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Wieder was gelernt Aramco-Börsengang: Gigantisch riskant

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(Foto: REUTERS)

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Im Dezember will Saudi-Arabien seinen Staatsschatz an die Börse bringen: Der Börsengang von Aramco könnte der größte der Geschichte werden. Aber die Risiken scheinen genauso groß wie die Summen, um die es geht. Ist der Ölriese wirklich doppelt so viel wert wie Apple? Warum geht er in Riad an die Börse und nicht in New York?

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Saudi Aramco fördert und produziert zwölf Prozent des weltweiten Öls. Voriges Jahr hat der Ölriese 111 Milliarden Dollar netto verdient - doppelt so viel wie Apple. Im Dezember möchte die saudische Königsfamilie erstmals Anteile an ihrem Staatsschatz an der Börse verkaufen. Der umstrittene Kronprinz Mohammed bin Salman strebt eine Bewertung von zwei Billionen Dollar an, damit wäre Aramco das mit Abstand wertvollste Unternehmen der Welt. Robert Halver ist Kapitalmarktanalyst bei der Baader Bank. Er hält diese Summe für unrealistisch.

"Zwei Billionen Dollar sind übertrieben. Dass der Kronprinz das Maximale herausholen will, ist klar: Aramco ist der saudische Staatsschatz, dort kommen 60 Prozent der Staatseinnahmen her. Das will man möglichst teuer verkaufen. Vermutlich hat man saudische Investoren auch ein bisschen 'angeleitet', vielleicht sogar gezwungen, bei Aramco einzusteigen. Die Transparenz ist auf dem saudischen Kapitalmarkt nicht so hoch, wie in Europa, den USA oder Asien. Das sind Risiken, die abgeklopft werden müssen. Macht man das, muss man sagen: Wir fallen unter zwei Billionen Dollar Marktwert."

Die Banken, die für mögliche Investoren den genauen Wert des Unternehmens bestimmen sollen, tun sich damit schwer. Die Spannweite beträgt 1,1 Billionen Dollar. Das ist eine Lücke in der Größe von Apple. Warum die genaue Bewertung von Aramco schwierig ist und warum die saudische Königsfamilie die bekannten Handelsplätze vorerst meidet, hören sie im Podcast.

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de, chr