichnung 'Version a' und 'Version b' voneinander unterscheidet?", will Jauch wissen. Zur Auswahl stehen: Mozarts "Zauberflöte", "Das Tagebuch der Anne Frank", die Venus von Milo und Dürers "Feldhase".

Letztgenannter entpuppt sich als heißer Tipp. Aber zum Glück sind sich weder der Kandidat noch sein hinzugezogener Telefonjoker wirklich sicher. Statt zu zocken, dreht sich der Kandidat grinsend um: "Schatz, du kannst wieder atmen. Ich bin raus", flüstert Pedro seiner Gattin im Publikum zu. Die ist genauso erleichtert wie Günther Jauch, der noch schnell aufklärt: "Es wäre das Tagebuch der Anne Frank gewesen."

"Dankeschön, Glückwunsch, Wiedersehen!"

So freut sich auch Pedro Rodriguez Sanchez am Ende der "Drei-Millionen-Woche" über eine stattliche Gewinnsumme. Satte 257.000 Euro wandern demnächst auf das Konto des Stuttgarters. Günther Jauch hat das letzte Wort: "Dankeschön, Glückwunsch, Wiedersehen!", heißt es zum Abschied einer ereignisreichen WWM-Woche, die der eine oder andere Anwesende wahrscheinlich sein Leben lang nicht vergessen wird.

Quelle: ntv.de

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