Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 20:17 Hälfte der Deutschen hält Beschlüsse für angemessen +++

Einer Umfrage zufolge finden 49 Prozent der Bundesbürger die beschlossenen Corona-Maßnahmen "alles in allem angemessen". Dagegen gehen 25 Prozent die Schritte zu weit und 24 Prozent noch nicht weit genug, wie eine Forsa-Befragung im Auftrag von RTL und ntv ergibt. Von den gut 1000 Befragten erwarten demnach 70 Prozent, dass der Lockdown noch einmal verlängert oder sogar verschärft wird. Hingegen rechnen 23 Prozent damit, dass nach dem 14. Februar damit begonnen wird, die Beschränkungen schrittweise zu lockern. Der Anteil jener, die großes Vertrauen ins Krisenmanagement der Politik haben, ist im Vergleich zu Anfang April von 47 auf 26 Prozent gesunken.

+++ 19:38 Großbritannien meldet 1820 Todesfälle +++
Großbritannien hat den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert an Corona-Todesfällen registriert: Innerhalb von 24 Stunden wurden 1820 Todesfälle gemeldet. Erst am Dienstag war mit 1610 Toten ein Höchststand registriert worden. Premierminister Boris Johnson spricht von "entsetzlichen" Zahlen. In einer Videobotschaft bereitet er das Land zugleich auf Schlimmeres vor. "Es wird noch mehr werden", sagt der Premier. Grund sei eine Infektionswelle vor Weihnachten mit der neuen, noch ansteckenderen Virusvariante, die sich rasend schnell in England ausgebreitet hatte. Diese sei nun in allen Teilen des Landes angelangt.

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+++ 19:22 Abschreibungen auf Computer führen zu Milliarden-Entlastung +++
Die von Bund und Ländern beschlossenen Abschreibungsmöglichkeiten auf Computer und Zubehör führen laut "Handelsblatt" zu einer sofortigen Steuererleichterung von elf Milliarden Euro. Das gehe aus einem internen Papier des Bundesfinanzministeriums hervor, das der Zeitung vorliege. Mit den Maßnahmen sollen mehr Menschen bewogen werden, von zu Hause zu arbeiten.

+++ 18:51 Italien erwägt juristische Schritte gegen Pfizer +++
Italien könnte wegen der Lieferprobleme gegen den Impfstoffhersteller und Biontech-Partner Pfizer vor Gericht ziehen. Pfizer habe weitere Reduzierungen angekündigt und könne auch die bereits bekannte Lücke von 29 Prozent nicht wie zunächst geplant in der kommenden Woche ausgleichen, sagt der Covid-Beauftragte der Regierung in Rom, Domenico Arcuri. Deshalb sei darüber debattiert worden, welche Möglichkeiten es in allen "zivil- und strafrechtlichen Gerichtsständen" gebe. Entsprechende Schritte würden in den kommenden Tagen eingeleitet. Näher äußert sich Arcuri nicht. Pfizer hatte vergangene Woche überraschend erklärt, dass es im belgischen Werk die Produktion für eine Kapazitätsausweitung zunächst drosseln müsse.

+++ 18:29 Merkel mahnt zu größter Vorsicht selbst bei 50er-Inzidenz +++
Kanzlerin Angela Merkel hat zu größter Vorsicht selbst für den Fall gewarnt, dass wie angestrebt ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen innerhalb einer Woche erreicht werden sollte. Man solle "bitte nicht denken, dass, wenn wir bei 50 sind, das Leben des Sommers sofort wieder da ist. Dann sind wir sofort wieder im exponentiellen Wachstum", warnt Merkel nach Informationen von Teilnehmern in einer Video-Schaltkonferenz der Unionsfraktion im Bundestag. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwoch bei 123,5 - als Zielwert gelten 50. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:05 Frankreich fordert Kontrollen an Grenzen zwischen EU-Staaten +++
Frankreich hat vor dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs Corona-Kontrollen an den Grenzen zwischen den Mitgliedstaaten gefordert. Die französische Regierung sei dafür, dass "Gesundheitskontrollen" eingeführt würden, "sobald das möglich" sei, sagt ein Regierungssprecher in Paris. Die Staats- und Regierungschefs beraten am Donnerstagabend in einer Video-Konferenz über die Corona-Lage. Besondere Besorgnis lösen mutierte Virenformen aus, die sich schneller verbreiten als der bisherige Erreger. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 17:47 NRW meldet bislang drei Fälle der britischen Mutation +++
In Nordrhein-Westfalen sind bislang drei Fälle der Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden, die erstmals in England entdeckt worden war und die als deutlich ansteckender gilt. Es gebe drei bestätigte Fälle, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Experten berichteten, dass es in den benachbarten Niederlanden viele Fälle gebe. Er wolle dies in den grenznahen Regionen im Auge behalten.

+++ 17:17 RKI-Chef: Ausgangssperre wäre "sehr drastisches Instrument" +++
RKI-Präsident Lothar Wieler sieht Ausgangssperren als "sehr drastisches Instrument" im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus. "Keine Frage, es führt dazu, dass sich weniger Menschen treffen", sagt der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI) in einem Online-Gespräch des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland (VAP). Es sei damit zwar eine Maßnahme, die das Infektionsgeschehen reduzieren könne. Doch stelle sich die Frage nach der Effektivität und ob sich die Menschen auch daran hielten. Es sei ein zusätzliches Werkzeug, das in der Diskussion stehe: "Ob es gezogen wird, vermag ich nicht zu sagen."

+++ 16:59 Brinkhaus warnt vor "Bürokratiemonster" bei Homeoffice-Regeln +++
Die Spitze der Unionsfraktion im Bundestag hat sich hinter die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse im Kampf gegen die Pandemie gestellt. Beim Thema Homeoffice müsse man aber "aufpassen, dass wir kein Bürokratiemonster kriegen", sagt Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus. Er gehe davon aus, dass in der Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil zum Homeoffice "drinsteht, was eigentlich jeder verantwortliche Arbeitgeber auch bisher schon hätte tun sollen" - auf Masken und Abstände zu achten und darauf, "dass derjenige, der Zuhause bleiben kann, auch tatsächlich Zuhause bleibt".

+++ 16:38 RKI-Chef: Reisen in Europa einschränken +++
RKI-Präsident Lothar Wieler plädiert dafür, das Reisen innerhalb Europas nach Möglichkeit einzuschränken. "Mein Wunsch wäre, dass alle Menschen nur reisen, wenn es unbedingt notwendig ist", sagt der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI) in einem Online-Gespräch des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland (VAP). Denn durch grenzüberschreitende Kontakte werde auch der Virusverbreitung Vorschub geleistet. "Jede Infektion ist eine zu viel."

+++ 16:04 Niederlande verhängen erneut Flugverbote wegen Mutationen +++
Aus Sorge vor der schnellen Verbreitung der Virus-Mutationen verschärfen die Niederlande die Maßnahmen drastisch und verhängen ein Flugverbot für Passagiermaschinen aus Großbritannien, Südafrika und Südamerika. Das Verbot gelte ab kommenden Samstag, teilt Ministerpräsident Mark Rutte mit. In den Gebieten seien die besonders ansteckenden Virus-Varianten stark verbreitet. Das Flugverbot gelte, bis eine Quarantäne-Pflicht für Reisende aus diesen Ländern geregelt sei.

+++ 15:45 Familienunternehmen kritisieren Regelung zu Homeoffice +++
Der Verband der Familienunternehmen kritisiert die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zum Homeoffice. "Um für Kontrollen durch die Arbeitsschutzbehörden vorbereitet zu sein, müssen die Betriebe enormen Dokumentationspflichten nachkommen, um für jeden Angestellten, der nicht mobil arbeiten kann, die betriebliche Präsenznotwendigkeit nachzuweisen", erklärt der Verband, der nach eigenen Angaben mehr als 180.000 Familienunternehmen vertritt.

+++ 15:07 Bundesregierung erhöht Hilfen für Soloselbstständige +++
Die Bundesregierung erhöht die Corona-Hilfen für Soloselbstständige wie etwa Künstler. "Wir satteln bei den Hilfen für Soloselbstständige noch mal deutlich drauf, das liegt mir sehr am Herzen", sagt Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Die Neustarthilfe werde von 25 Prozent auf nun 50 Prozent des Vergleichsumsatzes erhöht, zugleich werde die maximale Förderhöhe deutlich angehoben. "Wichtig ist mir auch, dass wir die Neustarthilfe für weitere Empfänger öffnen." Die maximale Höhe der Betriebskostenpauschale beträgt künftig 7500 Euro, bisher waren 5000 Euro vorgesehen. Der Referenzumsatz beträgt im Regelfall 50 Prozent des Gesamtumsatzes 2019, wie aus einem Papier des Finanzministeriums hervorgeht. Neu ist, dass auch sogenannte unständig Beschäftigte die Neustarthilfe beantragen können - damit soll Schauspielern geholfen werden.

+++ 14:57 Kabinett verlängert Insolvenzschutz bis Ende April +++
Unternehmen, die noch auf die Auszahlung der Corona-Hilfen warten, erhalten für drei weitere Monate besonderen Insolvenzschutz. Einen entsprechenden Vorschlag von Justizministerin Christine Lambrecht hat das Bundeskabinett in Berlin beschlossen. Für die betreffenden Betriebe wird die Insolvenzantragspflicht nun bis zum 30. April 2021 verlängert. Die bisherige Regel wäre am 31. Januar ausgelaufen.

+++ 14:32 Regierung fordert restriktive Umsetzung der Schul-Beschlüsse +++
Die Bundesregierung dringt darauf, dass die Bundesländer die Corona-Beschlüsse wie verabredet umsetzen. Dies gelte auch für den Schulbereich, sagt eine Regierungssprecherin. Man müsse vorsorgen, damit sich hochansteckende Virus-Varianten nicht verbreiten. "Deshalb geht die Bundesregierung davon aus, dass wir konsequent vorgehen." Hintergrund ist, dass einzelne Bundesländer Präsenzunterricht an Grundschulen schon vor dem 14. Februar wieder zulassen wollen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:10 Söder: Ohne EU-weite Beschlüsse sind Grenzkontrollen unausweichlich +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hofft auf ein EU-weit abgestimmtes Vorgehen im Lockdown. Er hoffe, dass das Werben von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Video-Konferenz der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag erfolgreich sein werde. "Sollte das nicht klappen, dann sind Grenzkontrollen zwingend notwendig", sagt Söder mit Blick auf die Einschleppung der mutierten Virus-Form vor allem aus östlichen Nachbarstaaten. Bayern habe deswegen bereits wieder eine Testpflicht für Pendler eingeführt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:44 Spahn rechnet mit vereinzelten Engpässen bei FFP2-Masken +++
Nach der von Bund und Ländern vereinbarten Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in Einzelhandel und öffentlichem Nahverkehr erwartet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kurzfristig vereinzelte Lieferschwierigkeiten bei den FFP2-Masken. Es könne "regional, lokal oder zeitlich" zu Engpässen kommen, wenn alle an einem Tag das Gleiche kaufen wollen, sagte Spahn in Berlin. "Stand heute" gebe es aber keine Erkenntnisse darüber, dass es zu Versorgungsengpässen kommen werde, fügte Spahn hinzu. Er sei optimistisch, dass "ausreichend Masken zur Verfügung stehen werden". Spahn verwies darauf, dass neben den FFP2-Masken auch jene vom Typ KN95 hohen Schutz gäben.

+++ 13:26 Präsenzunterricht für Abschlussklassen in Bayern ab 1. Februar +++
In Bayern dürfen nach jetzigem Stand Abschlussklassen für das Abitur und Berufsabschlüsse ab dem 1. Februar wieder mit sogenanntem Wechselunterricht in den Schulen beginnen. Dies teilt Ministerpräsident Markus Söder in München nach der Kabinettssitzung mit. Es hänge allerdings vom Infektionsgeschehen ab. Sollten die Zahlen wieder stark steigen, "dann wird es nicht gehen", sagt Söder. Gehe der Trend weiter wie derzeit, dann werde der Schritt umgesetzt. Es wären dann etwa 2,3 Prozent der Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:57 Russland beantragt EU-Zulassung für Sputnik-Impfstoff +++
Russland beantragt die Zulassung seines Impfstoffs Sputnik V in der EU. Der russische Staatsfonds tweetet, er gehe von einer Überprüfung im Februar aus. Man sei bereits mit der europäischen Arzneimittelbehörde EMA diesbezüglich in Kontakt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:50 Vatikan impft Obdachlose gegen Covid-19 +++
Der Vatikan hat eine Gruppe obdachloser Menschen gegen Covid-19 geimpft. 25 Leute hätten im Zuge des Impfprogramms des Heiligen Stuhls in der Vatikanischen Audienzhalle eine erste Impfung verabreicht bekommen, teilte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni am Mittwoch mit. Die Obdachlosen seien in den Einrichtungen der Apostolischen Almosenverwaltung des Kirchenstaates untergebracht. Der Vatikan will in den kommenden Tagen weitere Menschen immunisieren. Am vergangenen Donnerstag hatte die Kirche mitgeteilt, dass Papst Franziskus und der emeritierte Papst Benedikt XVI. ihre Impfdosen erhalten hätten. Franziskus hatte zuvor immer wieder gefordert, Impfstoffe gerecht zu verteilen und allen zugänglich zu machen. Man müsse sich impfen lassen, denn man spiele sonst nicht nur mit dem eigenen Leben, sondern auch mit dem Leben anderer, hatte der 84-Jährige unlängst im italienischen Fernsehen gesagt.

+++ 12:16 Afrikanische Länder bekommen Preisnachlass bei Impfstoff +++
Die Länder Afrikas bekommen den Impfstoff gegen Covid-19 schon zum Teil ab drei Dollar pro Dosis und damit deutlich günstiger als etwa die Europäer. Das geht aus einem Dokument der Afrikanischen Import-Export-Bank hervor, das Reuters vorliegt. Demnach wird der Hersteller Astrazeneca 100 Millionen Einheiten zu je drei Dollar und damit zu etwa dem Preis liefern, den auch Indien zahlt. Die deutsche Biontech und ihr Partner Pfizer steuern 50 Millionen Einheiten zu je 6,75 Dollar bei - Europa zahlt hier 19 Dollar, Israel 30 Dollar. Johnson & Johnson liefert 120 Millionen Dosen zu je zehn Dollar, das sind etwa 4,50 Dollar weniger als die USA zahlen. Die afrikanischen Länder müssen zunächst nur einen kleinen Teil der Kosten finanzieren. Den übrigen Betrag können sie über einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren begleichen.

+++ 11:58 Studie: Biontech-Impfstoff soll gegen Virus-Mutation schützen +++
Der Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer scheint einer Studie zufolge auch gegen die ansteckendere britische Variante wirksam zu sein. Für die Untersuchung wurden Blutproben von 16 geimpften Teilnehmern aus früheren klinischen Studien einem synthetischen Virus ausgesetzt. Dieses war so konstruiert, dass es die gleichen zehn charakteristischen Mutationen aufwies, durch die die britische Variante B117 gekennzeichnet ist. Die Antikörper im Blut der Probanden, die den Impfstoff erhalten hatten, neutralisierten dieses Pseudovirus genauso wirksam wie die Coronavirus-Version, für die das Produkt ursprünglich entwickelt wurde. Das mache es wahrscheinlich, dass der Impfstoff auch gegen die britische Variante schütze, hieß es in der Studie. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:38 Mediziner rechnen mit weiterer Lockdown-Verlängerung +++
Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet mit einer weiteren Verlängerung der Maßnahmen gegen das Coronavirus über Mitte Februar hinaus. Man müsse die Menschen daran gewöhnen, dass das jetzt eine Lebensform für den Rest dieses Winter sei, mit der man leben müsse. "Andernfalls schlägt dieses Virus mit großer Macht zurück", sagte er im Radioprogramm SWR Aktuell.

+++ 11:15 Hygiene-Experte: Konzepte womöglich überprüfen wegen Mutationen +++
Hygiene-Experte Florian Kainzinger hält mit Blick auf die neuen Varianten des Coronavirus Nachbesserungen der Konzepte im Sport unter Umständen für angebracht. "Wichtig ist, dass wir verstehen, ob die Mutation aus UK oder Südafrika sich anders verhält (Übertragbarkeit, etc.) und ob sie sich mehr und mehr in Deutschland durchsetzt", erklärte er. Wenn Letzteres der Fall wäre, sei eine Überprüfung der Konzepte auch dann anzuraten, wenn noch kein Sportler mit der Mutation positiv getestet wurde, so Kainzinger.

+++ 10:53 Indien gibt Impfstoffe kostenlos an andere Länder +++
Indien will eigens produzierte Corona-Impfstoffe kostenlos an andere Länder abgeben. Zunächst sollen die Nachbarländer Bhutan, Malediven, Bangladesch, Nepal und Myanmar sowie die Seychellen ab Mittwoch mit den Hilfsgütern beliefert werden, hieß es aus dem Außenministerium in Neu Delhi. Außenminister Subrahmanyam Jaishankar twitterte entsprechend: "Die Apotheke der Welt wird liefern, um die Covid-Herausforderung zu meistern." Indien wird oft - wie einst Deutschland - als die "Apotheke der Welt" bezeichnet, da im zweitbevölkerungsreichsten Land nach eigenen Angaben rund die Hälfte aller Impfstoffe weltweit hergestellt werden.

+++ 10:35 Russland meldet mehr als 21.000 Neuinfektionen +++
In Russland melden die Behörden 21.152 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl steigt auf mehr als 3,63 Millionen. Das ist nach den USA, Indien und Brasilien weltweit die vierthöchste Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle. 597 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus. Insgesamt sind es in Russland nun 67.220.

+++ 10:22 Israel feiert Impfrekord +++
In Israel sind erstmals mehr als 200.000 Corona-Impfungen am Tag verabreicht worden. Gleichzeitig verlängert das kleine Land am Mittelmeer seinen Lockdown angesichts eines Allzeithochs von Neuinfektionen um weitere zehn Tage. Die Beschränkungen sollen nun bis Ende des Monats gelten, wie die Regierung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu beschloss.

+++ 10:20 NRW verhängt Impfstopp in Kliniken +++
Das Land NRW hat einen sofortigen Impfstopp in Krankenhäusern verhängt, die mit Biontech-Impfstoff versorgt werden. Grund seien Lieferprobleme, heißt es in einer E-Mail des Gesundheitsministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ein Ministeriumssprecher bestätigte am Mittwoch die Echtheit des Schreibens. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

+++ 09:56 Neue Infektionsfälle mit britischer Mutation in Berlin entdeckt +++
Drei Infizierte in Berlin geben Anlass zu der Vermutung, dass die britische Mutation des Coronavirus (B117) heftiger in Deutschland grassiert als bisher angenommen. Bei den neuen Fällen in Berlin, die nun aufgetreten waren, soll es keinen Reisebezug zum Vereinigten Königreich geben, berichtet der "Tagesspiegel". Am 8. Januar war erstmals ein Fall in Berlin bekannt geworden, bei dem ein Mann nach Einreise aus Großbritannien die Virus-Mutation aufwies. Er hatte auch seine Familie angesteckt.

+++ 09:33 Wirtschaftsweiser: Lockdown-Beschlüsse bremsen Konjunktur +++
Die Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns wirkt sich nach Einschätzung des Wirtschaftsweisen Lars Feld negativ auf die Konjunkturentwicklung in Deutschland aus. "Die Entscheidungen von Bund und Ländern werden die wirtschaftliche Aktivität zum Jahresbeginn weiter drücken", sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Schon die Verschärfungen vom Dezember durch die Hinzunahme des stationären Einzelhandels in den Lockdown und die Schließung von Kitas und Schulen lässt das Wirtschaftswachstum im Jahr 2021 etwas schwächer ausfallen als erwartet." Nun komme zur Verlängerung bis Februar die Verpflichtung zum Homeoffice dazu. Allerdings werde die Homeoffice-Pflicht die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe wenig beeinträchtigen. Die Industrie, die derzeit die wirtschaftliche Entwicklung trage, werde "weiter Konjunkturmotor sein können".

+++ 09:22 Baerbock-Forderung an Spahn: Endlich Schnelltests für alle zulassen +++
Die Bundesvorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock, befürwortet einen Großteil der Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern. Mit Blick auf die weiterhin "dramatische Situation in Krankenhäusern" und die Mutation des Virus, sei es "absolut richtig", dass die "Vorsichtsmaßnahmen, die wir in den letzten Wochen ergriffen haben, weiter gelten", sagte Baerbock in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. Baerbock bezeichnete es allerdings als "fatal", dass in den Beschlüssen keine Rede davon sei, wie man Kindern helfen wolle, die nicht von Zuhause aus lernen könnten. Baerbock kritisierte, "dass nicht überall die Technik funktioniert, dass die Plattformen immer wieder zusammenbrechen, dass es keine Schnelltests zur Selbstanwendung gibt, gerade für Kitas und Schulen." Von Gesundheitsminister Jens Spahn forderte Baerbock: "Der Gesundheitsminister muss jetzt endlich die Schnelltests zur Selbstanwendung für alle zulassen." Baerbock halte es zwar für richtig, die Schulen derzeit nicht komplett zu öffnen, forderte aber die überfällige Ausstattung der Schulen für Februar und März: "Dieser Einbau von den Filtern, der immer noch nicht stattgefunden hat, die Überlegung, wie in Kleingruppen unterrichtet werden kann, das müsste jetzt vorbereitet werden."

+++ 08:57 NRW verschiebt Start der Impfzentren +++
Wegen der verzögerten Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech verschiebt Nordrhein-Westfalen den Start der Impfungen für über 80-Jährige, die zu Hause leben. Die 53 Impfzentren im Land nähmen ihren Betrieb nun erst am 8. Februar auf - eine Woche später als bislang geplant, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 08:48 Altmaier will mehr Homeoffice - aber keinen Zwang +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält die Aufforderung zu mehr Homeoffice für angemessen. "Die Botschaft ist klar: überall dort Homeoffice, wo es geht, aber eben auch nur dort, wo es geht", sagt der CDU-Politiker in der ARD. Damit sollten in der Corona-Krise die sozialen Kontakte reduziert werden. Er gehe davon aus, dass dies nun auch mit Augenmaß umgesetzt werde.

+++ 08:27 Zahl der Virus-Toten in USA überschreitet Marke von 400.000 +++
In den USA haben die Behörden binnen eines Tages mindestens 2770 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 401.823. Am 12. Januar war der bisherige Tageshöchstwert von 4406 Sterbefällen registriert worden. Die Zahl der binnen 24 Stunden nachgewiesenen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 185.070 neue Infektionen auf insgesamt mehr als 24,3 Millionen.

+++ 08:11 Verkehrsunternehmen regen Telefonierverbot in ÖPNV an +++
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) wäre zur weiteren Bekämpfung der Pandemie in Deutschland offen für ein Telefonierverbot im öffentlichen Nahverkehr. "Das würden wir sehr stark unterstützen", sagte Verbandspräsident Ingo Wortmann im Deutschlandfunk. Denn es gebe Fahrgäste, die in Fahrzeugen und U-Bahnhöfen zum Telefonieren den Mund-Nasen-Schutz herunterzögen. Ein Telefonierverbot im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gibt es bereits in Spanien.

+++ 08:00 Kanzleramt-Chef zu Schulschließungen: "Es ist uns nicht leicht gefallen"
Kanzleramtschef Helge Braun hat in einem Interview mit der RTL/ntv-Redaktion die anhaltende Maßnahme verteidigt, Schulen geschlossen zu halten: "Wir müssen mit den Neuinfektionszahlen so schnell wie möglich runter, und deshalb müssen wir so viele Maßnahmen gleichzeitig durchhalten. Dazu gehört auch, dass die Schulen bis auf weiteres geschlossen bleiben", sagte Braun. Zur weiteren Begründung führte Braun die in Großbritannien aufgetretene mutierte Virusvariante an. Es gäbe Hinweise, dass das mutierte Virus sich bei Kindern ähnlich ausbreite wie bei Erwachsenen. Laut Braun gab es während der Ministerpräsidentenkonferenz beim Thema Schulschließung viel Diskussion: "Das ist uns nicht leicht gefallen, weil wir ganz genau wissen, was das für Eltern und Familien heißt, aber wir müssen jetzt daran arbeiten, dass diese Virusmutation in Deutschland nicht Platz greift."

+++ 07:43 Weil: Neue Maßnahmen reichen aus +++
Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil geht davon aus, dass die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus genügen. "Nach allem, was wir sehen, ja", sagt er in der ARD auf eine entsprechende Frage. Es gebe eine "stetig reduzierte Zahl der Infektionen", begründet er seine Einschätzung. Zugleich gebe aber es mit den Varianten des Coronavirus eine "große Unbekannte". Beim Homeoffice setze er auf die Einsicht der Arbeitgeber. "Es ist am Ende des Tages auch für die Wirtschaft das Beste, wenn wir den Rückgang der Infektionen möglichst schnell beschleunigen können." Ein staatliches Eingreifen werde nur in Ausnahmefällen notwendig sein.

+++ 07:18 Steuererleichterung für Unternehmen verlängert +++
Bund und Länder verlängern wegen der anhaltenden Corona-Pandemie eine steuerliche Erleichterung für Unternehmen. Die Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer kann demnach auch für das Jahr 2021 ausgesetzt werden, wenn das jeweilige Unternehmen stark von der Krise betroffen ist. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Die Verlängerung sei ein deutliches Zeichen zur Unterstützung von Unternehmen und ihrer Liquidität, hieß es. Die Vorauszahlung muss ein Unternehmer als eine Art Pfand leisten, wenn er seine Umsatzsteuer-Voranmeldungen später als vorgeschrieben abgeben will. Da die Frist für diese Voranmeldungen sehr kurz ist, machen viele Unternehmen von der Regelung Gebrauch. Bereits im vergangenen Jahr war die Sondervorauszahlung wegen der Krise ausgesetzt worden.

+++ 06:45 Mediziner fordern mehr Kapazitäten für Intensivstationen +++
Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) pocht auf eine schnelle Senkung der Infektionszahlen, um die Kapazitäten der Intensivstationen zu entlasten. "Aktuell sind wir bei knapp unter 5000 Intensivpatienten in Deutschland - da müssen wir noch deutlich runter. Es geht auch darum, wieder aufnahmebereit zu sein, falls die Virus-Mutation sich in Deutschland trotz aller Maßnahmen verbreitet und zu mehr Infektionen und damit auch mehr Intensivpatienten führt", sagt DIVI-Präsident Gernot Marx der "Rheinischen Post".

+++ 06:25 Lehrerverband begrüßt Verlängerung von Schulschließungen +++
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands Heinz-Peter Meidinger hofft nach eigenen Worten darauf, dass Mitte Februar an den Schulen "der große Einstieg wieder gelingt". Entsprechend äußerte er sich in der "Augsburger Allgemeinen". Die Entscheidung von Bund und Ländern, die Einrichtungen bis zum 14. Februar weitgehend geschlossen zu halten, trägt der Verband demnach mit. "Schulen sind Teil des Infektionsgeschehens", sagte Meidinger. Es sei notwendig, auch dort auf die hohen Zahlen zu reagieren. "An den Schulen jetzt zu lockern und sie dann innerhalb kürzester Zeit wieder dichtzumachen, wäre das verkehrteste, was man tun kann."

+++ 05:53 RKI meldet fast 16.000 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) fast 16.000 Corona-Neuinfektionen und mehr als tausend weitere Todesopfer gemeldet. Wie das RKI mitteilte, stieg die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus binnen 24 Stunden um 15.974 auf 2.068.002 Fälle. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 1148 auf 48.770 Fälle. Von den mehr als zwei Millionen Menschen, bei denen in Deutschland eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, sind laut RKI inzwischen etwa 1.741.800 genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 123,5 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

+++ 05:50 Mexiko meldet Höchststand bei Todesfällen +++
Mexiko meldet mit 1584 Todesfällen die bislang größte Zahl an Verstorbenen, die an oder mit dem Virus erlegen sind. Bislang sind 142.832 Mexikaner an Lungenversagen gestorben, nachdem sie sich mit dem Erreger infiziert hatten.

+++ 05:10 Virologin Protzner: Nachlässigkeit ist die größte Gefahr +++
Die Münchner Virologin Ulrike Protzer sieht in der Nachlässigkeit der Menschen während der Corona-Pandemie eine größere Gefahr als in der neuen Virus-Variante. Dies erkläre auch die trotz Lockdowns nur langsam sinkenden Infektionszahlen, so die Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München. "Die neue Variante birgt ein erhöhtes Risiko, sich im Eins-zu-eins-Kontakt anzustecken. Aber: Der Eins-zu-eins-Kontakt muss überhaupt erst mal passieren. Und er muss so passieren, dass der Abstand nicht ausreichend gewahrt wird oder dass Masken nicht getragen werden. Nur dann kann es da auch wirklich zu einer Übertragung kommen." Dann allerdings scheine das Ansteckungsrisiko mit der neuen Variante größer zu sein, so Protzner.

+++ 03:50 Verkehrsunternehmen: Verschärfte Maskenpflicht "nicht notwendig" +++
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hält die verschärfte Maskenpflicht in Bussen und Bahnen für "nicht notwendig". Gleichwohl würden die Unternehmen "diesen Beschluss aber selbstverständlich unterstützen und stehen den zuständigen örtlichen Behörden bei der Durchsetzung begleitend zur Verfügung", erklärte VDV-Präsident Ingo Wortmann. "Die Verkehrsunternehmen setzen seit Beginn der Pandemie auf erhöhte Reinigung der Fahrzeuge und auf Lüftungskonzepte, die in kurzen Intervallen einen regelmäßigen Luftaustausch gewährleisten", so Wortmann weiter. Zusätzliche Kapazitäten über mehr Fahrzeuge und Personal seien aber gerade in den Hauptverkehrszeiten "nur noch sehr eingeschränkt" verfügbar, sagte er in Hinblick auf den Beschluss von Bund und Ländern, wenn möglich zusätzliche Verkehrsmittel einzusetzen.

+++ 02:56 Heil kündigt Kontrollen von Homeoffice-Verordnung an +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat Arbeitgeber davor gewarnt, die neuen Regeln zum Homeoffice zu unterlaufen. Bei "Bild live" kündigte er auch Kontrollen an. Unternehmen müssten klar sagen, wo Homeoffice geht, und auch, wo es nicht geht. "Wo es möglich ist, sollen sie es ermöglichen und das wird im Zweifelsfall auch von Arbeitsschutzbehörden überprüft", so der SPD-Politiker. Von den Beschäftigten erwarte die Regierung, dass sie das Homeoffice im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Anspruch nähmen.

+++ 02:00 WHO warnt vor Krankenhauskollaps in Amerika +++
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einem Kollaps der Krankenhäuser in Nord- und Südamerika. "In der ganzen Region arbeiten viele Kliniken an der Grenze oder nahe der Grenze ihrer Kapazitäten", sagte die Direktorin der Pan-Amerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho), Clarissa Etienne. Sorgen bereiteten ihr vor allem die hohen Belegungszahlen der Betten auf Intensivstationen und der Mangel an medizinischem Sauerstoff in bestimmten Regionen. "In der vergangenen Woche haben wir über 2,5 Millionen neue Covid-19-Fälle in der Region registriert - mehr als die Hälfte aller Fälle weltweit. Im gleichen Zeitraum haben wegen der Pandemie 42.000 Menschen in Nord- und Südamerika ihr Leben verloren", sagte Etienne. Mit den USA, Brasilien und Mexiko liegen drei der am stärksten betroffenen Länder in der Region.

+++ 01:38 Bundeswehr hilft bislang nur selten beim Testen +++
Kommunen nehmen nur zögerlich das Angebot wahr, Soldaten der Bundeswehr für Corona-Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen anzufordern. Bislang seien nur 219 Soldaten in sechs Landkreisen im Einsatz, berichtet die Funke Mediengruppe. Beide Seiten streiten über Haftung und Qualifikation des Testpersonals. Laut Städtetag sei ungeklärt, wer bei fehlerhaft durchgeführten Tests haftet.

+++ 00:42 Trotz Impferfolgen: Israel verlängert Lockdown +++
Israel hat trotz Erfolgen beim Impfprogramm seinen Lockdown bis Ende Januar verlängert. "Es braucht eine letzte, gemeinsame Anstrengung von uns allen", sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Obwohl Israel innerhalb kurzer Zeit bereits 2,2 seiner neun Millionen Einwohner geimpft hat, registrierten die Behörden zuletzt mit mehr als 10.000 Fällen neue Höchstwerte bei den täglichen Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium führt das unter anderem auf mutierte Varianten des Virus zurück, die sich schneller verbreiten. Israel hatte im Dezember einen dritten Lockdown beschlossen und die Maßnahmen am 8. Januar verschärft.

+++ 23:58 Günther: Kanzlerin "extrem tief" im Thema +++
Mehr als sieben Stunden haben die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten getagt, bevor sie am späten Abend ihre Beschlüsse präsentierten. Dass die Debatte so lange dauerte, lag laut Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther auch am Beratungsbedarf von Angela Merkel. Die Kanzlerin sei sich "nicht zu schade dafür, in jeder Detaildiskussion nicht nur eine Meinung zu haben, sondern auch in allen Themen extrem tief drin zu sein", sagte Günther. Damit habe sie auch "persönlichen Anteil" daran, dass sehr lange diskutiert werde.

Wie die Kanzlerin danach die Beschlüsse erklärte, sehen Sie hier:

+++ 23:01 Opposition unzufrieden mit Bund-Länder-Beschlüssen +++
Die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels zu den Corona-Maßnahmen sind bei der Opposition auf Kritik gestoßen. Sie ließen soziale Aspekte der Pandemie außer Acht, kritisierte Linken-Parlamentsgeschäftsführer Jan Korte. "Der nächste Corona-Gipfel muss ein Sozialgipfel sein." Er erneuerte die Forderung seiner Partei nach finanzieller Unterstützung für den Erwerb medizinischer Masken, deren Tragen nun verpflichtend für Geschäfte und Nahverkehr vorgeschrieben wird. "Wenn man den sozialen Status am Schutzgrad der Maske erkennt, läuft etwas gewaltig schief im Land", erklärte Korte. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer warf Bund und Ländern Aktionismus vor. "Die letzte Verschärfung ist erst vor acht Tagen wirksam geworden", erklärte er. Nach einem derart kurzen Zeitraum könne "unmöglich die Wirksamkeit der Maßnahmen" abgeschätzt werden, kritisierte er.

+++ 22:46 Merkel hält Inzidenz von 50 bis Mitte Februar für erreichbar +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hält es nach den Beschlüssen des Corona-Gipfels für möglich, bis Mitte Februar in Deutschland die angestrebte Sieben-Tage-Inzidenz von maximal 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu erreichen. Es sei nicht richtig zu sagen, dieses Ziel liege außerhalb der Reichweite, sagte Merkel. "Wir würden es nicht beschließen, wenn man sagen würde, es hat überhaupt gar keine Chance." Die aktuelle Gefahr liege vor allem in der Virusmutante, die als stärker ansteckend gilt, sagte Merkel. Die zur Beratung hinzugezogenen Wissenschaftler hätten am Montag erläutert, dass bei einer sehr frühen Eindämmung der Mutante die Chance bestehe, im Februar die 50er Inzidenz zu erreichen.

+++ 22:28 Bundesländer melden 1163 Corona-Todesfälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.062.857 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.917 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 1163 auf 48.449. Das ist bislang der zweithöchste Wert nach den gemeldeten Daten der Bundesländer. Am Dienstag vergangene Woche waren es 998 Corona-Tote gewesen. Als aktuell infiziert gelten rund 289.935 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,87 angegeben (Vortag: 1,01). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 87 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,87 (Vortag: 0,89).

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Quelle: ntv.de, mli/ino/chf/rts/dpa/AFP