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"Let's Dance" - Viertelfinale Llambi will Janin Ullmann 55 Punkte geben

Janin Ullmann haut alle aus den Socken, Amira Pocher liefert einen königlichen Paso Doble ab und René Casselly sollte öfter Standard tanzen. Im Viertelfinale von "Let's Dance" geht aber leider auch eine lange, wunderbare Reise zu Ende.

"Hier sind 55 Punkte, hau ab! Verschwinde! Nimm sie mit", scherzt Jury-Boss Joachim Llambi und möchte Janin Ullmann am liebsten gleich die Kiste, in der die Punktekellen aufbewahrt werden, mitgeben. Es ist Viertelfinale bei "Let's Dance".

Heißt: Zu den Einzeltänzen kommt dieses Mal erneut ein weiterer Tanz hinzu, der sogenannte Trio-Dance. Ullmann, die an diesem Abend auch einen Slowfox - übrigens "der schwerste aller Tänze" - mit einer solchen Grazie tanzte, kassiert zum zweiten Mal in einer Show 30 Punkte. Die Juroren sind verzückt. Natürlich kann jeder nur zehn Punkte vergeben, auch wenn diese, wie Llambi anmerkt, für die Frau, die stets voller Herz tanzt, "viel zu wenig sind".

Noch nie in der Geschichte von "Let's Dance" hat es ein solches Urteil gegeben. Und ebenfalls noch nie wollte der Chefjuror gleich seine komplette Kellenkiste verschenken. Kritisch anzumerken sind in der diesjährigen Show immer wieder die stehenden Ovationen der anwesenden Zuschauer. Im Netz wird gescherzt, diese seien so inflationär geworden, dass, wenn man jedes Mal beim Aufstehen des Publikums einen Kurzen zwitschert, am Ende der Sendung mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus liegen würde.

Und vielleicht ist das Inflationäre symptomatisch für unsere Zeit, aber bei der 40-Jährigen stimmt einfach alles! Die Podcasterin ist, so Motsi, mit ihrem Trio-Tango "das Highlight" dieses Abends - "wenn nicht sogar der gesamten Staffel". Das Schöne ist zudem Ullmanns bescheidene Art. Kein affektiertes Gehabe, kein Größenwahn, nichts Gekünsteltes. Mehr Sympathie geht fast nicht.

"Du solltest immer so Standard tanzen"

Während die eine stets mit Herz und Seele tanzt, vermisst man bei dem anderen genau dieses Gefühl, das Tanzen auslösen soll. Ja, René Casselly ist "ein Ausnahmetalent", aber man weiß nie, ob er das, was er auf dem Parkett abliefert, auch wirklich gern macht. Oft zeigen er und seine Partnerin "perfekte Choreografien", aber alles ist fast schon ein bisschen "zu perfekt, zu glatt".

Was bringen ein "hohes Niveau" und eine "spektakuläre Show", wenn sie nicht die Herzen der Zuschauer berühren? Im Viertelfinale zeigt der Artist einen zackigen Jive, bei dem González jedoch "der Charakter des Tanzes" und Mabuse die "Basic-Grundschritte" fehlen.

Sensationell hingegen gelingt dem 25-jährigen "Ninja Warrior" der gemeinsame Slowfox mit Kathrin Menzinger und Valentin Lusin, bei dem Casselly zwischen den Geschlechterrollen switchen muss. Keine leichte Choreografie, die die drei aber wunderbar umsetzen. Die Jury ist der Meinung: "Du solltest immer so Standard tanzen!"

Zu den Besten dieser Staffel zählt nach wie vor auch Amira Pocher. In einem spektakulären Outfit, schön wie eine Märchenkönigin, vertanzt sie mit Massimo Sinató "unfassbar ausdrucksstark" und "voller Energie" einen Paso Doble. Jeder Blick der 29-Jährigen ist so intensiv, dass man das Gefühl hat, er würde den Betrachter regelrecht durchdringen. Bei ihrer Samba, bei der sie und Sinató von Andrzej Cibis begleitet werden, ist die "Femme fatale" zwar laut Llambi "mit dem Gewicht etwas zu weit hinten", aber das ist nun wirklich Jammern auf hohem Niveau.

"Das war mir nicht tango-like genug"

Für Mathias Mester indes wird es immer schwerer, mit der starken Konkurrenz mitzuhalten. Er überzeugt zwar mit seinem "männlichen Ausdruck", der Boss am Pult bemängelt bei seinem ersten Tanz aber vor allem seine Haltung. Die sei ihm einfach "nicht tango-like genug".

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Die Samba an der Seite von Renata Lusin und Christina Luft sorgt dann aber bei allen für gute Stimmung. Das Schöne an dem Athleten: Er geht im Storytelling jedes Mal voll und ganz auf, ist sich auch nicht für Gags und Selbstironie zu fein und beweist jede Woche, dass man sich wirklich steigern kann, wenn man nur hart genug an sich arbeitet.

Am Ende jedoch ist es Sarah Mangione, die es leider nicht ins Halbfinale schafft. Obschon die "Herz über Kopf"-Schauspielerin durchaus einen rhythmischen Charleston mit "tollen Gags" präsentiert und mit einer Rumba eine Seite von sich zeigt, die laut Jorge bei "Herrn Llambi für Fantasien sorgt", ist ihre Reise bei "Let's Dance" nach dem Achtelfinale vorbei. Noch zwei Shows, dann stehen drei der Paare im Finale.

Quelle: ntv.de

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