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"Heute nur Durchgeknallte da" "Katzen-Mutti" und Jauch feinden sich an

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"WWM"-Kandidatin Ellen Marquardt und Moderator Günther Jauch: Ein Blick sagt mehr als tausend Worte.

(Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius)

So viel Feindseligkeit war selten bei "Wer wird Millionär". Die Hausfrau und Jauch sind sich umgehend unsympathisch. Sie motzt, er piesackt, aber beim dressierten Kater hört der Spaß auf. Jauch: "Heute sind nur Durchgeknallte da."

"Was gibt es denn da zu lachen?" Auch die Reaktion des "Wer wird Millionär?"-Publikums war irgendwie nicht nach dem Geschmack von Ellen Marquardt. Die Kandidatin aus Neuss hatte eben erzählt, welche Kunststücke ihr Kater so alle beherrscht. Günther Jauch war weniger amüsiert denn misstrauisch. "Wie heißt er denn?", wollte der Moderator wissen. "Das sag' ich nicht", blockte Marquardt. "Nachher brechen die Leute bei mir ein und klauen den." Der Zusammenhang wurde Jauch nicht ganz klar. Aber die Kandidatin blieb hart: "Ich sag' den Namen nicht, Feierabend." Irgendwann hielt der Gastgeber mit seiner Meinung nicht mehr hinter dem Berg: "Möchten Sie bei der zu Hause Kater sein?"

Mit ihren Nachbarn hat es sich die zugegebenermaßen offenbar extrem aufgeregte Kandidatin auch schon verdorben. Sie braucht das Geld nämlich unter anderem für einen Wohnungswechsel. "Größer, schöner, nette Nachbarn", telegrafierte sie ihre Wünsche durch. Das werde ihre aktuellen Nachbarn aber freuen, meinte Jauch. "Deshalb sage ich das auch", erwiderte Marquardt und blockte seine Spekulationen über die Gründe für den Umzug ab. "Herr Jauch, bitte vertiefen Sie es nicht."

Katzenmusik und Katzenjammer

Da half es wenig, dass die Kandidatin Jauch ein selbstgedichtetes Ständchen vortrug. "Ein Hauch von Katzenmusik", lästerte der betont kratzbürstige Moderator. Am Ende sammelte Marquardt ihre selbstgebastelten Tiere aus Handtüchern ein. "Für 32.000 Euro darf ich mir eins aussuchen", stellte Jauch versöhnlich fest. "Nein!", ließ ihn die Kandidatin auflaufen und marschierte aus dem Studio. "Ich glaub's ja nicht", meinte Jauch und schickte einen echten Schenkelklopfer-Klassiker hinterher. "Möchte nicht wissen, wie viele Männer jetzt sagen: So eine habe ich auch zu Hause."

Harmonischer wurde es in der Doppelfolge am Montagabend mit Lars Bente aus Hamburg. Der Radiomoderator und St.-Pauli-Experte ist von Berufs wegen schlagfertig. Sie haben keine Haustiere?, wollte Jauch zu Beginn wissen. "Wenn, würde ich Ihnen den Namen niemals verraten", konterte der 32-Jährige. Irgendwie lagen beim Moderator die Nerven aber blank. Als Bente sich kurz darauf spielerisch beschwerte, meinte Jauch: "Heute sind nur Durchgeknallte da." "Das ist jetzt aber ein harter Vergleich", wehrte sich der Kandidat.

Bewerben Sie sich!

Er tappte nicht wie befürchtet in die "Dösbaddel"-Falle und räumte für seine junge Familie 64.000 Euro ab. Überhangkandidat Tillmann Meinshausen war zu Beginn der Sendung leider bei der 8000-Euro-Frage auf 500 Euro abgestürzt. Das soll Interessenten aber nicht abschrecken. Jauch rief zur Bewerbung unter RTL.de auf. Denn "Wer wird Millionär?" feiert Anfang September in einer Jubiläumssendung den 20. Geburtstag. Vor der Sommerpause verabschiedet sich die Quizsendung nächsten Montag mit dem großen Prominenten-Special.

Für einen guten Zweck raten dann Smudo, Sophia Thomalla, Tim Mälzer und Julius Brink. Vielleicht bricht ja einer von ihnen endlich den Fluch der ausbleibenden Million. Der letzte Sieger, Leon Windscheid, hatte den Jackpot am 7. Dezember 2015 geknackt. Zuvor war der Coup in Promi-Specials Oliver Pocher (2008), Thomas Gottschalk (2009) und Barbara Schöneberger (2011) geglückt.

Quelle: n-tv.de