Coronavirus-Liveticker+++ 21:10 Vier Bundesländer melden mehr als 3000 neue Fälle +++
Bei den neu verzeichneten Corona-Fällen steht Nordrhein-Westfalen mit 4429 an der Spitze der Bundesländer. Es folgen mit Abstand Bayern (3912), Sachsen (3792) und Baden-Württemberg (3496). Bremen (152), das Saarland (332) und Mecklenburg-Vorpommern (379) melden die niedrigsten Zuwächse.
+++ 20:45 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Erneut mehr als 1000 Todesfälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.706.325 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 25.742 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 1040 auf 32.716. Das ist nach 1051 Todesfällen am Vortag der zweitstärkste Zuwachs. Als aktuell infiziert gelten rund 361.000 Personen.
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,54 angegeben (Vortag: 0,54). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 54 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,68 (Vortag: 0,67). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5648 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3063 davon werden beatmet. Rund 4700 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.
Tab+: Pandemie-Parameter, Aktuelle Kennziffern zum Infektionsgeschehen in Deutschland
+++ 20:32 Studie: Mehr Todesfälle in Italien als bekannt +++
Die Zahl der Corona-Toten in Italien ist einer Studie zufolge wahrscheinlich deutlich höher als bekannt. Zwischen Februar und Ende November starben fast 84.000 Menschen mehr als im Schnitt der fünf Jahre zuvor, teilt die italienische Statistikbehörde Istat mit. Von dieser sogenannten Übersterblichkeit seien 57.647 Tote oder 69 Prozent vom Gesundheitsministerium und Zivilschutz offiziell auf das Coronavirus zurückgeführt worden. Es sei nicht möglich, die gesamte Übersterblichkeit auf Covid-19 zurückzuführen, erklärt Istat und verweist unter anderem auf Schwierigkeiten bei der genauen Ermittlung von Todesursachen. Allerdings folge der zeitliche Trend bei der Übersterblichkeit eng der Entwicklung der Pandemie.
+++ 19:58 Schweiz: Kein Zusammenhang zwischen Impfung und Todesfall +++
Nach dem Tod einer kurz zuvor gegen das Coronavirus geimpften Person in der Schweiz sehen die Gesundheitsbehörden keine Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang mit der Impfung. Auf Grund der Krankengeschichte und des Krankheitsverlaufs sei ein Zusammenhang zwischen dem Tod der 91-jährigen Person aus einem Pflegeheim im Kanton Luzern und der Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer "höchst unwahrscheinlich", erklärt die Gesundheitsbehörde Swissmedic. Demnach litt der oder die Verstorbene an mehreren schweren Vorerkrankungen. Weder die Krankengeschichte noch der akute Krankheitsverlauf legten einen direkten Zusammenhang mit der Impfung nahe. Es werde von einer natürlichen Todesursache ausgegangen. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 19:24 Forscher: Mutation verursacht keine schwereren Erkrankungen +++
Laut einer Studie der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England ist die in Großbritannien weit verbreitete B1.1.7-Mutation des Coronavirus nicht gefährlicher als andere Varianten des Virus. Demnach verursacht sie keine schwereren Erkrankungen. Jedoch ist sie, wie bereits befürchtet, wohl ansteckender: In der Untersuchung lag die Befallsrate mit 15 Prozent höher als bei anderen Varianten (10 Prozent). Da die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind, wäre es für eine Entwarnung aber noch zu früh.
+++ 18:56 Merkel-Plan: Lockdown soll bis zu drei Wochen verlängert werden +++
Der Lockdown, der zunächst bis 10. Januar gilt, soll um zwei bis drei Wochen verlängert werden. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung mit Verweis auf eine Videoschaltkonferenz zwischen Kanzleramtschef Helge Braun und den Staatskanzlei-Chefs der Länder. Demnach soll eine entsprechende Verlängerung der Maßnahmen beim Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten am 5. Januar beschlossen werden. Der Lockdown würde damit bis 24. beziehungsweise 31. Januar andauern. Das Kanzleramt dringe auch darauf, die Schulen über den 10. Januar hinaus zu schließen. Dazu herrsche unter den Bundesländern aber Uneinigkeit. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 18:30 Minister: Nächste Woche halbe Million Impfdosen für Briten verfügbar +++
Dem britischen Gesundheitsminister Matt Hancock zufolge sollen bereits in der kommenden Woche mehr als eine halbe Million Dosen des neu zugelassenen Impfstoffs zur Verfügung stehen. "Die Neuigkeiten von heute bedeuten, dass jeder, der eine Impfung will, auch eine bekommen kann", sagte Hancock im Parlament. Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) hatte dem Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford am Mittwoch eine Notfallzulassung erteilt.
+++ 17:59 EU-Zulassung von Astrazeneca-Impfstoff im Januar "unwahrscheinlich" +++
Eine EU-weite Zulassung des Impfstoffs von Astrazeneca noch im kommenden Monat ist nach Angaben der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) "unwahrscheinlich". Ein formaler Zulassungsantrag des Pharmaunternehmens sei bisher nicht bei der EMA eingegangen, teilt die Behörde mit. Ein Zeitplan für die Zulassung könne daher noch nicht aufgestellt werden. Am 21. Dezember hatte die EMA den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer zugelassen. Für den 6. Januar wird eine Zulassungsentscheidung über das Vakzin des US-Pharmakonzerns Moderna erwartet.
+++ 17:37 Totenzahl in Russland mehr als doppelt so hoch wie angegeben +++
Die Zahl der Corona-Toten in Russland ist nach Regierungsangaben mehr als doppelt so hoch wie bisher bekanntgegeben. Seit Beginn der Pandemie seien im Land mehr als 115.000 Menschen mit dem Virus gestorben, sagt Vizeregierungschefin Tatjana Golikowa im Staatsfernsehen. Bei mehr als 70.900 davon sei der Tod ausschließlich auf Covid-19 zurückzuführen, weitere 45.100 seien positiv auf das Virus getestet worden. Auf der offiziellen Regierungsseite war am Mittwoch weiterhin von "nur" 56.400 Corona-Toten die Rede. Die Seite listet nur Fälle auf, in denen Corona als Todesursache auf der Sterbeurkunde steht.
+++ 17:13 In Polen bisher 66 Ärzte an Corona gestorben +++
In Polen sind seit Beginn der Pandemie 66 Ärzte und 48 Krankenpflegerinnen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Im gleichen Zeitraum seien Infektionen bei knapp 20.000 Ärzten registriert worden, berichtet die Agentur PAP unter Berufung auf Daten des Gesundheitsministeriums. Unter dem Pflegepersonal lag die Zahl demnach bei rund 50.000 registrierten Infektionen.
+++ 16:43 Bund kündigt nächste Impfstoff-Lieferung für 8. Januar an +++
Für die Corona-Impfungen in Deutschland soll nun doch schon in der ersten Woche des neuen Jahres Nachschub kommen. Mit dem Impfstoff-Hersteller Biontech habe vereinbart werden können, dass die nächste Lieferung - wie ursprünglich geplant - bereits nächste Woche, am 8. Januar, erfolgen werde, teilt das Bundesgesundheitsministerium mit. Danach solle die nächste Lieferung am 18. Januar kommen, ab dann vorerst wöchentlich jeweils montags. Dabei würden anfangs etwa 670.000 Dosen pro Woche geliefert. Aus mehreren Bundesländern war Kritik laut geworden, dass eine für die erste Kalenderwoche 2021 zugesagte Lieferung ausbleiben sollte. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 16:28 Spahn: Aus Biontech-Ampullen können sechs Impfungen genommen werden +++
Laut Gesundheitsminister Jens Spahn ist die Entnahme von sechs Impfeinheiten pro Ampulle des Impfstoff-Herstellers Biontech möglich. Seit Impfbeginn am Sonntag seien die Bundesländer und die Impfzentren darüber informiert: "Das heißt, mit den richtigen Instrumenten können Impfärztinnen und Impfärzte schon sechs statt fünf Dosen verwenden", sagt Spahn. Mit der "idealen Spritze" sei dies möglich. Biontech garantiert fünf Impfdosen pro Fläschchen. Mit speziellen Spritzen und Nadeln könnten aber auch sechs Dosen entnommen werden, hatte eine Sprecherin des Mainzer Unternehmens erklärt. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 16:14 In Bayern und Brandenburg fallen Impfstoff-Lieferungen aus +++
Immer mehr Bundesländer beklagen sich über ausbleibende Impfstoff-Lieferungen. "Wie wir heute vom Bund erfahren haben, wird Bayern in der ersten Januar-Woche - entgegen der bisherigen Zusage - voraussichtlich keine Impfstofflieferung erhalten", erklärt Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. "Es ist für mich unverständlich, wie gerade bei derartig hohen Infektionszahlen eine komplette Lieferung einfach entfallen kann. Die eigentlich zugesagten Impfdosen waren in unseren Impfzentren bereits fest eingeplant." Auch Brandenburg wird zum Jahresanfang keine Lieferungen bekommen. "Auch das Land #Brandenburg wird in der ersten Januarwoche keine Impfstoff-Lieferung erhalten - diese Info haben Länder heute erhalten", twittert das Gesundheitsministeriums des Landes. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 15:48 Langlaufen und Skifahren bleibt in Baden-Württemberg erlaubt +++
Trotz des zuletzt hohen Besucherandrangs an verschneiten Ausflugszielen in Baden-Württemberg bleibt Langlaufen und Skifahren in dem Bundesland erlaubt. Skihänge und Langlaufloipen dürfen auch während des Lockdowns genutzt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, wie ein Sprecher des Landesgesundheitsministeriums erklärt. So dürften Wintersportler keine gemeinsamen Umkleiden und Sanitäreinrichtungen nutzen und einander beim Langlaufen oder Skifahren nicht begegnen - es sei denn, sie gehören demselben Haushalt an oder sind maximal zu zweit unterwegs. Lifte müssen aber geschlossen bleiben.
+++ 15:34 Paul-Ehrlich-Institut: Impfungen auch für Allergiker geeignet +++
Menschen mit allergischen Erkrankungen haben generell kein höheres Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen bei der Corona-Impfung. Das habe eine eingehende Prüfung der Datenlage durch Experten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) und der Europäischen Arzneimittelbehörde ergeben, teilt das PEI mit. Bekannte Allergien gegenüber Lebensmitteln und Medikamenten seien deshalb laut der EMA-Zulassung keine Kontraindikation gegen den derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoff. In Großbritannien war es nach Beginn der Impfungen mit dem Stoff "Comirnaty" der Unternehmen Biontech und Pfizer in Einzelfällen zu schweren allergischen Reaktionen gekommen. Die britischen Behörden empfahlen daraufhin, Menschen nicht zu impfen, die schon einmal eine schwere allergische Reaktion auf einen Impfstoff, ein Medikament oder auf ein Lebensmittel hatten. In der Zulassungs-Studie waren Patienten mit schweren Allergien ausgeschlossen.
+++ 15:16 NRW will Impfpriorität für Pflegekräfte anheben +++
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet will Pflegepersonal und Ärzte schneller impfen lassen. "Der Gesundheitsminister wird im Moment alles unternehmen, dass noch im Januar die Ärzte, Ärztinnen, Pfleger, Pflegerinnen, gerade die, die mit Covid-Patienten zusammenarbeiten und pflegen müssen, dass die jetzt in der Priorisierung ganz, ganz nach oben rücken", sagt er in Düsseldorf. Wegen der vielen Todesfälle rechnet er mit einer Verlängerung des Lockdowns.
+++ 14:52 RKI verzeichnet rund 78.000 Impfungen +++
Bis Mittwochvormittag wurden 78.109 Corona-Impfungen an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Geimpften um 37.273, wie aus RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele somit nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI. Unter den Geimpften sind 37.302 Bewohner von Pflegeheimen. 32.678 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen, darunter fallen medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko etwa in Notaufnahmen oder der Behandlung von Corona-Patienten sowie Personal in der Altenpflege. 20.913 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft.
+++ 14:36 Virologe: Wandern mit Abstand nicht gefährlich +++
Bewegung an der frischen Luft birgt nach Einschätzung des Münchner Virologen Oliver Keppler bei Einhaltung der Abstandsregeln sehr geringe Corona-Ansteckungsgefahren. "Es gibt Studien, denen zufolge die Ansteckungswahrscheinlichkeit in geschlossenen Räumen neunzehnmal höher sein könnte", sagt der Chef der Virologie am Max-Pettenkofer-Institut der Münchner Universität. "Wenn man draußen Abstand hält und eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, ist das Risiko praktisch null." Deutschlandweit wurde aus Wintersportgebieten von den Bayerischen Alpen bis zum Harz reger Andrang gemeldet. Das hatte Diskussionen über mögliche Ansteckungsgefahren zur Folge.
+++ 14:15 Spahn bittet um Verständnis für Anlaufschwierigkeiten bei Impfungen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat um Verständnis für teils auftretende Anlaufschwierigkeiten bei der Organisation von Corona-Impfungen gebeten. Es werde alles dafür getan, schnellstmöglich so viel Impfstoff für Deutschland zur Verfügung zu haben, wie es gehe, sagte er am Mittwoch in Berlin. Eine weitere Lieferung sollte nach seinen Worten noch am selben Tag erfolgen - auch mit Blick ins neue Jahr hinein. Die nächste sei dann "rund um Ende der nächsten Woche" vorgesehen, dazu gebe es noch Abstimmungen mit den Ländern. Im Januar seien dann jede Woche reguläre Lieferungen geplant, idealerweise jeweils am selben Wochentag, sagte Spahn. Er wies darauf hin, dass es für den Hersteller Biontech das erste Produkt überhaupt ist.
+++ 13:49 Kuba will eigenen Impfstoff einsetzen +++
Kuba will noch in der ersten Hälfte des kommenden Jahres seine gesamte Bevölkerung mit einem selbst entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus schützen. Das Land könne "die kubanische Bevölkerung innerhalb des ersten Halbjahres 2021 gegen das Sars-CoV-2-Virus immunisieren", sagt der Direktor des Finlay-Impfstoff-Instituts, Vicente Vérez Bencomo, der Staatszeitung "Granma". Zwei Impfstoffkandidaten, Soberana01 und Soberana02 (Souverän01 und Souverän02), hätten in ersten Studien gute Ergebnisse gezeigt. "Besonders Soberana02 hat eine frühe Immunreaktion gezeigt, was es uns erlaubt, schneller mit Phase-2-Studien zu beginnen", so Vérez. Im Januar solle rund eintausend Freiwilligen der Impfstoffkandidat gespritzt werden. Nach der Auswertung der Ergebnisse könnten dann Phase-3-Studien mit etwa 150.000 Menschen beginnen.
+++ 12:56 Schweizer Behörde bestätigt Todesfall - Zusammenhang mit Impfung? +++
In der Schweiz ist eine Person nach einer Impfung gegen das Coronavirus gestorben. "Uns ist der Fall bekannt", sagt eine Sprecherin des Gesundheitsdepartements des Kantons Luzern der Nachrichtenagentur Reuters. Die Behörden hätten eine Meldung an das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic gemacht, das für die Zulassung von Impfstoffen zuständig ist. Die Sprecherin nennt keine weiteren Einzelheiten. Sie macht auch keine Angaben zu der Frage, ob der Todesfall in Zusammenhang mit der Impfung stehe. Bisher ist in dem Land einzig die Schutzimpfung von Biontech und Pfizer zugelassen. Anlässlich der Zulassung hatte Swissmedic am 19. Dezember geschrieben, dass die häufigsten in den Zulassungsstudien dokumentierten Nebenwirkungen vergleichbar mit jenen nach einer Grippeimpfung seien. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 12:26 Berlin: Erste Impfstoff-Lieferung im Januar "ersatzlos" gestrichen +++
Berlin muss in der ersten Januarwoche auf eine Impfstoff-Lieferung verzichten. "Wir haben jetzt vom Bundgesundheitsministerium die Nachricht bekommen, dass die Lieferung in der ersten Kalenderwoche ersatzlos ausfällt", sagt Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci von der SPD. Erst ab dem 11. Januar solle es weitergehen. "Das bringt uns jetzt in sehr große Schwierigkeiten, da wir aufbauend auf diese Zusagen unsere Planungen gemacht haben", sagt Kalayci. Die zusätzlichen Impfdosen habe das Land gebraucht, "um mit den über 80-Jährigen anfangen zu können. Das können wir jetzt natürlich nicht." Deshalb würden nun zunächst Menschen über 90 Jahren per Brief zu den Impfungen eingeladen. Bereits zuvor hatte sich Kalayci über mangelnde Planbarkeit bei Impfstoff-Lieferungen beschwert. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 12:09 Baden-Württemberg beschwert sich über Impftouristen +++
Baden-Württemberg beschwert sich beim Nachbarland Rheinland-Pfalz über zunehmenden Impftourismus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums melden sich viele Menschen aus der rheinland-pfälzischen Grenzregion in Baden-Württemberg zum Impfen an, weil das in Rheinland-Pfalz noch nicht möglich sei. Im Südwesten können die Bürger bereits seit dem 27. Dezember einen Impftermin vereinbaren, in Rheinland-Pfalz soll die Terminvergabe erst am 4. Januar starten. Baden-Württemberg habe sich dafür entschieden, vom ersten Tag an individuelle Termine zu vergeben, betont Gesundheitsminister Manne Lucha von den Grünen in einem Schreiben an seine rheinland-pfälzische Amtskollegin Sabine Bätzing-Lichtenthäler von der SPD. "Wenn nunmehr Termine an Personen aus anderen Bundesländern vergeben werden, deren Landesregierungen andere Strategien vorsehen, führt dies zu einer Ungleichverteilung des so knappen Gutes Impfstoff", kritisiert Lucha.
+++ 11:46 Spahn: "Zahlen belegen, wie brutal dieses Virus immer noch zuschlägt" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht angesichts der hohen Corona-Todes- und Infektionszahlen keine Möglichkeit, den aktuellen Lockdown zu beenden. "1129 Familien werden diesen Jahreswechsel in Trauer erleben", sagt der CDU-Politiker in Berlin mit Blick auf die aktuell gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. "Diese Zahlen belegen, wie brutal dieses Virus immer noch zuschlägt." Von einer Normalität sei man noch sehr weit entfernt. "Ich sehe also nicht, wie wir in dieser Situation zurückkehren können in den Modus vor dem Lockdown."
+++ 11:37 Tschechien meldet neuen Tageshöchstwert +++
Nach den Weihnachtsfeiertagen spitzt sich die Corona-Situation in Tschechien zu. Die Behörden melden 16.329 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - das ist der höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie. Mehr als 5700 Menschen befinden sich aktuell im Krankenhaus in Behandlung. Seit Pandemiebeginn gab es mehr als 700.000 bestätigte Infektionen und mehr als 11.400 Todesfälle. Seit dem Wochenende gilt in Tschechien die höchste Corona-Warnstufe der Regierung. Damit müssen nicht lebensnotwendige Geschäfte geschlossen bleiben. Auch Hotels, Restaurants, Museen, Theater und Kinos sind zu. In der Öffentlichkeit dürfen sich maximal zwei Personen treffen. Es wurden Ausgangsbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, die auch an Silvester gilt.
+++ 11:12 Studie: Zahl der Infektionen in Wuhan war zehnmal höher +++
Die Zahl der Corona-Infektionen beim Ausbruch der Pandemie in Wuhan ist laut einer chinesischen Studie möglicherweise zehn Mal so hoch gewesen wie bisher angegeben. Bis April hätten rund 4,43 Prozent der elf Millionen Einwohner Wuhans Antikörper gegen das neuartige Coronavirus entwickelt, heißt es in der Studie des Chinesischen Zentrums für Seuchenkontrolle (CDC). Dies entspricht der Studie zufolge rund 480.000 Corona-Infektionen in der Millionenmetropole bis April. Das sind fast zehn Mal so viel wie die bislang offiziell genannten rund 50.000 Fälle. China hat für seinen Umgang mit der Pandemie und seine Informationspolitik insbesondere in der Anfangsphase viel Kritik aus dem In- und Ausland geerntet.
+++ 10:28 Gesundheitssenatorin übt scharfe Kritik an Impfstoff-Verteilung +++
Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci wirft der Bundesregierung vor, bei der Verteilung des Corona-Impfstoffes schlecht organisiert zu sein. Im rbb-Inforadio kritisiert die SPD-Politikerin, dass bislang zu wenig Impfstoffdosen auf die Länder verteilt würden: Berlin bekomme bis Jahresende 58.500 Impfdosen, eine Lieferung stehe dabei noch aus. "Das würde gerade einmal für die Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegeheimen reichen." Sie fügt hinzu: "Wir sind alle enttäuscht über die geringe Menge." Der Bund habe nun zugesagt, dass Berlin ab Anfang des Jahres knapp 30.000 weitere Impfdosen bekommt. Allerdings gebe es Unsicherheiten bei den Lieferterminen, sagt die Senatorin. Das mache die Planung extrem schwierig. Deshalb seien die Berliner Impfzentren auch nicht im Vollbetrieb.
+++ 10:14 Berliner Demo-Verbot an Silvester bleibt bestehen +++
In Berlin bleiben Demonstrationen an Silvester verboten. Das Verwaltungsgericht Berlin lehnt einen entsprechenden Eilantrag gegen das nach der aktuellen Infektionsschutzverordnung des Senats geltende Demonstrationsverbot ab. Das teilt das Gericht auf Anfrage mit. Der Senat hatte vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie Versammlungen an Silvester und Neujahr in Paragraf 26 seiner aktuellen Infektionsschutzverordnung verboten. Dagegen war beim Verwaltungsgericht ein Eilantrag eingegangen. Der Antragsteller hatte selbst eine Versammlung für Silvester angemeldet. Dabei ging es aber nicht um die "Querdenken"-Demo gegen staatliche Corona-Maßnahmen, die ursprünglich ebenfalls für Silvester angemeldet worden war. Die Organisatoren hatten sie nach Bekanntwerden des Versammlungsverbots auf den 30. Dezember vorverlegt. Die Polizei hatte die Demonstration anschließend verboten.
+++ 09:53 Lauterbach hält 50er-Grenze für zu leichtsinnig +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält die Orientierung am Infektionsgrenzwert 50 für zu leichtsinnig. Der Mediziner spricht sich für einen Grenzwert unter 25 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche aus. 50 ist der Grenzwert, an dem sich Bund und Länder als Zielmarke orientieren, weil davon ausgegangen wird, dass die Gesundheitsämter bis zu dieser Größenordnung noch Infektionsketten verfolgen können und die Lage beherrschbar bleibt. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts liegt dieser Wert derzeit bei 141,3. Auch eine Reihe internationaler Experten hat bereits einen niedrigeren Orientierungswert gefordert.
Lauterbach begründete seine Forderung mit der Gefahr weiterer Mutationen des Coronavirus, nachdem bereits aus Großbritannien eine veränderte Virusvariante nach Deutschland gekommen ist. "Wenn die Fallzahlen hoch bleiben, wird diese gefährliche Variante sich ausbreiten. Die ist so ansteckend, dass wahrscheinlich selbst unter Lockdown-Bedingungen wahrscheinlich zusätzliche Ansteckungen erfolgen", erklärt er im ZDF. Die Gefahr sei, dass weitere Mutationen entstünden, gegen die die Impfungen nicht mehr wirkten.
+++ 09:25 Chinesischer Impfstoff bietet 79-prozentigen Schutz +++
Mit dem Pharmakonzern Sinopharm gibt nun auch in China erstmals ein Hersteller Details zur Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffes bekannt. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Impfstoff einen 79-prozentigen Schutz vor Covid-19 bieten. Die Veröffentlichung der Daten ist ein wichtiger Schritt für die finale Zulassung des Impfstoffes, von dem sich auch Staaten außerhalb Chinas bereits Dosen gesichert haben. In China selbst gibt es neben Sinopharm mit Anhui Zhifei Longcom, CanSino, und Sinovac noch drei weitere Unternehmen, die sich in der Endphase der Impfstoff-Entwicklung befinden. Eine endgültige Zulassung im Inland wurde bisher noch keiner der Firmen erteilt. Bereits seit Monaten werden in China aber auch ohne finale Zulassung eingeschränkte Impfungen bestimmter Bevölkerungsgruppen - etwa von Militärangehörigen und Klinikpersonal, aber auch von Diplomaten und Angestellten von Staatskonzernen- durchgeführt.
+++ 08:53 Viele halten die Corona-Warn-App für nutzlos +++
Viele Menschen nutzen die Corona-Warn-App nicht, weil sie sie für untauglich halten im Kampf gegen die Pandemie. Das geht aus einer bundesweiten Umfrage im Auftrag des Staatsministeriums Baden-Württemberg hervor. Darin geben 33 Prozent der Nichtnutzer an, dass die App aus ihrer Sicht nutzlos ist und nichts bringt. 19 Prozent nannten die Sorge um den Datenschutz oder ein Überwachungsgefühl als Grund des Verzichts. 16 Prozent der Nichtnutzer besitzen ein Smartphone, auf dem die App nicht läuft. "Die App ist eine gute Ausgangsbasis, aber sie schöpft ihr Potenzial nach meinem Eindruck bislang bei Weitem nicht aus", sagt Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen. In der Umfrage gaben nur 36 Prozent der etwas mehr als 1000 Befragten an, die App überhaupt installiert und aktiviert zu haben. 58 Prozent verneinten das. 6 Prozent teilten mit, kein Smartphone zu besitzen.
+++ 08:14 Großbritannien lässt Astrazeneca-Impfstoff zu +++
Die britische Arzneimittelbehörde MHRA lässt den Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Pharmakonzerns Astrazeneca für Großbritannien zu. Es handelt sich um eine Notfallzulassung. Das Vakzin des Unternehmens sowie der Universität Oxford ist kein neuartiger mRNA-Impfstoff wie jene von Biontech/Pfizer oder Moderna, sondern ein herkömmlicher Vektorimpfstoff, der allerdings wesentlich günstiger ist.
+++ 07:52 Schäuble: Dürfen Ärmeren Impfstoff nicht wegschnappen +++
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble weist Vorwürfe zurück, die Bundesregierung habe für Deutschland nicht genug Corona-Impfstoffdosen gesichert. "Ich kann die Kritik zwar nachvollziehen, aber ich halte sie dennoch für falsch", sagt der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wir können unsere Ungeduld nicht zum Maß aller Dinge machen und den Menschen in ärmeren Weltregionen den Impfstoff wegschnappen."
Die Hilfsorganisation Caritas international hat am Montag darauf hingewiesen, dass die entwickelten Länder den Großteil der weltweiten Impfproduktion bereits reserviert hätten. Dabei lebten in diesen Ländern nur 14 Prozent der Weltbevölkerung. Die Organisation rechne damit, dass im kommenden Jahr in 70 ärmeren Ländern nur zehn Prozent der Bevölkerung geimpft werden könnten. Kritiker hatten der EU und auch Deutschland vorgehalten, zu wenig Impfstoff bestellt zu haben, weshalb es in anderen Staaten weltweit schneller vorangehe mit den Impfungen.
+++ 07:19 Ciesek erwartet 2021 kein Wundermedikament gegen Covid-19 +++
Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek erwartet 2021 kein Wundermedikament gegen Covid-19. "Ich persönlich glaube nicht, dass da 2021 ein Durchbruch kommen wird. Dass es eine Pille gibt, die man zu Beginn der Erkrankung einnimmt und die verhindert, dass man schwer erkrankt - daran glaube ich nicht fürs nächste Jahr", sagt die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Die Suche nach Arzneimitteln werde 2021 weitergehen. "Da ist sicherlich noch viel zu tun", so Ciesek. Bisher seien die Daten "enttäuschend". Dringend geforscht werden müsse auch an den Spätfolgen der Krankheit. "Das ist ein großer Komplex, den wir noch zu schlecht erforscht haben", sagt Ciesek. Dennoch erwartet sie 2021 eine schrittweise Verbesserung der Pandemielage. "Ich rechne damit, dass sich die Situation im Frühsommer verbessert." Ein Grund sei der Beginn der Impfungen.
+++ 06:27 Thüringen hält leichtere Schulprüfungen für vorstellbar +++
Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) zeigt sich offen für leichtere Schulprüfungen aufgrund der Corona-Pandemie. "Wir erheben jetzt mit Klausuren und Klassenarbeiten den Lernstand der Schülerinnen und Schülern", sagt Linke-Politiker Holter. Zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres im Februar soll es dann aus seinem Ministerium eine "klare Ansage" geben, wie es mit den Prüfungen weitergeht. Bereits im Sommer seien die Abiturprüfungen vorsorglich nach hinten verschoben worden, so Holter. Im Zuge des ersten Lockdowns im Frühjahr hatte das Bildungsministerium eine Abmilderungsverordnung mit Erleichterungen für die Abiturprüfungen erlassen. Holter sagt, eine Arbeitsgruppe Prüfungen beschäftige sich nun erneut mit dem Thema. Der Chef des Thüringer Lehrerverbands, Rolf Busch, begrüßt das Vorgehen. "Es kann nur das geprüft werden, was auch behandelt wurde", sagt er.
+++ 05:50 Wohnungslosenhilfe fordert mehr Notunterkünfte +++
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe fordert von den Kommunen mehr Unterstützung für Obdachlose in der Corona-Krise und angesichts des harten Lockdowns. "Wir befürchten, dass für wohnungslose Menschen der Corona-Winter noch gefährlicher wird", sagte Werena Rosenke, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft der "Rheinischen Post". Nach Angaben von Rosenke besteht das Problem, dass das Angebot an Unterkünften derzeit oft knapper ist, um die Abstandsregeln einhalten zu können und das Infektionsrisiko zu verringern. Tagsüber gebe es außerdem zu wenige Orte. In diesem Jahr sind bereits mindestens zwei Wohnungslose in Deutschland erfroren.
+++ 05:37 RKI meldet erstmals mehr als 1000 neue Todesfälle +++
Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus überschreitet zum ersten Mal die Marke von 1000 und erreicht damit einen neuen Höchststand. Binnen einen Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) 1129 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Morgen hervorgeht. Außerdem wurden 22.459 Neuinfektionen gemeldet. Vergangenen Mittwoch (23.12.) waren 24.740 Neuinfektionen und der bisherige Höchststand von 962 Todesfällen gemeldet worden. Das RKI hatte vor den Weihnachtstagen mitgeteilt, dass die aktuellen Zahlen nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar seien, da es zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Dennoch war die Zahl der neuen Todesfälle deutlich höher als vor einer Woche.
Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag bei 141,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchste Inzidenz hatte am Dienstag Sachsen mit 330,0, den niedrigsten Wert Niedersachsen mit 79,6.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 05:02 US-Kongressabgeordneter aus Louisiana stirbt an Covid-19 +++
Luke Letlow, ein Republikaner, der in diesem Monat in das Repräsentantenhaus gewählt wurde, um Louisianas fünften Kongressdistrikt zu vertreten, ist an den Folgen von Covid-19 gestorben. Das meldet die New York Times und beruft sich dabei auf einen Kongressabgeordneten. Auch andere US-Medien berichten von dem Tod. Letlow wurde 41 Jahre alt.
+++ 04:31 Sachsen verschärft Regeln bei Einreise aus Risikogebieten +++
Sachsen bleibt Corona-Hotspot in Deutschland und erweitert die Pflichten bei der Einreise aus ausländischen Risikogebieten. Betroffene müssen sich ab Donnerstag nicht nur wie bisher in häusliche Quarantäne begeben, sondern auch unverzüglich ein Testergebnis beim Gesundheitsamt vorlegen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Der Test darf bei der Einreise nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Er kann aber auch bei der Einreise absolviert oder bis zu 48 Stunden danach nachgeholt werden. Die Quarantäne nach der Einreise aus einem Risikogebiet beträgt zehn Tage.
+++ 04:03 Kalifornien verlängert Lockdown +++
Der US-Bundesstaat Kalifornien verlängert wegen der drohenden Überlastung der Krankenhäuser den Lockdown auf unbestimmte Zeit. "Wir könnten Anfang Januar das Schlimmste sehen", sagt der kalifornische Gesundheitsminister Mark Ghalyer. "Und die meisten Krankenhausleiter, mit denen ich in Südkalifornien gesprochen habe, machen sich genau darauf gefasst."
+++ 03:29 Ärztepräsident rechnet mit steigender Impfbereitschaft +++
Ärztepräsident Klaus Reinhardt erwartet in den kommenden Monaten mehr Bereitschaft in der Bevölkerung für eine Corona-Impfung. "Für Geimpfte verliert die Pandemie ihren Schrecken, sie werden sich besser fühlen und entspannter sein. Das wird ansteckend sein, aber im positiven Sinne", sagt der Chef der Bundesärztekammer dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Bisher zeigen Umfragen, dass sich nur etwas mehr als die Hälfte der Deutschen impfen lassen will, für eine Herdenimmunität sind zwischen 65 und 70 Prozent nötig.
+++ 02:53 Mehr als eine halbe Million Corona-Tote in Lateinamerika und Karibik +++
In Lateinamerika und der Karibik sind inzwischen mehr als eine halbe Million Todesfälle durch das Coronavirus verzeichnet worden. In der Region gab es mindestens 500.800 Corona-Tote, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP ergab. Lateinamerika und die Karibik sind nach Europa die zweite Weltregion mit mehr als 500.000 registrierten Todesopfern der Pandemie. In Europa war diese Marke zwölf Tage zuvor überschritten worden. Die Staaten in Lateinamerika mit den höchsten Zahlen von verzeichneten Corona-Toten sind Brasilien (rund 192.000) und Mexiko (etwa 120.000).
+++ 02:16 Lauterbach: Altenheime könnten Personal theoretisch zu Impfung zwingen +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach weist darauf hin, dass Personal zur Impfung gezwungen werden könnte. "Mit dem Infektionsschutzgesetz gäbe es zwar eine rechtliche Grundlage dafür, dass Altenheime und Krankenhäuser ihr Personal zu einer Impfung zwingen. Aber die Bundesregierung hat versprochen, dass es keine Impfpflicht geben wird. Dabei wird es bleiben, und das ist auch richtig", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post".
+++ 01:41 Biontech benötigt EU-Zulassung für zusätzliche Impfdosis in Ampullen +++
Die Europäische Impfstoffbehörde (Ema) rechnet mit einem baldigen Antrag des Impfstoff-Herstellers Biontech für die Zulassung der Entnahme von sechs Impfeinheiten pro Ampulle. "Das Unternehmen hat angekündigt, in den nächsten Tagen einen Antrag auf Änderung zu stellen, der vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) rasch geprüft wird. Wenn der CHMP feststellt, dass sechs Dosen zuverlässig extrahiert werden können, wird er eine Änderung der aktuellen Bedingungen der Genehmigung empfehlen, um die Mitgliedstaaten bei der Einführung des Impfstoffs zu unterstützen", erklärt eine Ema-Sprecherin der "Bild"-Zeitung.
+++ 01:04 Ifo-Institut: Mehrwertsteuersenkung brachte wenig +++
Die befristete Senkung der Mehrwertsteuer hat einer Studie zufolge nur vergleichsweise geringe Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum gehabt. Das Ifo-Institut schätze den Konsumeffekt auf 6,3 Milliarden Euro, berichtet das "Handelsblatt" vorab. Damit betrage der Anstieg des Binnenkonsums im Vergleich zum Vorjahr 0,6 Prozent. Kosten und Nutzen der Maßnahme stünden somit in einem eher ungünstigen Verhältnis, zitiert das Blatt den Ifo-Experten Andreas Peichl: Die Senkung habe den Staat 20 Milliarden Euro gekostet und sei die teuerste Maßnahme im Konjunkturpaket.
+++ 00:33 Städtetag bittet um Verzicht auf Feuerwerk und Böller +++
Der Deutsche Städtetag ruft die Bevölkerung auf, zum Jahreswechsel mit Blick auf das Corona-Geschehen verantwortungsvoll zu handeln und auf das Abbrennen von Feuerwerken und Böllern zu verzichten. "Leider ist es uns in diesem außergewöhnlichen Jahr nicht gelungen, die Infektionslage nachhaltig in den Griff zu bekommen. Deswegen appellieren die Städte an die Bürgerinnen und Bürger: Bleiben Sie an Silvester zu Hause oder feiern Sie bei Freunden nur in kleinem Kreis", sagt Städtetag-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Es müsse auch verhindert werden, dass Notaufnahmen und Krankenhäuser durch unsachgemäßes Hantieren mit Böllern zusätzlich mit Verletzten belastet werden.
+++ 00:06 EU kauft bei Biontech noch mal nach +++
Die Europäische Union kauft weitere 100 Millionen Impfdosen von Pfizer/Biontech. "Wir werden damit über 300 Millionen Dosen dieses Impfstoffes verfügen, der als sicher und effektiv eingestuft wurde", schreibt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter. Wann der zusätzliche Impfstoff zur Verfügung stehen wird, sagt sie nicht. Die EU hatte im November zunächst 200 Millionen Dosen gekauft mit der Option auf weitere 100 Millionen.
+++ 23:27 Erster Fall der neuen Coronavirus-Variante in den USA nachgewiesen +++
Im US-Staat Colorado ist erstmals die Coronavirus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Die US-Gesundheitsbehörde CDC sei darüber in Kenntnis gesetzt worden, teilte das Büro des Gouverneurs Jared Polis mit. Festgestellt worden sei die erstmals in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante bei einem jungen Mann, der sich derzeit in Isolation befinde und zuletzt nicht gereist sei. Es handelt sich um den ersten bekannten Nachweis des mutierten Virustyps in den USA. Die neue Coronavirus-Variante ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form.
+++ 23:03 Spahn: Im Sommer ist für alle Impfstoff da +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass sich jeder in Deutschland "Richtung Sommer" impfen lassen kann. Dies hänge allerdings davon ab, ob die Impfstoffe weiterer Unternehmen wie Johnson & Johnson, Astrazeneca und Curevac zugelassen würden, sagt er Bild Live.
+++ 22:31 Erste geimpfte Britin bekommt zweite Dosis +++
Vor drei Wochen wurde Margaret Keenan als erster Mensch in Großbritannien gegen das Coronavirus geimpft - nun hat die mittlerweile 91-Jährige die zweite Dosis des Mittels erhalten. Der Großmutter wurde die Spritze am Nachmittag in der mittelenglischen Stadt Coventry gesetzt. Für den vollen Impfschutz sind zwei Dosen pro Person nötig. "Es ist fantastisch zu sehen, dass Margaret Keenan ihre zweite Dosis der Pfizer-Biontech-Corona-Impfung bekommen hat", twitterte Gesundheitsminister Matt Hancock. "Wir werden es gemeinsam durch diese Pandemie schaffen." Keenan hatte nach der Impfung vor drei Wochen weltweit Schlagzeilen gemacht. Ihre Landsleute hatte "Maggie" dazu aufgerufen, sich ebenfalls die Impfung verabreichen zu lassen: "Wenn ich sie mit 90 bekommen kann, können Sie es auch." Sie hatte zwischen den beiden Impfungen Geburtstag gefeiert.
+++ 22:01 Höhere Corona-Hilfen für US-Bürger: Republikaner stellen sich gegen Trump +++
Die Republikaner im US-Senat haben zunächst offengelassen, ob sie höheren Corona-Hilfen für US-Bürger zustimmen werden. Die Kongresskammer werde "in dieser Woche damit beginnen, den Fokus zu legen" auf diese und zwei weitere Themen, kündigte Mehrheitsführer Mitch McConnell an. Er blockierte einen Vorstoß der Demokraten, die Aufstockung sofort einstimmig zu beschließen. Dies lastete auf den Aktienmarkt. Das Repräsentantenhaus hat die Zahlung von 2000 Dollar statt wie bislang geplant 600 Dollar an jeden Bürger bewilligt. Auch McConnells Parteikollege Präsident Donald Trump fordert den Schritt. Wenn die Republikaner "keinen Todeswunsch" hätten, müssten sie sofort zustimmen, schrieb der scheidende US-Präsident auf Twitter.
+++ 21:30 Frankreich plant noch härtere Sperrstunde +++
Frankreich will wegen steigender Corona-Zahlen eine Verschärfung der abendlichen Ausgangssperren in besonders betroffenen Gebieten. Man werde dort für Anfang Januar eine Ausgangssperre ab 18 Uhr vorschlagen, kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran am Abend im TV-Sender France 2 an. Derzeit gilt landesweit eine solche Ausgangssperre - in Frankreich couvre-feu genannt - ab 20 Uhr. Die Menschen dürfen dann nur mit triftigem Grund das Haus verlassen - einfache Spaziergänge, einkaufen oder Sport gehören nicht dazu. Besonders ernst sei die Lage derzeit in der an Deutschland grenzenden Region Grand-Est, in der Region Auvergne-Rhône-Alpes und in den Gebieten Franche-Comté und Alpes-Maritimes, sagte der Minister.
+++ 21:01 Sachsen mit höchster Inzidenz im Ländervergleich +++
Bei den Neuinfektionen steht Baden-Württemberg mit 2812 Fällen an der Spitze der Bundesländer. Es folgen mit geringem Abstand Nordrhein-Westfalen (plus 2524), Bayern (2335) und Sachsen (2309). Der Freistaat ist allerdings weiterhin das Bundesland mit der höchsten Inzidenz: Mit 399,5 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt Sachsen nur knapp unter der 400er-Schwelle. Einen neuen Tagesrekord verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern mit 459 gemeldeten Fällen. Keins der 16 Bundesländer kommt auf Zuwächse im zweistelligen Bereich. Bremen (156) und das Saarland (295) melden die niedrigsten Zuwächse.
+++ 20:35 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Erstmals mehr als 1000 Todesfälle gemeldet +++
Erstmals seit Pandemiebeginn liegen die Totenzahlen in Deutschland über der Tausender-Marke. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, stieg die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion um 1051 auf 31.676. Der bisher schlimmste Tag war der Dienstag vor einer Woche (22.12.) mit 940 Todesfällen.
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland kletterte auf 1.680.583. Damit kamen 17.048 neue Fälle hinzu. Als aktuell infiziert gelten rund 360.300 Personen.
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,54 angegeben (Vortag: 0,71). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 54 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,67 (Vortag: 0,74). Das ist der niedrigste Stand seit dem Frühjahr. Da die Berechnung der R-Werte auf der Verteilung der gemeldeten Fälle aufbaut, werden diese Kennziffern von dem kombinierten Wochenend- und Feiertagseffekt beeinflusst. In seinem Lagebericht warnt das Robert-Koch-Institut davor, die Rückgänge vorzeitig zu bejubeln: "Im Vergleich zur Vorwoche ist in allen Bundesländern über die Weihnachtsfeiertage ein scheinbarer Rückgang der Inzidenzen und Fallzahlen zu beobachten. Es ist gut möglich, dass dies mit verringerter Testaktivität der Bevölkerung über die Weihnachtsfeiertage zusammenhängt, sowie mit dem Verzug der Meldung durch die Gesundheitsämter. Ob dies einen tatsächlichen Trend darstellt, wird in den nächsten Wochen ersichtlich werden."
Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5649 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 3071 davon werden beatmet. Rund 4728 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
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