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"Was für ein Charleston!" Pocher mischt "Let's Dance" auf

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Oliver Pocher und Christina Luft: Team Po-Luft.

(Foto: TV Now)

Oli blödelt nicht nur, sondern tanzt sogar richtig gut, "Pommes" zeigt einen glücklichen Po, und Ellas Salsa wird heiß diskutiert. Alles über zu kurze Hälse, eingedrehte Füßchen und Tänzer, die die Seele streicheln.

"Ja, das ist das Problem", witzelt Oliver Pocher bei der Frage, warum er gezögert habe, über seine Tanzpartnerin rüberzuspringen, als diese in der Hocke war. "Man weiß es schließlich nie: Bücken sich die Frauen oder nicht". Der Blödel-Heini, ob man seinem Humor nun etwas abgewinnen kann oder nicht, ist die Würze dieser dritten "Let's Dance"-Show.

Einst neben Harald Schmidt ein blässlicher Sidekick bringt Pocher, in "frechem Mausgrau" dermaßen Stimmung in die Bude, dass man alleine für seine Sprüche die Zehnerkellen zücken würde. So mancher sieht in dem Comedian und Moderator Hartwich das neue TV-Dreamteam für 2020. Das Publikum johlt, als er nach seinem "energievollen, superschnellen" und "unterhaltsamen" Charleston die Zuschauer bittet: "Wenn Sie für mich anrufen, gewinnen Sie 10.000 Euro. Bitte rufen Sie an! Wenn Sie RTL gucken, können Sie das Geld bestimmt gut gebrauchen!"

"Tanzen ist einfach scheiße schwer!"

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"Pommes" und Ekat.

(Foto: TV Now)

Aber was ist nur mit Mocki los? Welch Bescheidenheit dem Tanzfloh innewohnt! Angebracht wäre mehr "Selbstsicherheit". "Sich nicht immer so klein machen", fordert die Jury, die in der Salsa der Leichtathletin durchaus "gut Momente" gesehen hat. Und obschon die süße Quasselstrippe beim Training eingangs erwähnt hatte, dass sie "ihren Eisprung habe, da tun die Brüste immer weh", ist Llambi die Nummer, Sie ahnen es, mal wieder "nicht weiblich genug".

Der eine sei "zu wenig Kerl", die andere "zu wenig weiblich", man kann es dem Chefjuroren nur sehr schwer recht machen. Das muss auch Nazan Eckes erfahren, die mit ihrem Christian in einem gelben Sommerkleid einen Quickstep tanzt - der "Herzinfarkttanz" schlechthin. Und was stört den Llambi dieses Mal? "Die offenen Haare" der Moderatorin! Nazan kannst du die bitte hochstecken, deine Halslinie ist sonst nicht lang genug!

Obwohl auch Ex-Profi-Handballer "Pommes" an diesem Abend sein Haar offen trägt und behauptet: "Tanzen ist einfach scheiße schwer!", glänzt er an der Seite von General Ekat mit einem fabelhaften Cha-Cha-Cha und präsentiert einen "sehr glücklichen Popo", der vor allem - BUMM BÄM! - Motsi erstrahlen lässt. Dabei hat Pascal während des Trainings immer wieder über sich gesagt: "Ich bin die größte Wurst!" Wenn schon, dann aber eine, die prima die Hüfte schwingen kann!

Dies kann gewiss auch die professionelle Musical-Darstellerin Ella Endlich, die mit ihrem Valentin eine wundervolle und leichte Salsa präsentiert, von Llambi als "beste Salsa all die Jahre über" gelobt. Aber irgendwas haut nicht hin, vielleicht ist es das Phrasendreschen, vielleicht dieses Aalglatte, zu Perfekte. "Nicht authentisch", sagen die einen, "Top getanzt, aber lässt mich kalt", die anderen.

Stark ist, wer Schwäche zeigt

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Benjamin und Isabel.

(Foto: TV Now)

Und dann schaut man auf Benjamin Piwko und weiß sofort, was mit dem Wunsch nach Wahrhaftigkeit gemeint ist. Der Kampfkunst-Meister kann ruhig hundert Fehler machen, es ist seine aufrichtige Art, die zutiefst berührt. Zu sagen, wenn es zu viel wird im Kopf, die Schwierigkeit nichts zu hören und dennoch zu tanzen, dazu immer Lippen lesen, aufpassen, fühlen, folgen, versuchen zu verstehen. Und wenn Isabel schnell spricht, sei das "hart und schwierig" und mache ihn "oft hilflos". Doch diese Schwächen, die er offen anspricht, verleihen ihm Stärke, aber auch unvergleichliche Eleganz. Piwko und Edvardsson tanzen einen Quickstep zu "Puttin' on the Ritz" von Fred Astaire und vielleicht sollte sich der Zuschauer wirklich einmal die Ohren zuhalten, um das Wunder, das er vollbringt, ein Stück weit zu spüren. Piwkos feine Sensibilität verschafft der gesamten Community Gehör. Warum nicht die Basics der Gebärdensprache lernen?

Ein wenig "durchgelaufen", zumindest "hinten raus", ist in dieser dritten Show Evelyn Burdecki. Am Anfang sei ihr Contemporary zwar "stark gewesen" so der Vier-Punkte-Verteiler Llambi, aber dann war "aus die Maus". Die amtierende Dschungelkönigin zählt abermals zu den Zitterkandidaten, genauso wie Barbara Becker. Dabei hat die Frau, die in sich ruht wie ein Fels in der Brandung, "so tolle Linien" bei ihrer Rumba gezeigt. Barbara, bitte weniger "Distanz"! Du musst den Massimo das nächste Mal "auffressen"!

Was sonst noch geschah:

Llambi sieht in Danke-Sager Rath, der mit seinem "Lecker Mädsche" Menzinger einen leichtfüßigen Jive hinlegt, jede Menge "Explosionspotenzial" und gibt ihm mit 8 Punkten tatsächlich einen Punkt mehr als "Pommes". Gleiches gilt für Lukas Rieger, der dem Mäkel-Heini vom Dienst noch zu "wenig Kerl ist". Aber wenn er erst mal begriffen hat, dass man "unten hüpfen muss, ohne, dass es oben wackelt", gibt es bestimmt kein Halten mehr, so die Annahme. Doch dann das: Der Influencer schafft es nicht in die nächste Runde und muss die Show schon als Dritter verlassen.

Dabei war es doch angeblich Ulrike Frank, die mit ihrem Tango "Unruhe reinbrachte." Die Ulrike hat sich nämlich mit ihrem Robert immer gegenseitig eine Rose zwischen die Beißerchen geschoben, was unseren Llambi sehr, sehr störte. Dabei hat die schöne rückengeplagte Schauspielerin einen so tollen "langen Hals" gezeigt!

Quelle: n-tv.de

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